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3,5 Sterne (Tendenz zu 4, wenn man einfach nur unterhalten werden will)
Das war eines dieser Bücher, das gefühlt ewig auf meiner Liste stand, während ich geduldig auf die Übersetzung gewartet habe. Der Klappentext klang vielversprechend, die Grundidee war es auch – nur leider bleibt die Umsetzung für mich eher an der Oberfläche. Im Mittelpunkt steht Sidney, eine ehrgeizige Studentin mit klaren Zielen und einem durchdachten Plan für ihre Zukunft in der Politik. Um sich nicht ablenken zu lassen, hat sie sich fünf Regeln für den Umgang mit Männern aufgestellt. Und wie wir alle wissen: Regeln in Romance-Büchern existieren in erster Linie, um gebrochen zu werden. Auftritt Jax. Charmant, selbstbewusst, Eishockeyspieler – also genau die Kategorie Mann, die Sidney laut eigener Regel unbedingt meiden sollte. Die Anziehung zwischen den beiden ist sofort da… und hält genau so lange, bis Sidney erfährt, dass er aufs Eis gehört. Ab da wird aus „interessant“ erstmal ein klares „nein“. Zumindest in der Theorie. Natürlich treffen die beiden sich wieder – im selben Kurs, nebeneinander sitzend, weil das Universum offensichtlich beschlossen hat, Sidney maximal herauszufordern. Da es in diesem Kurs um ein wichtiges Empfehlungsschreiben geht und der Stoff alles andere als leicht ist, braucht Sidney Unterstützung. Und Jax ist nicht nur gut aussehend, sondern leider auch noch kompetent. Wirklich tragisch. Was folgt, sind Nachhilfesessions, die ungefähr so akademisch bleiben, wie man es erwarten würde. Die Anziehung wächst, die Regeln bröckeln und Jax macht sich sichtlich zur Aufgabe, jede einzelne davon zu brechen – natürlich völlig uneigennützig. Das eigentliche Problem liegt jedoch woanders: Die Beziehung der beiden steht von Anfang an unter Zeitdruck. Nach dem Studium gehen ihre Wege auseinander – Boston trifft auf Ottawa – und Sidney hält stur an ihrer wichtigsten Regel fest: keine Beziehungen. Und sie hält daran fest. Wirklich. Immer wieder. So oft, dass man es irgendwann selbst verinnerlicht hat. Ein Großteil der Geschichte dreht sich daher um verpasste Chancen, innere Blockaden und das fehlende Vertrauen, das Sidney gegenüber Sportlern hat – geprägt durch ihren Vater, der als Coach nie wirklich für sie da war. Das ist grundsätzlich ein spannender Ansatz, wird aber meiner Meinung nach nicht so tief ausgearbeitet, wie es möglich gewesen wäre. Und genau da liegt für mich der Knackpunkt. Die Geschichte liest sich gut, flüssig und unterhaltsam, aber sie bleibt an vielen Stellen eher oberflächlich. Es gibt Ansätze für mehr Tiefe, mehr Emotion, mehr Entwicklung – sie werden nur nicht konsequent genutzt. Dadurch bleibt das Buch zwar angenehm zu lesen, aber auch nicht wirklich im Gedächtnis. Es ist eine klassische Sports Romance, die genau das liefert, was man erwartet – nur eben ohne den emotionalen Tiefgang, der sie wirklich besonders gemacht hätte.
13. Apr. 2026
3,5 Sterne (Tendenz zu 4, wenn man einfach nur unterhalten werden will)
Das war eines dieser Bücher, das gefühlt ewig auf meiner Liste stand, während ich geduldig auf die Übersetzung gewartet habe. Der Klappentext klang vielversprechend, die Grundidee war es auch – nur leider bleibt die Umsetzung für mich eher an der Oberfläche. Im Mittelpunkt steht Sidney, eine ehrgeizige Studentin mit klaren Zielen und einem durchdachten Plan für ihre Zukunft in der Politik. Um sich nicht ablenken zu lassen, hat sie sich fünf Regeln für den Umgang mit Männern aufgestellt. Und wie wir alle wissen: Regeln in Romance-Büchern existieren in erster Linie, um gebrochen zu werden. Auftritt Jax. Charmant, selbstbewusst, Eishockeyspieler – also genau die Kategorie Mann, die Sidney laut eigener Regel unbedingt meiden sollte. Die Anziehung zwischen den beiden ist sofort da… und hält genau so lange, bis Sidney erfährt, dass er aufs Eis gehört. Ab da wird aus „interessant“ erstmal ein klares „nein“. Zumindest in der Theorie. Natürlich treffen die beiden sich wieder – im selben Kurs, nebeneinander sitzend, weil das Universum offensichtlich beschlossen hat, Sidney maximal herauszufordern. Da es in diesem Kurs um ein wichtiges Empfehlungsschreiben geht und der Stoff alles andere als leicht ist, braucht Sidney Unterstützung. Und Jax ist nicht nur gut aussehend, sondern leider auch noch kompetent. Wirklich tragisch. Was folgt, sind Nachhilfesessions, die ungefähr so akademisch bleiben, wie man es erwarten würde. Die Anziehung wächst, die Regeln bröckeln und Jax macht sich sichtlich zur Aufgabe, jede einzelne davon zu brechen – natürlich völlig uneigennützig. Das eigentliche Problem liegt jedoch woanders: Die Beziehung der beiden steht von Anfang an unter Zeitdruck. Nach dem Studium gehen ihre Wege auseinander – Boston trifft auf Ottawa – und Sidney hält stur an ihrer wichtigsten Regel fest: keine Beziehungen. Und sie hält daran fest. Wirklich. Immer wieder. So oft, dass man es irgendwann selbst verinnerlicht hat. Ein Großteil der Geschichte dreht sich daher um verpasste Chancen, innere Blockaden und das fehlende Vertrauen, das Sidney gegenüber Sportlern hat – geprägt durch ihren Vater, der als Coach nie wirklich für sie da war. Das ist grundsätzlich ein spannender Ansatz, wird aber meiner Meinung nach nicht so tief ausgearbeitet, wie es möglich gewesen wäre. Und genau da liegt für mich der Knackpunkt. Die Geschichte liest sich gut, flüssig und unterhaltsam, aber sie bleibt an vielen Stellen eher oberflächlich. Es gibt Ansätze für mehr Tiefe, mehr Emotion, mehr Entwicklung – sie werden nur nicht konsequent genutzt. Dadurch bleibt das Buch zwar angenehm zu lesen, aber auch nicht wirklich im Gedächtnis. Es ist eine klassische Sports Romance, die genau das liefert, was man erwartet – nur eben ohne den emotionalen Tiefgang, der sie wirklich besonders gemacht hätte.
13. Apr. 2026









