Entscheidung in Kiew
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Beschreibung
Karl Schlögel beweist mit dem Titel ›Entscheidung in Kiew: Ukrainische Lektionen‹ erneut, dass er der Kenner Osteuropas und seit vielen Jahren in der Ukraine unterwegs ist. Er zeigt uns, dass man auf die Städte der Ukraine schauen muss, wenn man wirklich wissen will, was in Europa gerade passiert. Darunter zählen unter anderem Lemberg, Odessa, Czernowitz, Kiew, Charkiw und Donezk. All diese Namen stehen für einst blühende Städte, für eine Kultur von eigenem Rang. Doch mit dem Krieg ist eine Kontroverse über die politische und kulturelle Eigenständigkeit des Landes und seiner Städte ausgebrochen. Selbst in der unruhigen jüngsten Zeit hat Schlögel Reisen in die kulturell vielfältige Ukraine unternommen. Er führt mit seinen Städtebildern dem Leser vor Augen, was gar nicht fern von uns auf dem Spiel steht.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Karl Schlögel, geboren 1948, hat an der Freien Universität Berlin, in Moskau und Sankt Petersburg Philosophie, Soziologie, Osteuropäische Geschichte und Slawistik studiert. Er war bis 2013 Professor für Osteuropäische Geschichte an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder. 1990 erhielt er den Europäischen Essaypreis Charles Veillon, 1999 den Anna Krüger Preis des Wissenschaftskollegs zu Berlin sowie 2005 den Hamburger Lessing-Preis. 2018 wurde er in die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung gewählt, 2025 wurde er mit dem Friedenspreis des deutschen Buchhandels ausgezeichnet.Literaturpreise:Auswahl:2025 Friedenspreis des deutschen Buchhandels 2012 Hoffmann-von-Fallersleben-Preis2012 Franz-Werfel-Menschenrechtspreis2010 Samuel-Bogumil-Linde-Preis2009 Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung2005 Lessing-Preis2004 Sigmund-Freud-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung
Beiträge
Der Historiker Karl Schlögel hat die Ukraine intensiv bereist und ist ein Experte für Osteuropa. In seinem Buch „Entscheidung in Kiew“ berichtet er von der Situation zum eigentlichen Kriegsbeginn mit der Annexion der Krim 2014. Dieser Teil liest sich regelrecht prophetisch. Das meiste, was wir in den letzten Monaten über Putin und seine Absichten bezüglich der Ukraine bitter lernen mussten, hat Karl Schlögel damals schon festgestellt. Insofern fand ich diese Anfangspassage des Buches am interessantesten. Im weiteren Verlauf des Buches stellt Schlögel die wichtigsten ukrainischen Städte, ihre Geschichte und Kultur vor. Dieser Teil ist informativ, jedoch weniger packend und etwas trockener verfasst, sodass ich das Buch mit drei Sternen bewertet habe. Es ist auf jeden Fall lesenswert, wenn man sich ein Bild von der Ukraine machen möchte.
2,5⭐️ Hatte irgendwie eine Einordnung rund um die Geschehnisse des Maidan erwartet. Ja, das ist etwas naiv gewesen, von einem Historiker eine politische Aufdröselung zu erwarten. Das Buch erhebt auch keinen Anspruch auf wissenschaftliche Korrektheit. Er sagt gegen Ende selber, dass er sich dazu berufen fühlte Stellung zu beziehen. Also insofern muss man das Buch als sehr emotionale Einordnung und Meinung eines Historikers lesen, der sich stark mit der Ukraine verbunden fühlt. Und genau das missfiel mir weitestgehend. Ich kann wenig damit anfangen, wenn Argumente aus dem Bauchgefühl getroffen werden, wenn rein anekdotisches Wissen herangezogen wird und ein Narrativ dem nächsten folgt. Die ersten 25% des Buches sind trotzdem recht interessant, weil er rückblickend mit vielem ins Schwarze getroffen hat. Allerdings habe ich das Buch als furchtbar chaotisch empfunden. Er dropped einfach irgendwelche Namen und Ereignisse und packt viel zu viele Informationen in das Buch, so dass wichtige Menschen, wie Alexander Dugin, in der Senke verschwinden und überhaupt kein roter Faden erkennbar ist. Als würde jemand seinen ganzen aufgestauten emotionalen Ballast über einem auskübeln. Die Stadtportraits waren furchtbar dröge, vollgestopft mit Eckdate und ehr ein Reiseführer als eine Aufarbeitung. Lediglich die Ausführungen zum Donbass konnten mich etwas aus der Reserve locken.
