Romane

Die Blendung

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Über das Buch

Dieser Roman, 1935 in Wien zum erstenmal veröffentlicht, aber von ungünstigen Zeitumständen in seiner Wirkung behindert, ist auf Umwegen über England, Amerika und Frankreich, in die deutsche Literatur zurückgekehrt, in der er heute einen wichtigen Platz einnimmt. Wie Joyces "Ulysses", mit dem die Kritik Canettis Buch immer wieder verglichen hat, ist "Die Blendung" im Grunde eine mächtige Metapher für die Auseinandersetzung des Geistes mit der Wirklichkeit, für Glanz und Elend des einsam reflektierenden Menschen in der Welt.Protagonist der Handlung ist Kien, ein berühmter Sinologe, der in seiner 25 000 Bände umfassenden Bibliothek ein grotesk eigensinniges Höhlenleben führt. Seine Welt ist im Kopf, aber sein Kopf ist ohne Sinn für die Welt. Als Kien, von seiner Haushälterin zur Ehe verführt, mit den Konventionen und Tatsachen des alltäglichen Lebens konfrontiert wird, "rettet" er sich gewissermaßen in den Irrsinn.

Editionen (10)

ISBN9783596206964
VerlagFISCHER Taschenbuch
Erscheinungsdatum01.10.65
Seitenzahl512

Rezensionen & Bewertungen

16 Bewertungen

2 Rezensionen

4,1

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  • kingofmusic
    kingofmusic

    227 Follower

    5,0

    Puh. Geschafft. Dieser Roman hat mir teilweise alles abverlangt. Ein endloser kafkaesker Albtraum mit immer mehr verschwimmenden Grenzen zwischen Realität und Wahnvorstellungen. Als Leser:in muss man zeitweilig genau aufpassen, beides zu erkennen. Trotz des abartigen transportierten Frauenbildes (hier kann man Werk und Autor nur bedingt voneinander trennen, da Canetti im realen Leben auch ein nicht ganz einfacher Zeitgenosse gegenüber Frauen gewesen sein soll) gebe ich dem Werk 5* und einen Platz in meiner "Bibliothek des Lebens". Und mit etwas Abstand werde ich mich diesem Albtraum noch einmal hingeben (müssen).

    17. Juli 2025

  • t4mer
    t4mer

    16 Follower

    Ich habe keine Ahnung wie viele Sterne ich vergeben soll

    Ausdauer sollte man auf jeden Fall mitbringen. Was die Sprache angeht, hat man das Gefühl, dass Elias Canetti alles aus dem Deutschen herausholt, was nur geht. Was auch leider dazu geführt hat, dass man die Seite, die man las, nochmal lesen musste. Die Charaktere haben wirklich Tiefe, aber durch zu viele Ausschweifungen kommt man schnell aus dem Handlungsstrang.

    Ich habe keine Ahnung wie viele Sterne ich vergeben soll

    4. Mai 2025

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