Die Harzreise

Die Harzreise

Taschenbuch
3.430

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Beschreibung

Heinrich Heines "Die Harzreise" ist weit mehr als ein Reisebericht: Das 1826 erschienene Prosastück verbindet topographische Beobachtung, autobiographische Selbstinszenierung, Naturlyrik und politische Satire zu einer frühen Meisterleistung der modernen Reiseliteratur. Ausgehend von Göttingen führt der Weg durch den Harz bis zum Brocken; doch die äußere Wanderung wird stets von Reflexionen über Wissenschaft, Philistertum, Romantik und gesellschaftliche Enge durchkreuzt. Heines Stil ist beweglich, ironisch und musikalisch, zugleich von romantischer Bildkraft und aufklärerischer Skepsis geprägt. Heinrich Heine, 1797 in Düsseldorf geboren und später zwischen jüdischer Herkunft, deutscher Bildungstradition und französischem Liberalismus stehend, schrieb aus der Perspektive eines scharfsinnigen Außenseiters. Seine Studienzeit in Göttingen, seine Erfahrung akademischer Pedanterie und sein Gespür für politische Restauration bilden den Hintergrund dieses Textes. "Die Harzreise" zeigt bereits jenen Ton, der Heines Werk berühmt machte: die Verbindung von Witz, Melancholie, Freiheitsdrang und intellektueller Provokation. Empfohlen sei dieses Buch allen Lesern, die klassische Literatur nicht als museales Erbe, sondern als lebendige Denkbewegung erfahren möchten. Wer Naturbeschreibung, Gesellschaftskritik und sprachliche Eleganz schätzt, findet hier einen Text von überraschender Frische. "Die Harzreise" eröffnet einen idealen Zugang zu Heines Werk und zur literarischen Moderne des 19. Jahrhunderts.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Ratgeber & Sachbücher
Sub-Genre
Reisen & Urlaub
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
48
Preis
8.30 €

Beiträge

5
Alle
4.5

Wundervolle kurzweilige Geschichte, sehr amüsante Dialoge und Erzählungen und das gepaart mit wunderschönen Naturbeschreibungen und einigen sehr schönen Gedichten. Die Schönheit von Wanderungen, der Natur und dem Harz im Speziellen schaffen Lust zum Aufbruch.

4.5

„Auf die Berge will ich steigen“

„Wenn frohe Jugend und schöne Natur zusammenkommen, so freuen sie sich wechselseitig.“ Ich muss sagen, ich bin sehr überrascht, wie sehr mir dieser Reisebericht gefallen hat. Dass Heine schreiben kann, ist mir schon untergekommen. Aber, dass er so gut schreibt, damit habe ich nicht gerechnet. Ich muss einmal kurz flexen, wie gut ich den Lesezeitpunkt gesetzt habe. Ich bin grade das erste Mal im Harz und Heine hat diesen Text vor genau 200 Jahren veröffentlicht (auch wenn die Reise 1824 war. Egal). Deshalb wollte ich es auch lesen, hatte aber keine hohen Erwartungen. Was ich jedoch geboten bekommen habe, war pure Schreibkunst. Heine war ein unglaublich guter Beobachter. Er hat seine Umgebung und die damalige Zeit so messerscharf erfasst und niedergeschrieben, ich war hin und weg. Ich habe sogar oftmals laut aufgelacht. Ich habe in letzter Zeit einen Podcast über die Entstehung der Sprache gehört und da wurde die Beobachtung geteilt, dass früher schöner geschrieben wurde. Und danach diesem Buch kann ich das vollends unterschreiben. Dieses Buch hat natürlich grade einen besonderen Zauber, da ich auf seinen Spuren wandel. Ich weiß nicht, ob es mich zuhause auch so gecatcht hätte. Also mein Tipp an alle: macht euch ein schönes Wochenende im Harz, schnürt eure Wanderstiefel, packt euch Heine ein und genießt seine Worte, während ihr euren Blick über diese schöne, wenn auch teils karge Natur schweifen lasst. Ein wirklich schöner Reisebericht und ein wunderbares Dokument seiner Zeit. Die tollen Beobachtungen wechseln sich immer wieder mit Gedichten von Heine ab, was für mich das i-Tüpfelchen an diesem Buch war. Zum Schluss noch mein Lieblingszitat aus diesem Buch. Heine zu den von ihm entdeckten Hirschen: „Wenn ich solch ein liebes, edles Tier sehe, so kann ich nicht begreifen, wie gebildete Leute Vergnüge daran finden, es zu hetzen und zu töten.“ Den halben Stern ziehe ich nur ab, weil ab und zu Anspielungen kamen, die ich nicht verstehe und die mich dann etwas rausgebracht haben.

„Auf die Berge will ich steigen“
4.5

saugeil

super viele pointen und anspielungen von denen ich trotz vereinzelter erklärungen in den anmerkungennur ein teil verstanden habe aber musste vor lauter sprachwitz oft schmunzeln, kichern, grinsen. die gedichte sind auch beeindruckend vor allem wenn heine ie wirklich auf lock beim durchqueren von nörten verfasst hat, konnte aber auch nicht mit allen was anfangen. insgesamt sehr schön wieviel einem so ein alter text noch geben kann, vor allem humoristisch.

3

Nach einem Besuch in Göttingen besonders wegen des berühmten despektierlichen Zitats gelesen. Nach diesem Höhepunkt gleich zu Beginn des Buchs brach der Spannunfsbogen natürlich etwas ab. Immer wieder witzige Passagen ließen mich aber durchhalten.

4

3,7 Sterne Ich hatte nicht erwartet, dass dieser Reisebericht so humorvoll ist. Heinrich Heine schreibt poetisch und gleichzeitig komisch, ich musste wirklich an einigen Stellen sehr lachen. Eine Schnullerbacke war Heine allerdings schon, er vergleicht so ziemlich alles (Berge, Blumen, ganze Landschaften) mit schönen Frauen und erzählt generell einige schöne Damen auf, denen er auf seiner Reise begegnet ist. Auf deren Schönheit singt er dann Loblieder, die etwas schmalzig, aber irgendwie auch wieder komisch sind. Abgesehen von den leicht schwülstigen Gedichten, war der poetische Schreibstil wunderschön, ebenso wie die Beschreibung von Land und Leuten. Es gab sogar eine Szene die fast schon etwas homoerotisch war. Ich mag Reiseberichte im Allgemeinen, Heine schreibt jedoch fast mehr über persönliche Erfahrungen in der Vergangenheit als über seine Reise. Insgesamt hat mir dieser Reisebericht jedoch sehr gut gefallen und wird nicht mein letztes Buch von Heine gewesen sein.

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