2,5⭐️ Hatte irgendwie eine Einordnung rund um die Geschehnisse des Maidan erwartet. Ja, das ist etwas naiv gewesen, von einem Historiker eine politische Aufdröselung zu erwarten. Das Buch erhebt auch keinen Anspruch auf wissenschaftliche Korrektheit. Er sagt gegen Ende selber, dass er sich dazu berufen fühlte Stellung zu beziehen. Also insofern muss man das Buch als sehr emotionale Einordnung und Meinung eines Historikers lesen, der sich stark mit der Ukraine verbunden fühlt. Und genau das missfiel mir weitestgehend. Ich kann wenig damit anfangen, wenn Argumente aus dem Bauchgefühl getroffen werden, wenn rein anekdotisches Wissen herangezogen wird und ein Narrativ dem nächsten folgt. Die ersten 25% des Buches sind trotzdem recht interessant, weil er rückblickend mit vielem ins Schwarze getroffen hat. Allerdings habe ich das Buch als furchtbar chaotisch empfunden. Er dropped einfach irgendwelche Namen und Ereignisse und packt viel zu viele Informationen in das Buch, so dass wichtige Menschen, wie Alexander Dugin, in der Senke verschwinden und überhaupt kein roter Faden erkennbar ist. Als würde jemand seinen ganzen aufgestauten emotionalen Ballast über einem auskübeln. Die Stadtportraits waren furchtbar dröge, vollgestopft mit Eckdate und ehr ein Reiseführer als eine Aufarbeitung. Lediglich die Ausführungen zum Donbass konnten mich etwas aus der Reserve locken.
Beschreibung
Karl Schlögel beweist mit dem Titel ›Entscheidung in Kiew: Ukrainische Lektionen‹ erneut, dass er der Kenner Osteuropas und seit vielen Jahren in der Ukraine unterwegs ist. Er zeigt uns, dass man auf die Städte der Ukraine schauen muss, wenn man wirklich wissen will, was in Europa gerade passiert. Darunter zählen unter anderem Lemberg, Odessa, Czernowitz, Kiew, Charkiw und Donezk. All diese Namen stehen für einst blühende Städte, für eine Kultur von eigenem Rang. Doch mit dem Krieg ist eine Kontroverse über die politische und kulturelle Eigenständigkeit des Landes und seiner Städte ausgebrochen. Selbst in der unruhigen jüngsten Zeit hat Schlögel Reisen in die kulturell vielfältige Ukraine unternommen. Er führt mit seinen Städtebildern dem Leser vor Augen, was gar nicht fern von uns auf dem Spiel steht.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Karl Schlögel, geboren 1948, hat an der Freien Universität Berlin, in Moskau und Sankt Petersburg Philosophie, Soziologie, Osteuropäische Geschichte und Slawistik studiert. Er war bis 2013 Professor für Osteuropäische Geschichte an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder. 1990 erhielt er den Europäischen Essaypreis Charles Veillon, 1999 den Anna Krüger Preis des Wissenschaftskollegs zu Berlin sowie 2005 den Hamburger Lessing-Preis. 2018 wurde er in die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung gewählt, 2025 wurde er mit dem Friedenspreis des deutschen Buchhandels ausgezeichnet.Literaturpreise:Auswahl:2025 Friedenspreis des deutschen Buchhandels 2012 Hoffmann-von-Fallersleben-Preis2012 Franz-Werfel-Menschenrechtspreis2010 Samuel-Bogumil-Linde-Preis2009 Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung2005 Lessing-Preis2004 Sigmund-Freud-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung
Beiträge
Der Historiker Karl Schlögel hat die Ukraine intensiv bereist und ist ein Experte für Osteuropa. In seinem Buch „Entscheidung in Kiew“ berichtet er von der Situation zum eigentlichen Kriegsbeginn mit der Annexion der Krim 2014. Dieser Teil liest sich regelrecht prophetisch. Das meiste, was wir in den letzten Monaten über Putin und seine Absichten bezüglich der Ukraine bitter lernen mussten, hat Karl Schlögel damals schon festgestellt. Insofern fand ich diese Anfangspassage des Buches am interessantesten. Im weiteren Verlauf des Buches stellt Schlögel die wichtigsten ukrainischen Städte, ihre Geschichte und Kultur vor. Dieser Teil ist informativ, jedoch weniger packend und etwas trockener verfasst, sodass ich das Buch mit drei Sternen bewertet habe. Es ist auf jeden Fall lesenswert, wenn man sich ein Bild von der Ukraine machen möchte.
