Die Perlentaucherin

Die Perlentaucherin

Hardcover
3.88
HistorischHansen-Krankheit, JapanKrankheit

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Beschreibung

In der Seto-Inlandsee nach Perlen tauchen, eins mit dem Meer sein - das ist der Lebenstraum einer jungen Japanerin. Doch schon mit 19 wird sie auf eine kleine Insel verbannt, weil sie die Hansen-Krankheit hat, auch Lepra genannt, und verbringt dort mit vielen anderen Leidensgenossen fast ihr ganzes Leben. Ein berührendes, überzeugendes Romandebüt, das die innere Kraft des Menschen erkundet. Ihr Name wird aus dem Familienregister gestrichen, sie erhält die Nummer 2645 und die Anweisung, sich einen neuen Namen zu suchen. Von jetzt an bis zum Ende ihres Lebens wird sie Fräulein Fuji heißen, nach dem Berg, den sie einst mit ihrem Onkel bestieg. Obwohl schon bald ein Heilmittel gegen Lepra gefunden wird und ihre Krankheit nicht weiter voranschreitet, darf sie die Insel nicht verlassen. Doch sie findet ihren Platz in der durch grausamen Zufall zusammengewürfelten Gemeinschaft - darunter eine koreanische Geschichtenerzählerin, ein Schriftsteller, ein Gärtner, ein Urnenmaler, ein Tanka-Dichter - und schöpft innere Ruhe und Kraft aus der Zwiesprache mit dem Meer. In verhaltener, lyrischer Prosa erzählt der in Japan lebende Autor, ausgehend von historischen Fakten, eine erschütternde Geschichte von Krankheit und Ausgestoßensein, von Unterdrückung und Sehnsucht nach Freiheit, von Menschenwürde und Mut. "Ein grandioses Debüt. Diese Geschichte braucht nicht viele Worte, und doch kocht sie unterschwellig vor Empörung, nicht nur über die grausigen Unterschiede, die in einer angeblich auf Gleichheit beruhenden Gesellschaft gemacht werden, sondern auch über den nahezu universellen Urinstinkt, Kranken und Ausgestoßenen alles zu rauben, was sie zu Menschen macht. Ein bewegender Roman über die Würde des Menschen - und wie sie unter unvorstellbaren Bedingungen besteht." Los Angeles Weekly "Eine Meditation über Duldsamkeit und gesellschaftlich sanktionierte Grausamkeit. Ein stiller Triumph." Chicago Tribune "Ein seltenes, lyrisches Kleinod. elegant und erschreckend zugleich, ein filigranes Gebilde, das dem Schmerz und dem Kampf gegen Gefühllosigkeit abgetrotzt ist. Dieses Buch ist wunderschön, keine Frage. Auf historischen Fakten basierend, liefert Talarigos Roman ein neues Kapitel in der Geschichte der Unversöhnlichkeit und Grausamkeit des Menschen, aber mit Fräulein Fuji hat er uns eine wahre Heldin gegeben, die es mit diesen Ungeheuern aufnimmt." Minneapolis Star-Tribune

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
N/A
Format
Hardcover
Seitenzahl
240
Preis
20.50 €

Beiträge

3
Alle
3

Schnell zu lesen

Das Buch war schnell zu lesen, aber ich muss auch sagen, dass es nicht die interessanteste Geschichte war. An der Geschichte ist etwas Wahres dran und es ist auch interessant zu sehen, wie sich die Leute so isoliert fühlen. Dennoch war es für mich persönlich nicht, mein Geschmack. Was aber nicht bedeuten soll, dass das Buch nicht gut ist. Für Leute, die gerne in diesem Genre lesen, kann es schon ganz interessant sein.

4

Einer der Gründe, warum ich gerne lese: Ich lerne Neues. So wie bei dieser Geschichte. Auch wenn mir aufgrund des Schreibstils und der Erzählweise die Figuren fremd geblieben sind und es manchmal etwas zäh zu lesen war, ist das Thema unglaublich interessant. Ich habe von den Leprakolonien in Japan rein gar nichts gewusst. Nichts von der diskriminierenden Behandlung der Erkrankten, nicht von dem Leid und überhaupt generell wenig von der Krankheit. Das hat sich jetzt geändert. Ich bin froh, diese Wissenslücke geschlossen zu haben. Und vielleicht trägt dieses Buch auch zur Akzeptanz, Information und Wiedergutmachung bei.

4

Ein sehr bewegendes und den Kopf anregendes Buch, das viel zu lange auf dem SUB lag..

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