Die Galeere
von Ernst Weiß
Taschenbuch
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Beschreibung
Die Galeere ist Ernst Weiß' früher Roman einer modernen Unfreiheit: Menschen, die durch Herkunft, Beruf, Krankheit und Begehren aneinandergekettet sind, bewegen sich wie Ruderer auf einem Schiff, dessen Ziel sie nicht kennen. Weiß erzählt weniger handlungsprall als analytisch; sein Stil verbindet nervöse expressionistische Verdichtung mit klinischer Beobachtungsschärfe und moralischer Kälte. Im Kontext der österreichisch-prager Moderne steht das Buch neben Kafka und Brod: Es verwandelt soziale Wirklichkeit in ein Gleichnis von Schuld, Zwang und innerer Gefangenschaft. Ernst Weiß, 1882 in Brünn geboren, war ausgebildeter Arzt, arbeitete in der Chirurgie und als Schiffsarzt, bevor er sich ganz der Literatur widmete. Seine Erfahrung mit Körpern im Ausnahmezustand, mit Schmerz, Diagnose und professioneller Distanz prägt diesen Roman unverkennbar. Als deutschsprachiger jüdischer Autor der Habsburgermonarchie kannte er zudem die Spannungen zwischen Zugehörigkeit und Fremdheit, Autorität und Ohnmacht, die Die Galeere durchziehen. Empfohlen sei dieses Buch Leserinnen und Lesern, die psychologische Prosa nicht als Trost, sondern als Erkenntnisinstrument schätzen. Die Galeere belohnt genaue Lektüre: Es ist ein düsteres, intellektuell präzises Werk über Abhängigkeit und Verantwortung, dessen Bilder lange nachhallen und Weiß als eigenständige Stimme der literarischen Moderne sichtbar machen.
Buchinformationen
Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
N/A
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
108
Preis
10.40 €
Beschreibung
Die Galeere ist Ernst Weiß' früher Roman einer modernen Unfreiheit: Menschen, die durch Herkunft, Beruf, Krankheit und Begehren aneinandergekettet sind, bewegen sich wie Ruderer auf einem Schiff, dessen Ziel sie nicht kennen. Weiß erzählt weniger handlungsprall als analytisch; sein Stil verbindet nervöse expressionistische Verdichtung mit klinischer Beobachtungsschärfe und moralischer Kälte. Im Kontext der österreichisch-prager Moderne steht das Buch neben Kafka und Brod: Es verwandelt soziale Wirklichkeit in ein Gleichnis von Schuld, Zwang und innerer Gefangenschaft. Ernst Weiß, 1882 in Brünn geboren, war ausgebildeter Arzt, arbeitete in der Chirurgie und als Schiffsarzt, bevor er sich ganz der Literatur widmete. Seine Erfahrung mit Körpern im Ausnahmezustand, mit Schmerz, Diagnose und professioneller Distanz prägt diesen Roman unverkennbar. Als deutschsprachiger jüdischer Autor der Habsburgermonarchie kannte er zudem die Spannungen zwischen Zugehörigkeit und Fremdheit, Autorität und Ohnmacht, die Die Galeere durchziehen. Empfohlen sei dieses Buch Leserinnen und Lesern, die psychologische Prosa nicht als Trost, sondern als Erkenntnisinstrument schätzen. Die Galeere belohnt genaue Lektüre: Es ist ein düsteres, intellektuell präzises Werk über Abhängigkeit und Verantwortung, dessen Bilder lange nachhallen und Weiß als eigenständige Stimme der literarischen Moderne sichtbar machen.
Buchinformationen
Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
N/A
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
108
Preis
10.40 €