2,5⭐️ Hatte irgendwie eine Einordnung rund um die Geschehnisse des Maidan erwartet. Ja, das ist etwas naiv gewesen, von einem Historiker eine politische Aufdröselung zu erwarten. Das Buch erhebt auch keinen Anspruch auf wissenschaftliche Korrektheit. Er sagt gegen Ende selber, dass er sich dazu berufen fühlte Stellung zu beziehen. Also insofern muss man das Buch als sehr emotionale Einordnung und Meinung eines Historikers lesen, der sich stark mit der Ukraine verbunden fühlt. Und genau das missfiel mir weitestgehend. Ich kann wenig damit anfangen, wenn Argumente aus dem Bauchgefühl getroffen werden, wenn rein anekdotisches Wissen herangezogen wird und ein Narrativ dem nächsten folgt. Die ersten 25% des Buches sind trotzdem recht interessant, weil er rückblickend mit vielem ins Schwarze getroffen hat. Allerdings habe ich das Buch als furchtbar chaotisch empfunden. Er dropped einfach irgendwelche Namen und Ereignisse und packt viel zu viele Informationen in das Buch, so dass wichtige Menschen, wie Alexander Dugin, in der Senke verschwinden und überhaupt kein roter Faden erkennbar ist. Als würde jemand seinen ganzen aufgestauten emotionalen Ballast über einem auskübeln. Die Stadtportraits waren furchtbar dröge, vollgestopft mit Eckdate und ehr ein Reiseführer als eine Aufarbeitung. Lediglich die Ausführungen zum Donbass konnten mich etwas aus der Reserve locken.
2,5⭐️ Hatte irgendwie eine Einordnung rund um die Geschehnisse des Maidan erwartet. Ja, das ist etwas naiv gewesen, von einem Historiker eine politische Aufdröselung zu erwarten. Das Buch erhebt auch keinen Anspruch auf wissenschaftliche Korrektheit. Er sagt gegen Ende selber, dass er sich dazu berufen fühlte Stellung zu beziehen. Also insofern muss man das Buch als sehr emotionale Einordnung und Meinung eines Historikers lesen, der sich stark mit der Ukraine verbunden fühlt. Und genau das missfiel mir weitestgehend. Ich kann wenig damit anfangen, wenn Argumente aus dem Bauchgefühl getroffen werden, wenn rein anekdotisches Wissen herangezogen wird und ein Narrativ dem nächsten folgt. Die ersten 25% des Buches sind trotzdem recht interessant, weil er rückblickend mit vielem ins Schwarze getroffen hat. Allerdings habe ich das Buch als furchtbar chaotisch empfunden. Er dropped einfach irgendwelche Namen und Ereignisse und packt viel zu viele Informationen in das Buch, so dass wichtige Menschen, wie Alexander Dugin, in der Senke verschwinden und überhaupt kein roter Faden erkennbar ist. Als würde jemand seinen ganzen aufgestauten emotionalen Ballast über einem auskübeln. Die Stadtportraits waren furchtbar dröge, vollgestopft mit Eckdate und ehr ein Reiseführer als eine Aufarbeitung. Lediglich die Ausführungen zum Donbass konnten mich etwas aus der Reserve locken.





