Die Sphäre: Hard Science Fiction

Die Sphäre: Hard Science Fiction

Taschenbuch
4.011

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Buchinformationen

Haupt-Genre
N/A
Sub-Genre
N/A
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
484
Preis
N/A

Beiträge

3
Alle
4

Ein Blick in die Zukunft: Faszination und Furcht in Tom van Allens ‘Die Sphäre

- Rezensionsexemplar - Der Roman beginnt behutsam und langsam, doch gerade dieser sanfte Einstieg zieht den Leser in eine faszinierende Welt. Die verschiedenen Perspektiven verleihen der Geschichte eine besondere Tiefe und Spannung. Die Charaktere sind detailreich und lebendig gestaltet, weit entfernt von bloßen Stereotypen. Besonders beeindruckend fand ich die gelungene Mischung aus Sci-Fi und Thriller-Elementen. Man konnte sich regelrecht vorstellen, dass diese Erzählung einen möglichen Blick in unsere Zukunft bietet. Tom van Allen versteht es meisterhaft, technische Erklärungen in die Handlung einzuflechten, ohne seine Leser zu belehren. Immer wieder erwischte ich mich dabei, wie ich das Konzept des Biocontrollings faszinierend fand, nur um ein paar Seiten später meine Meinung zu ändern und seine Schattenseiten zu fürchten. Diese ambivalenten Gefühle machen das Buch zu einem intensiven Leseerlebnis.

4.5

Toller Mix aus Science Fiction und Krimi 🙌

Rezensionsexemplar Story: Wir folgen hauptsächlich dem Ehepaar Ed und Kumiko und der UN-Ermittlerin Amanda wie sie aus unterschiedlichen Gründen auf der Raumstation Helios eintreffen und diese und einige ihrer Einwohner kennen lernen. Wo Menschen sind, ist natürlich auch Machtgier und Neid und Überheblichkeit nicht weit und schon bald befinden sich die drei in einem Netz aus politischem Ränkeschmieden und Geheimnissen und versuchen die entstandenen Rätsel zu lösen. Meine Meinung: Ein weiterer Ausflug in das Genre der Science Fiction und wieder habe ich dabei wohl Glück gehabt. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich finde diesen Mix aus Wissenschaft, Technik und Ermittlungsarbeit recht ansprechend und bin der Story daher gerne gefolgt. Die Charaktere sind auch glaubwürdig gebildet. Wegen mir hätte aber ein Intermezzo (kein Spice) nicht unbedingt stattfinden müssen. Das hätte man anders lösen können. Die Story ist auch so spannend, dass bei Langeweile aufkommt und ein „Lesedruck“ entsteht, da man wissen möchte, wie es weiter geht. Dem Autor ist es sehr gut gelungen die teilweise sehr technischen Erläuterungen an den Leser zu bringen ohne, dass sich dieser dumm fühlen muss. Es werden nämlich regelmäßig Charaktere in dem Buch „aufgeschlaut“, so dass man als nicht wissender Leser einfach auch mit aufgeschlaut wird. Auch die politischen Gerangel sind sehr glaubhaft und gut dargestellt. Die Vision des Autors erscheint meiner Meinung nach relativ realistisch. Kritikpunkte die ich persönlich habe sind eben dieses eine „Intermezzo“ und dann auch ein paar Rechtschreibfehler, die wohl durchgerutscht sind. Auch die „Freundschaft“ ist für mich ein wenig schnell entstanden, da hätte man vielleicht noch ein weniger mehr darüber schreiben können, vielleicht noch mehrerer Spieleabende oder so, aber da ich nicht weiß, wie die Definition von Freundschaft in der Zukunft sein wird, spielt das nicht in meine Bewertung rein. Fazit: Man merkt, dass der Autor viel Arbeit in Recherche und in sein Buch an sich gesteckt hat. Wer gerne mal einen Ausflug ins Weltall und in das Genre der Science Fiction wagen möchte und gerne Krimis liest, dem kann ich das Buch wärmstens empfehlen. Und allen anderen auch. 4,5 Sterne von mir. Wenn ich auf ganze Punkte runter muss, dann sind es „nur“ 4 Sterne.

5

Ein großartiger Weltraum-Krimi mit überraschenden Wendungen!

Was würdest du tun, wenn mysteriöse Zwischenfälle auf einer Raumstation passieren und du nicht entkommen kannst? Helios ist eine gigantische Raumstation bestehend aus neun Zylindern (genannt Sphären), die den Zwergplaneten Ceres umkreist. Jede Sphäre beheimatet eine riesige Biosphären und bietet mehreren tausend Menschen ein Zuhause. Die Sphären werden jeweils von den größten Mächten der Erde verwaltet. Außer Sphäre 1, welche von einem Zusammenschluss der größten Unternehmen, der transhumanistiachen Allianz, gebaut wurde. Nach einem Mord in einer der Sphären reist Ermittlerin Amanda Hamilton nach Helios und soll diesen Mord aufklären. Auf ihrer Reise trifft sie auf das Ehepaar Heller, ein Schriftsteller und eine Biologin, die sie tatkräftig bei ihren Ermittlungen unterstützt. Allerdings ist der Mord nicht die einzige Ungereimtheit auf Helios. Mysteriöse Unfälle in der Vergangenheit und der Gegenwart scheinen mit all dem zusammenzuhängen. Und ausgerechnet jetzt steht der 200. Jahrestag von Helios bevor... Dieser Krimi im Weltraum von Tom van Allen konnte mich sehr begeistern. Vor allem die Auflösung am Ende habe ich nicht kommen sehen. Im Laufe des Buches kommen immer wieder neue Ungereimtheiten hinzu. Diese werden zum Teil auch durch neue Erzählperspektiven eingeführt. Trotz der vielen Perspektiven und den vielen Fragezeichen, wurde die Handlung allerdings zu keiner Zeit unübersichtlich. Die Idee, dass jede der Sphären von einer anderen Großmacht verwaltet wird, hat mir sehr gut gefallen. Das daraus resultierende Konfliktpotential hat der Autor meiner Meinung nach sehr gut ausgeschöpft. Der Roman ist als Hard Science-Fiction eingeordnet. Dementsprechend gibt es einige technische Details, vor allem zur Raumstation und den Begebenheiten im Weltraum. Allerdings stehen diese Fakten nie zu sehr im Mittelpunkt. Ich persönlich lese Hard Science-Fiction sehr gerne (und mochte daher das Nachwort über die im Buch beschriebenen Technologien und Forschungen sehr gerne), aber ich kann dieses Buch auch weniger Technikbegeisterten weiterempfehlen. Wer also gerne Krimis und Thriller liest, sollte einem Krimi in diesem besonderen Setting unbedingt eine Chance geben.

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