Deutsche Kolonialgeschichte
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Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Sebastian Conrad ist Professor für Neuere Geschichte an der Freien Universität Berlin. Bei C.H.Beck ist von ihm erschienen "Globalgeschichte" (2013) und "Globalisierung und Nation im Deutschen Kaiserreich" (2010).
Beiträge
Das deutsche Kolonialreich war zwar im Vergleich zu anderen Imperien zeitlich und räumlich begrenzt, hatte aber dennoch tiefgreifende Auswirkungen – sowohl auf die kolonisierten Gesellschaften als auch auf Deutschland selbst. Sebastian Conrad zeigt anschaulich, wie die koloniale Ordnung funktionierte, wo sie an ihre Grenzen stieß und wie die betroffenen Gesellschaften auf die Fremdherrschaft reagierten. Besonders gelungen ist dabei, dass er die Kolonialgeschichte nicht isoliert betrachtet, sondern sie in den Kontext der globalen Verflechtungen und der frühen Globalisierung einordnet. Gleichzeitig wird deutlich, wie stark koloniale Erfahrungen das Denken in Europa geprägt haben und teilweise bis heute nachwirken. Gerade dieser Aspekt macht das Werk relevant für die Gegenwart. Kritisch bleibt anzumerken, dass die deutsche Kolonialgeschichte insgesamt im öffentlichen Bewusstsein oft noch stark unterbelichtet ist. Viele Menschen wissen bis heute kaum, welche Kolonialgebiete Deutschland überhaupt hatte – und noch weniger über das Ausmaß von Gewalt, Unterdrückung und Leid, das damit verbunden war. Hier wird deutlich, dass weiterhin Aufarbeitung nötig ist, sowohl historisch als auch gesellschaftlich. Insgesamt ein wichtiges und aufschlussreiches Werk, das hilft, blinde Flecken in der deutschen Geschichtserinnerung sichtbar zu machen.
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Autorenbeschreibung
Sebastian Conrad ist Professor für Neuere Geschichte an der Freien Universität Berlin. Bei C.H.Beck ist von ihm erschienen "Globalgeschichte" (2013) und "Globalisierung und Nation im Deutschen Kaiserreich" (2010).
Beiträge
Das deutsche Kolonialreich war zwar im Vergleich zu anderen Imperien zeitlich und räumlich begrenzt, hatte aber dennoch tiefgreifende Auswirkungen – sowohl auf die kolonisierten Gesellschaften als auch auf Deutschland selbst. Sebastian Conrad zeigt anschaulich, wie die koloniale Ordnung funktionierte, wo sie an ihre Grenzen stieß und wie die betroffenen Gesellschaften auf die Fremdherrschaft reagierten. Besonders gelungen ist dabei, dass er die Kolonialgeschichte nicht isoliert betrachtet, sondern sie in den Kontext der globalen Verflechtungen und der frühen Globalisierung einordnet. Gleichzeitig wird deutlich, wie stark koloniale Erfahrungen das Denken in Europa geprägt haben und teilweise bis heute nachwirken. Gerade dieser Aspekt macht das Werk relevant für die Gegenwart. Kritisch bleibt anzumerken, dass die deutsche Kolonialgeschichte insgesamt im öffentlichen Bewusstsein oft noch stark unterbelichtet ist. Viele Menschen wissen bis heute kaum, welche Kolonialgebiete Deutschland überhaupt hatte – und noch weniger über das Ausmaß von Gewalt, Unterdrückung und Leid, das damit verbunden war. Hier wird deutlich, dass weiterhin Aufarbeitung nötig ist, sowohl historisch als auch gesellschaftlich. Insgesamt ein wichtiges und aufschlussreiches Werk, das hilft, blinde Flecken in der deutschen Geschichtserinnerung sichtbar zu machen.




