Entscheidung in Spanien

Entscheidung in Spanien

Hardcover
4.53

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Beschreibung

Orwell, Hemingway, Simone Weil: Als die Literatur in den Krieg zog

Am 19. Juli 1936 besteigt General Francisco Franco ein Flugzeug in Richtung Tetuán, um sich einem Aufstand gegen die spanische Republik anzuschließen. Spontan brechen mutige Freiwillige aus mehr als fünfzig Ländern auf, um Spanien gegen den faschistischen Umsturz zu verteidigen. Ernest Hemingway, Robert Capa, George Orwell, Simone Weil, Willy Brandt und viele andere schließen sich ihnen an. Der große Spanienkenner Paul Ingendaay erzählt von ihren Kämpfen mit Waffe, Stift und Fotoapparat - eine packende Geschichte von Mut und Verblendung, auf die schon der Schatten des Zweiten Weltkriegs fällt.

Sommer 1936: In Madrid kühlen Anwohner das heiße Straßenpflaster mit Wasser, während wenige Häuser weiter im Parlament eine Pistole gezogen wird. Auf den Wagner-Festspielen in Bayreuth erhält Hitler einen Brief: Ein gewisser General Franco bittet ihn um militärische Unterstützung bei einem Putsch gegen die spanische Regierung. Sechs Tage später macht sich eine deutsche Fliegereinheit in Zivil unter dem Codenamen "Unternehmen Feuerzauber" bereit für den Einsatz. Es ist die Zeit der großen Entscheidungen in Europa - und auch die der Zufälle, des Verrats und der tragischen Ironie. Spontan beschließen Zehntausende Freiwillige aus aller Welt, Spanien im heraufziehenden Bürgerkrieg beizustehen. Es sind Künstler, Reporterinnen, Intellektuelle und Verfolgte, es sind Helfer und Krankenschwestern, Idealistinnen und Abenteurer. Vor dem Hintergrund des Spanischen Bürgerkriegs lässt Paul Ingendaay jene Spaltung lebendig werden, die sich durch Familien, Dörfer und Nationen zog - und die die Frontlinien des 20. Jahrhunderts bestimmen sollte.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Fachbücher
Sub-Genre
Geschichte & Archäologie
Format
Hardcover
Seitenzahl
352
Preis
28.80 €

Autorenbeschreibung

Paul Ingendaay ist Journalist, Romanautor und Literaturwissenschaftler. Knapp zwei Jahrzehnte lang berichtete er für die FAZ aus Madrid, bis er 2016 als Europa-Korrespondent in Berlin tätig wurde. 1997 erhielt er den Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik, sein Debütroman "Warum du mich verlassen hast" wurde 2006 für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert.

Beiträge

1
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3.5

Dieses Buch war für mich herausfordernd und gleichzeitig sehr spannend.

Ich muss zugeben, dass ich recht wenig über den Spanischen Bürgerkrieg wusste - und noch weniger darüber, wie die Literatur- und Künstlerszene in diesem mitgewirkt hat. Paul Ingendaay hat es geschafft, den Krieg aus der Sicht von Poeten, Fotografen und Schriftstellern zu zeigen und mir so das ganze Thema näher gebracht. Eins ist klar: das ist nichts für schwache Nerven. Deshalb brauchte ich auch einige Zeit, um mich teilweise durch die Geschehnisse durch zu quälen. Manchmal war es schwer, bei den ganzen verschiedenen Namen und Orten dabei zu bleiben (wobei bei den Orten die Karte im Buch gut geholfen hat). Der Schreibstil dagegen war sehr gut zu lesen und auch die kurzen Kapitel waren hilfreich. Völlig überwältigt hat das Buch mich zwar nicht, aber ich bin trotzdem froh, dass ich es gelesen habe und mich jetzt mit dem Spanischen Bürgerkrieg besser auskenne.

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