Die Polizeipsychologin - Im Dunkel der Stadt: Kriminalroman | Die Polizeipsychologin 1: Ein Frauenmörder schlägt im Danzig der 20er Jahre zu

Die Polizeipsychologin - Im Dunkel der Stadt: Kriminalroman | Die Polizeipsychologin 1: Ein Frauenmörder schlägt im Danzig der 20er Jahre zu

E-Book
2.64

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Buchinformationen

Haupt-Genre
N/A
Sub-Genre
N/A
Format
E-Book
Seitenzahl
292
Preis
1.99 €

Beiträge

1
Alle
3

Die Polizeipsychologin von Martina Bick

Die Ärztin Nina Norge zieht 1927 nach einem Schicksalsschlag nach Danzig zu ihrem Onkel, der dort praktizierender Arzt ist. Zuvor war sie bei Sigmund Freud in die Lehre gegangen, weswegen sie sich der neuaufgekommenen Psychoanalyse verschrieben hat und die sie mitunter in ihre Behandlungen mit einbezieht. Nach einem Todesfall trifft sie auf den Berliner Kommissar Peter Jordan, der in Danzig eine Mordkommission aufbauen soll. Sie agieren zusammen und lösen den Fall um das getötete Hausmädchen Greta. Grundsätzlich fand ich es spannend, in die frühen Ermittlungsmethoden der Kriminalistik einzutauchen und gerade der Aspekt der jungen Wissenschaft der Psychoanalyse fand ich sehr spannend. Und doch bleiben die Charaktere seltsam farblos. Das ständigen Deuten von Träumen, als Grundlage für das Herausarbeiten eines Charakters und als Überwindung einer Depression fand ich persönlich sehr skurril, aber ich denke, dass der Ansatz damals eben so war und man es nicht besser wusste. Auch politische Themen spielen eine zentrale Rolle, die mich aber eher weniger interessiert haben. Schade fand ich, dass man den wirklichen Mörder erst ganz zum Schluss auf die Schliche gekommen ist und das, obwohl Fragen in die Richtung schon hätten vorher kommen müssen. Den beiden fällt erst ein, dass noch jemand anderes Greta getötet haben könnte, als Nina im Brustton der Überzeugung sagt, dass die verdächtigen Personen nicht schuldig sein können, weil die Träume der Personen sonst andere wären. Ja nun. Verschenktes Potential an der Stelle. Den Dialog an der Stelle darf man sich so vorstellen: „Sie sind unschuldig, ich weiß es, ihre Träume haben es mir gesagt.“ „Gut, aber wer ist dann der Mörder?“ „Gute Frage.“ „Es könnte … sein, immerhin wäre es machbar gewesen, sein Alibi ist sehr lückenhaft.“ „Stimmt. Gehen wir ihn fragen.“ Und dann löst sich der Fall in Wohlgefallen auf, der Täter gesteht. Warum haben sie diese Fragen nicht schon zu Beginn der Ermittlungen gestellt? Es war naheliegend das zu überprüfen, auch mit den damaligen Methoden schon. Danzig als Stadt fand ich schon sehr interessant, jedoch haben mich die vielen sehr detaillierten Ortsbeschreibungen nicht abgeholt, sie waren mir zu viel. Jemand der Danzig kennt, dürfte sich aber daran erfreut haben. Ebenfalls fand ich es schade, dass man Nina unbedingt einen Mann zur Seite stellen muss, obwohl sie als starke Frauenfigur eingeführt wurde. Sie hat sich durch ein männerdominiertes Studium gekämpft, sich einer neuen Wissenschaft verschrieben und sagt selbst über sich, dass sie keinen Mann möchte, weil sie gerne arbeitet und das damals typische Rollenbild nicht ausfüllen möchte. Allein, dass Peter innerhalb weniger Tage der Meinung ist, sie heiraten zu wollen, obwohl sie sich nur ein paar Mal getroffen haben, fand ich ein wenig drüber. Der letzte Punkt, der mich ein wenig geärgert hat war, dass man als Leser nicht erfährt, wie es mit Almut und Charlotte weitergeht. Das Buch endet sehr abrupt und soweit ich den Beschreibungen von Teil 2 entnehmen kann, vergehen ein paar Jahre und im nächsten Band befindet man sich schon in den 30ern. Ob ich diesen lesen werde, weiß ich noch nicht, aktuell reizt es mich nicht. Daher nur 3 Sterne.

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