Blick ins Buch

Historische Romane

Die Hebamme

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Über das Buch

Die Kunst der Hebamme, Leben zu schenken, ist so alt wie die Welt - bis die Geburtshilfe Sache der Ärzte wird Professor Kilian übernimmt die Leitung der Marburger Gebäranstalt "Haus am Grün" zu einer Zeit, als der seit Menschengedenken hoch geschätzte Beruf der Hebamme in Verruf gerät. Wie auch seine Kollegen in anderen Universitätsstädten bezeichnet Kilian das traditionelle Wissen der erfahrenen Frauen als Pfuscherei und bietet den unehelich Schwangeren in seinem Haus Zuflucht und ärztliche Betreuung an. Mit Schrecken muss die Hebammenschülerin Gesa erleben, wie die Gebärenden mit neuen medizinischen Werkzeugen im Hörsaal traktiert werden. Auch der junge Arzt Clemens Heuser findet die menschenverachtenden Behandlungen unerträglich, doch was können er und Gesa gegen den anerkannten Professor ausrichten? Um die wissenschaftliche Geburtshilfe voranzutreiben, wendet sich Kilian an die in Marburg angesehene Hebamme Elgin. Doch diese lässt sich nicht für seine Ziele einnehmen. Ihr Drang nach Unabhängigkeit hat für die selbstbewusste Hebamme verhängnisvolle Konsequenzen.

Editionen (3)

ISBN9783453265233
VerlagDiana
Erscheinungsdatum12.10.05
Seitenzahl416

Rezensionen & Bewertungen

11 Bewertungen

4 Rezensionen

3,7

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  • leseeule95
    leseeule95

    205 Follower

    4,0

    Ich mag dieses Buch sehr sehr gerne aber ich finde es echt ein bisschen schade das es teilweise eine ganz andere Handlung hat als im Film. Das ist für mich achon ein kleines Manko nichts desto trotz ist es gut geschrieben und spannend.

    17. Mai 2025

  • booklover.demian
    booklover.demian

    193 Follower

    3,0

    Interessante Schauplätze, spielt im 18. Jahrhundert. Gibt leider eher selten Anlass zum weiterlesen, etwas monoton. Tolle Einsichten in die Hebammen -Kunst früherer Zeiten.

    23. Dez. 2023

  • keksisbaby
    keksisbaby

    97 Follower

    4,0

    Über Jahrhunderte lag die Betreuung von werdenden Müttern und Gebärenden in den Händen der Frauen. Bis Männer der Medizin sich dem Thema widmeten und das Wissen der Geburtskunde für sich beanspruchten. Und dami das Leid und das Sterben begann. Die Hebamme Gesa Langwasser hat ihr Dorf verlassen, um einer neuen Verordnung zur Folge eine Prüfung abzulegen. Ins Gebärhaus zu Marburg kommen nur Frauen, die keinen anderen Ausweg mehr sehen. Ledige Mütter werden da unter menschenunwürdigen Umständen, Medizinstudenten als Forschungs- und Lehrobjekt vorgeführt. Auch Gesa Langwasser hat so ihre Probleme mit dem Treiben des Professors vor Ort, viel eher würde sie sich gern an, die in hohen Kreisen angesehene, Hebamme Elgin wenden, deren Vater sie wie einen Jungen in die Kunst der Medizin eingewiesen hat. Doch deren gesellschaftlicher Fall steht kurz bevor, durch die Affäre mit dem jungen Apothekerssohn, welche nicht ohne Folgen bleibt. In den Augen der Bürger hat sie sich schon viel zu lange über ihr Geschlecht erhoben und maßt sich Wissen an, das nur einem Mann zu Gesicht steht. Ein Buch über das Geburtswesen Ende des 18. Jahrhunderts. Die Männer schwingen sich auf die letzte Bastion der Heilkunde zu übernehmen, die noch in Frauenhand ist, die Geburt und trampeln dabei einfach über bestehendes Wissen hinweg um das Rad neu zu erfinden. Spannend an dem Buch war für mich der Einblick in die Medizingeschichte. Mich fasziniert dieses Thema. Mit der Hebamme Elgin hat die Autorin auch eine sehr emanzipierte Figur erschaffen, die den obersten Herren und Professoren der Stadt trotzt. Aber auch Gesa ist vorbildlich ungehorsam, wenn es um werdende Mütter geht. Einzig blieben mir die Charaktere des Buches fremd, denn der Schreibstil ist sehr nüchtern und distanziert. Zudem plätschert das Erzählen so daher und strebt nicht merklich einem Höhepunkt entgegen, von daher weist sie ein paar Längen auf. Die Geschichte ist aber sehr gut recherchiert und gewann für mich daher an Authentizität. Alles in allem war es interessant Einblicke in diesen Teil der Medizin zu bekommen, aber vom Hocker gerissen hat es mich nicht. Ich habe es nur gelesen, weil ich die Geschichte der Medizin spannend finde.

    20. Okt. 2022

3 von 4 Rezensionen

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