Blick ins Buch

Elisabeth, Kaiserin wider Willen

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Über das Buch

Editionen (10)

ISBN9783550085390
VerlagUllstein Buchverlage
Erscheinungsdatum31.12.87
Seitenzahl660

Rezensionen & Bewertungen

35 Bewertungen

9 Rezensionen

4,3

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  • kiramalin
    kiramalin

    78 Follower

    4,5

    „Die Dinge haben nur den Wert, den man ihnen verleiht.“

    Eigentlich bin ich kein Fan von Biografien, deshalb bin ich ohne große Erwartungen an dieses Buch herangegangen. Umso überraschter war ich, wie sehr mich die Story fesseln konnte. Die Geschichte ist spannend, lebendig und so erzählt, dass man das Buch kaum aus der Hand legen möchte. Sisi wird nicht nur als berühmte Kaiserin dargestellt, sondern auch als Mensch mit ihren Wünschen & Ängsten. Dadurch wirkte sie für mich viel greifbarer und authentischer. Ich habe es geliebt! 💕👑 Was mir fehlt, ist das Ende und ihr tragischer Tod.

    „Die Dinge haben nur den Wert, den man ihnen verleiht.“

    1. Juni 2026

  • 4,5

    Jedem sind die Sissi Filme mit Romy Schneider als Kaiserin Elisabeth von Österreich bekannt. Und auch, dass die Film Sissi kaum der echten Sisi entspricht. Das macht vermutlich auch ein Großteil der Faszination für Sisi aus. In dieser Biographie wird ab ihrer Kindheit bis zu ihrem tragischen Tod ihr Leben beleuchtet. Vieles ist dabei durch Dokumente, Zeitungsberichte, Briefe und Tagebucheinträge belegt. Daher würde ich sagen, dass diese Biographie an informativsten und wahrheitsgetreusten ist. Zumal Sisi nicht in den höchsten Tönen rauf und runter gelobt wird, sondern auch kritisiert wird. Die Biographie räumt mit einigen hartnäckig geblieben Fehlinformationen auf z.B. dass das Verhältnis zwischen Erzherzogin Sopie und der jungen Kaiserin von Anfang miserabel gewesen sei - war es nicht. Es hat sich erst im Laufe der Zeit so entwickelt. Oder das Sisi nie an Politik interessiert gewesen sei - das war sie. Gerade am Anfang ihrer Ehe. Nur wurde sie immer wieder darauf hingewiesen, dass sie sich nicht zu kümmern brauche und hatte sich daraufhin weitestgehend zurückgezogen. Nur als es um Ungarn ging, da ließ sie es sich nehmen sich einzumischen. Allerdings zeigte sie danach auch für Ungarn nicht mehr den gleichen Enthusiasmus. Sisi hatte es wahrlich nicht leicht und da sie nun mal von Anfang an nie für die Rolle als Kaiserin angedacht war - dementsprechend nicht erzogen worden war - hat sich Sisi auch nie damit wirklich arrangieren können, die dazugehörige Pflichten/ Aufgaben zu erfüllen. Brigitte Hamann zeigt einem aber auch auf, dass Sisi nicht die charmanteste Person war. Unter anderem, hat sie ihre älteste Tochter Gisela immer als hässlich bezeichnet - ebenso deren Kinder. Überhaupt war sie ihren beiden ältesten Kinder keine wirkliche Mutter. Sie war allgemein sehr oberflächlich für meine Begriffe. Ihre Hungerkuren nahmen erschreckende Ausmaße an. Tauchte Unangekündigt bei anderen Oberhäupter auf und wunderte sich dann darüber warum man sie so kühl behandelte. Zudem hatte sie einen Hang dazu sich mit Kuriositäten - wie einen Affen als Freund für Valerie oder einen kleinwüchsigen Schwarzen oder gar einen buckligen Mann als Lehrer und Reisegefährte für sich - zu umgeben. Und sobald diese nicht mehr "funktionierten" ... wurden diese von ihr fallgelassen. Oder dass sie Pflichten, die ihrem Volk zu Gute kamen, nicht antrat. Wie z.B. das Füsse salben von zehn auserwählten Frauen aus dem Volk, die dadurch dann versorgt wurden. Der Kaiser tat es im Gegenzug bei zehn Männern. Dies machte sie beim Volk zunehmend unbeliebter. Dafür nahm sie die Annehmlichkeiten - die einem das Dasein einer Kaiserin einbrachte - nur zu gern an. Wie die Möglichkeit ständig auf Reisen zugehen und mit einer nicht gerade kleinen Reisegesellschaft. Hotels nach IHREM Wohlgefallen umbauen zu lassen ... Kurz gesagt: meine Faszination für Sisi - Kaiserin Elisabeth von Österreich - nahm ein wenig ab. Das Kapitel über Ungarn zog sich für mich wie Kaugummi. Und da mich dieses Thema nichtz sehr interessierte ... war das recht zäher Natur. Daher hatte ich solange gebraucht. Nichtsdestotrotz aber ist die Biographie gut sowie spannend zulesen. Der Schreibstil ist schön und flüssig.

    20. Apr. 2025

  • dany.sahne
    dany.sahne

    8 Follower

    4,0

    Andere Sicht auf die richtige Elisabeth

    Schon seit meiner Kindheit habe ich jedes Jahr zu Weihnachten die Filme über Sissi gesehen. Nach dem letzten Wien-Besuch hatte ich aber vor allem nach dem Besuch an der Hofburg das Bedürfnis, mich mehr mit der tatsächlichen Geschichte der Kaiserin Elisabeth auseinander zu setzen nachdem sie dort auch in ihren letzten Jahren dargestellt wurde. Schnell musste ich feststellen, dass die Filme wahrlich über-romantisiert sind und nicht viel von der "echten Sissi" zeigen, wenn man das Buch liest, das auch viele Ausschnitte aus Briefen von vielen verschiedenen Personen aufführt. Der Drang nach Freiheit, der bewusste Rückzug von allem, auch von Franz Josef und den Kindern, zu denen sie teilweise gar keine Beziehung pflegte... Das alles wird im Buch dargestellt - und ich sehe hier sogar weniger die Schuld bei der "bösen" Schwiegermutter Sophie, sondern auch die Schuld bei Elisabeth selbst. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der sich für die Geschichte der tatsächlichen Kaiserin ohne jegliche Romantisierung und Schönmalerei interessiert.

    25. Apr. 2025

3 von 9 Rezensionen

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