Eine fast perfekte Welt
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Beschreibung
Wie wird man glücklich in einer Welt, die nicht perfekt ist?
Als Ester noch in Genua lebte, sehnte sie sich nach Sardinien zurück. Nach der wilden, steinigen Landschaft und dem ursprünglichen Leben im Dorf. Nun ist sie zurück in ihrer Heimat, doch die Sehnsucht ist geblieben. Ihrer Tochter Felicita soll es da besser ergehen – und tatsächlich findet sie ihr Glück. Im bunten Hafenviertel von Cagliari fertigt sie Schmuck aus Weggeworfenen und zieht ihren Sohn Gregorio groß – dem das Leben seiner Mutter bald zu eng wird.
Poetisch und berührend erzählt Milena Agus von drei Generationen einer sardischen Familie und davon, dass wir alle Voraussetzungen für ein erfülltes Leben in uns tragen.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Milena Agus wurde 1959 als Kind sardischer Eltern in Genua geboren. Heute lebt sie in Cagliari auf Sardinien. Ihr Weltbestseller ›Die Frau im Mond‹ (2007) wurde 2016 mit Marion Cotillard verfilmt.
Beiträge
“Wie wird man glücklich in einer Welt, die nicht perfekt ist?” - diese Frage stellen sich die Protagonisten des Romans „Eine fast perfekte Welt“ (Original: „Terre Promesse“) der sardischen Autorin Milena Argus. Da ist Ester, die sich, nachdem sie mit ihrem Mann aufs Festland gezogen ist, nach ihrer Heimat Sardinien zurücksehnt. Alles erscheint ihr dort besser gewesen zu sein. Doch als sie schließlich zurückkehrt, vergeht die Sehnsucht nicht. Sie träumt weiter von einem Ort, an dem sie glücklich wird. Ihre Tochter Felicita scheint das Glück gefunden zu haben. Sie liebt ihre Heimat und überhaupt nimmt sie das Leben und die Welt, wie sie ihr gerade begegnen. Während sich die Mutter sehnt nach Perfektion, lebt die Tochter im Augenblick. Ihr eigener Sohn Gregorio hingegen scheint nicht hineinzupassen in die Welt voller Momentaufnahmen und Sekundenglück der Mutter. Es zieht ihn nach New York, wo er sich eine Karriere als Jazz-Musiker erhofft. Doch wird er, dort angekommen, sein Glück finden? Zunächst war ich ein bisschen skeptisch, wie ein Drei-Generationen-Roman auf 200 Seiten erzählt werden soll. Was das betrifft hat Milena Agus hat mich allerdings überzeugt. Kurz und prägnant und dennoch poetisch schafft sie eine gewisse Tiefe. Ihr Schreibstil ist angenehm zu lesen und atmosphärisch. Leider aber schlägt sie im letzten Drittel einen seltsam philosophischen, beinahe predigenden Ton an, der nicht zur bisherigen Erzählung passt. Schade, denn dadurch verlor der Roman meiner Meinung nach seinen Charme.
Mehrfacher Ausbruch aus der Familie In Sardinien wird Ester an Raffaele versprochen, doch aus dem Krieg kehrt ein ganz anderer Mann wieder, als sie ihn kennenlernte. Dennoch heiraten die beiden. Mit der Hochzeit kehren sie auch ihrer Heimat vorerst den Rücken, ziehen zuerst nach Genua, dann nach Mailand. Die kleine Tochter Felicita wächst im Norden Italiens auf, so sehr sich die Ester bemüht die Stigmata ihrer Herkunft nicht zu zeigen, leidet die Familie unter der Trennung von ihrer Herkunft. So ziehen sie wieder zurück. Auch in dem sardischen Dorf bleibt Felicita eine Außenseiterin. Doch der adlige Sisterne beginnt eine Affäre mit ihr. Aus dieser Affäre entsteht ein Kind. Obwohl Sisterne Felicita aus Pflichtgefühl heiraten möchte, wählt Felicita ihren eigenen Weg, gegen die Zwänge der Gesellschaft. Alleine zieht sie in die Stadt, bekommt ihr Kind, findet ihren Weg und verhält sich dabei vollkommen anders, als ihre Umgebung es gewöhnt ist. Milena Agus zeichnet ein Familienportrait einer scheinbar normalen sardischen Familie, die durch verschiedene Erlebnisse zahlreiche Schicksalsschläge verkraften muss. Vor allem Felicita, ein Sonderling, ist sich ihrer Rolle bewusst, bricht aus den normalen Zwängen aus, um sich ihren eigenen Weg zu bahnen. Vorurteilsfrei begegnet sie neuen Menschen und baut so ein Leben für sich und ihren kleinen Sohn aus. Als dieser erwachsen wird, scheint sich die Geschichte zu wiederholen. Während die Geschichte von Felicitas Familie erzählt wird, fließen zahlreiche geschichtliche Ereignisse und Bemerkungen in den Roman ein. Diese befinden sich durchgehend auf einer impliziten Ebene und werden nicht näher thematisiert. Obwohl wir viel von Felicita und ihren Lebensumständen erfahren, wurde ich mit ihrem Charakter nicht warm,. Wie in der Lebensrealität des Romans entzieht sie sich dem Lesenden.
