Eine Handvoll Leben

Eine Handvoll Leben

von
Paperback
3.38
LebenBelletristikReligionGegenwartsliteratur

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Beschreibung

»Sie bereute nichts, das Leben war schön, grauenhaft, sanft und ohne Gnade und immer stärker als ihr Herz, das sich dagegen stemmte.«»Betty stellte sich vor, wie ihr Leben verlaufen wäre ohne den brutalen Eingriff von außen. Vielleicht hätte sie endgültig resigniert und wäre mit den Jahren eine freundliche, ein wenig zerstreute Frau geworden, die mit ihrem Kind spazierengeht, Romane liest, Gäste empfängt, Blumen in die Vasen ordnet und das Leben sanft und ohne Bedauern davonrinnen spürt. Eine von den vielen Frauen, deren Wille gebrochen ist und die gar nicht mehr wirklich sind.« Zwei Jahrzehnte sind vergangen, als eine Frau unerkannt in das Haus ihrer Familie zurückkehrt, das sie einst verlassen hat, um eine Ehe und eine Affäre aufzugeben. Nun steht sie ihrem ahnungslosen Sohn gegenüber ...

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Zeitgenössische Romane
Format
Paperback
Seitenzahl
160
Preis
9.20 €

Beiträge

1
Alle
2.5

Leseprojekt 2026: 26x Europa - Land 6: Österreich Ich habe vor Jahren "Die Wand" von Marlen Haushofer gelesen und fand den Roman eindringlich. Aus diesem Grund wollte ich noch etwas von ihr lesen und bin auf diesen Roman gestoßen. Wir lernen Elisabeth als Zehnjährige kennen, als die Eltern sie in die Obhut von Nonnen geben. Früh wird sie mit vielen Regeln und einem fremdbestimmten Leben konfrontiert. Dabei hilft ihr nur, zwischen zwei ganz verschiedenen Freundinnen hin- und herzupendeln - ein Verhalten, was bei den Mädchen insgesamt schlecht ankommt. Später geht es dann viel um Elisabeth als Ehefrau und Mutter und der Tatsache, dass diese Rollen sie nicht glücklich machen. Bei diesem 1955 erschienenen Roman handelt sich um Haushofers erstes Werk. Beides muss man meiner Meinung nach in die Lektüre mit einfließen lassen, damit man mit dieser Frauenfigur mitgehen kann. Denn Haushofer zeichnet einerseits ein modernes und feministisches Bild einer Frau, die nicht in die 1950er passt und die Vorstellung der Anderen nicht bedienen will, und andererseits ist es schwer auszuhalten, dass die Hauptfigur teilweise wenig selbst entscheidet und stattdessen mit sich machen lässt, was gerade so geschieht. Als literarische Etappe der Frauenbewegung fand ich den Text interessant. Gleichzeitig hat die Darstellung der Hauptfigur mich immer wieder in meinem Lesefluss gestört. [Im Rahmen meines Europaprojekts 2026 habe ich bisher Texte aus folgenden Ländern gelesen; in alphabetischer Reihenfolge: Bosnien, Italien, Russland, Schweiz, Spanien.]

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