Romane

Ein Kriegsende

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Über das Buch

"Ich gestehe, ich brauche Geschichten, um die Welt zu verstehen." Die Vielfalt der Themen und die Entwicklung eines unvergleichlichen Stils treten in den Erzählungen von Siegfried Lenz deutlich hervor. Brillant verdichtet er auf engstem Raum und mit außerordentlicher Intensität Situationen und die Gefühlswelten seiner Figuren. In der Tradition der deutschen Novelle, der russischen Erzählung und der angelsächsischen Kurzgeschichte stehend, hat Siegfried Lenz die kurze Form zu einer in der Gegenwartsliteratur beispielhaften Meisterschaft geführt. "Lenz schreibt unglaubliche und letztlich, da mit künstlerischen Mitteln beglaubigt, doch glaubhafte Erzählungen; sie mögen einem bisweilen unwahrscheinlich vorkommen, aber sie sind immer wahr." Marcel Reich-Ranicki Diese eBook-Ausgabe wird durch zusätzliches Material zu Leben und Werk Siegfried Lenz ergänzt.

Editionen (6)

ISBN9783455811438
VerlagHoffmann und Campe
Erscheinungsdatum08.03.13
Seitenzahl30

Rezensionen & Bewertungen

6 Bewertungen

3 Rezensionen

2,8

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  • lisamariefr
    lisamariefr

    6 Follower

    5,0

    Eine sehr lesenswerte, kurzweilige Geschichte, die den Leser in die Kriegsmarine am Ende des Zweiten Weltkrieges entführt. Ich war von der ersten Seite an gefesselt, da es dem Autor unfassbar gut gelingt, die Wirren, sowie die inneren und äußeren Konflikte der letzten Tage einzufangen und dabei schonungslose Kritik an der Militärjustiz jener Zeit übt. Zeitgleich ruft er dem eine fast vergessene wahre Begebenheit ins Gedächtnis und lädt somit dazu sein, sich mehr mit der Thematik auseinander zu setzen.

    1. Juni 2023

  • fabibi
    fabibi

    3 Follower

    3,0

    Interessante, schön geschriebene Geschichten. Aufgrund der kurze fehlt mir allerdings bei beiden etwas die Tiefe.

    12. Nov. 2024

  • psor
    psor

    5 Follower

    Hach ja, der alte Konflikt zwischen Pflichterfüllung und Moral/Vernunft. Gespiegelt im Konflikt beim Lesen, Mitgefühl für die Protagonisten zu entwickeln und „IHR SEID NAZIS, was habt ihr denn erwartet?“ zu rufen

    23. Feb. 2024

Autorin / Autor

Über Siegfried Lenz

Siegfried Lenz, 1926 im ostpreußischen Lyck geboren, gestorben 2014 in Hamburg, zählt zu den bedeutendsten Schriftstellern der deutschsprachigen Nachkriegs- und Gegenwartsliteratur. Seit seinem Debütroman Es waren Habichte in der Luft von 1951 veröffentlichte er alle seine Romane, Erzählungen, Essays und Bühnenwerke im Hoffmann und Campe Verlag. Mit den masurischen Geschichten So zärtlich war Suleyken hatte er 1955 seinen ersten großen Erfolg, Sein Werk ist geprägt von der Auseinandersetzung mit gesellschaftskritischen Problemen (z. B. Der Mann im Strom, 1957, oder Brot und Spiele, 1959) und mit dem Nationalsozialismus bzw. seiner Aufarbeitung. Zu Lenz’ größtem Erfolg wurde der 1968 erschienene Roman Deutschstunde. Bis heute ist die Geschichte eines Polizisten, der im Nationalsozialismus das Malverbot seines Freundes überwacht, eine bestechende Entlarvung eines pervertierten Pflichtgefühls. Das Buch wurde verfilmt, avancierte zur Pflichtlektüre an Schulen und war international ein großer Erfolg. Der Deutschstunde folgten viele weitere große Romane (Das Vorbild, 1973, Heimatmuseum, 1978, Der Verlust, 1981, Exerzierplatz, 1985, Die Auflehnung, 1994, Landesbühne, 2009), welche Siegfried Lenz neben Schriftstellern wie Heinrich Böll, Günter Grass oder Martin Walser zu einem der wichtigsten deutschen Gegenwartsautoren machte. Sein zweiter Roman Der Überläufer erschien postum im Jahr 2016 und wurde ein großer Erfolg. Für seine Bücher wurde er mit zahlreichen bedeutenden Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Goethepreis der Stadt Frankfurt am Main, dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, dem Gerhart-Hauptmann-Preis, dem Thomas-Mann-Preis und dem Lew-Kopelew-Preis für Frieden und Menschenrechte 2009.

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