Beschreibung
Wie wird man glücklich in einer Welt, die nicht perfekt ist?
Als Ester noch in Genua lebte, sehnte sie sich nach Sardinien zurück. Nach der wilden, steinigen Landschaft und dem ursprünglichen Leben im Dorf. Nun ist sie zurück in ihrer Heimat, doch die Sehnsucht ist geblieben. Ihrer Tochter Felicita soll es da besser ergehen – und tatsächlich findet sie ihr Glück. Im bunten Hafenviertel von Cagliari fertigt sie Schmuck aus Weggeworfenen und zieht ihren Sohn Gregorio groß – dem das Leben seiner Mutter bald zu eng wird.
Poetisch und berührend erzählt Milena Agus von drei Generationen einer sardischen Familie und davon, dass wir alle Voraussetzungen für ein erfülltes Leben in uns tragen.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Milena Agus wurde 1959 als Kind sardischer Eltern in Genua geboren. Heute lebt sie in Cagliari auf Sardinien. Ihr Weltbestseller ›Die Frau im Mond‹ (2007) wurde 2016 mit Marion Cotillard verfilmt.
Beiträge
“Wie wird man glücklich in einer Welt, die nicht perfekt ist?” - diese Frage stellen sich die Protagonisten des Romans „Eine fast perfekte Welt“ (Original: „Terre Promesse“) der sardischen Autorin Milena Argus. Da ist Ester, die sich, nachdem sie mit ihrem Mann aufs Festland gezogen ist, nach ihrer Heimat Sardinien zurücksehnt. Alles erscheint ihr dort besser gewesen zu sein. Doch als sie schließlich zurückkehrt, vergeht die Sehnsucht nicht. Sie träumt weiter von einem Ort, an dem sie glücklich wird. Ihre Tochter Felicita scheint das Glück gefunden zu haben. Sie liebt ihre Heimat und überhaupt nimmt sie das Leben und die Welt, wie sie ihr gerade begegnen. Während sich die Mutter sehnt nach Perfektion, lebt die Tochter im Augenblick. Ihr eigener Sohn Gregorio hingegen scheint nicht hineinzupassen in die Welt voller Momentaufnahmen und Sekundenglück der Mutter. Es zieht ihn nach New York, wo er sich eine Karriere als Jazz-Musiker erhofft. Doch wird er, dort angekommen, sein Glück finden? Zunächst war ich ein bisschen skeptisch, wie ein Drei-Generationen-Roman auf 200 Seiten erzählt werden soll. Was das betrifft hat Milena Agus hat mich allerdings überzeugt. Kurz und prägnant und dennoch poetisch schafft sie eine gewisse Tiefe. Ihr Schreibstil ist angenehm zu lesen und atmosphärisch. Leider aber schlägt sie im letzten Drittel einen seltsam philosophischen, beinahe predigenden Ton an, der nicht zur bisherigen Erzählung passt. Schade, denn dadurch verlor der Roman meiner Meinung nach seinen Charme.
Mehrfacher Ausbruch aus der Familie In Sardinien wird Ester an Raffaele versprochen, doch aus dem Krieg kehrt ein ganz anderer Mann wieder, als sie ihn kennenlernte. Dennoch heiraten die beiden. Mit der Hochzeit kehren sie auch ihrer Heimat vorerst den Rücken, ziehen zuerst nach Genua, dann nach Mailand. Die kleine Tochter Felicita wächst im Norden Italiens auf, so sehr sich die Ester bemüht die Stigmata ihrer Herkunft nicht zu zeigen, leidet die Familie unter der Trennung von ihrer Herkunft. So ziehen sie wieder zurück. Auch in dem sardischen Dorf bleibt Felicita eine Außenseiterin. Doch der adlige Sisterne beginnt eine Affäre mit ihr. Aus dieser Affäre entsteht ein Kind. Obwohl Sisterne Felicita aus Pflichtgefühl heiraten möchte, wählt Felicita ihren eigenen Weg, gegen die Zwänge der Gesellschaft. Alleine zieht sie in die Stadt, bekommt ihr Kind, findet ihren Weg und verhält sich dabei vollkommen anders, als ihre Umgebung es gewöhnt ist. Milena Agus zeichnet ein Familienportrait einer scheinbar normalen sardischen Familie, die durch verschiedene Erlebnisse zahlreiche Schicksalsschläge verkraften muss. Vor allem Felicita, ein Sonderling, ist sich ihrer Rolle bewusst, bricht aus den normalen Zwängen aus, um sich ihren eigenen Weg zu bahnen. Vorurteilsfrei begegnet sie neuen Menschen und baut so ein Leben für sich und ihren kleinen Sohn aus. Als dieser erwachsen wird, scheint sich die Geschichte zu wiederholen. Während die Geschichte von Felicitas Familie erzählt wird, fließen zahlreiche geschichtliche Ereignisse und Bemerkungen in den Roman ein. Diese befinden sich durchgehend auf einer impliziten Ebene und werden nicht näher thematisiert. Obwohl wir viel von Felicita und ihren Lebensumständen erfahren, wurde ich mit ihrem Charakter nicht warm,. Wie in der Lebensrealität des Romans entzieht sie sich dem Lesenden.






