Romane

Der Spieler

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Über das Buch

Der Spieler entfaltet in der fiktiven Kurstadt Roulettenburg ein dichtes Panorama von Abhängigkeit, Begehren und sozialer Maskerade. Im Zentrum steht Alexej Iwanowitsch, dessen Liebe zu Polina und dessen Faszination für das Roulette einander spiegeln. Dostojewski verbindet einen fiebrigen Ich-Erzählton mit psychologischem Realismus und satirischer Gesellschaftsbeobachtung; der kurze Roman steht damit zwischen europäischem Kurortroman, moralischer Fallstudie und moderner Analyse zwanghaften Handelns. Fjodor Michailowitsch Dostojewski schrieb das Werk unter erheblichem äußerem Druck, doch gerade diese Entstehungssituation schärfte seinen Blick für Schuld, Risiko und Selbstverlust. Seine eigenen Erfahrungen mit Spielleidenschaft, finanzieller Bedrängnis und existenzieller Unsicherheit verleihen dem Text eine seltene Unmittelbarkeit. Zugleich verarbeitet er seine umfassenden Kenntnisse menschlicher Widersprüche, die auch seine großen Romane prägen: Freiheit erscheint hier nie abstrakt, sondern als gefährdete Entscheidung im Augenblick. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die eine konzentrierte, intellektuell anspruchsvolle und zugleich spannungsreiche Lektüre suchen. Der Spieler ist kein bloßer Bericht über Spielsucht, sondern eine präzise Untersuchung moderner Subjektivität: der Sehnsucht nach Macht, Liebe und Erlösung in einer Welt, die alles in Einsatz und Gewinn verwandelt.

Editionen (17)

ISBN9788027351596
Verlage-artnow
Erscheinungsdatum15.12.22
Seitenzahl116

Rezensionen & Bewertungen

10 Bewertungen

2 Rezensionen

3,8

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  • alex.nem.era26
    alex.nem.era26

    7 Follower

    3,0

    Russen…

    Wenn jemals jemand wieder behaupten sollte, er sei nicht süchtig, dann gebe ich ihm dieses Buch und er wird noch immer nicht verstehen, dass er süchtig ist…

    29. Jan. 2026

  • _tayfunuz
    _tayfunuz

    6 Follower

    3,0

    Genau das ist einem Bekannten bei Tipico passiert

    Nirgendwo ist der Erfolg so zum greifen nah, wie in der Spielhalle. Und doch, ist er nirgendwo so sehr von Größen abhängig, die außerhalb unseres Einflussbereichs stattfinden: Glück, Zufall, Willkür. Man kann lediglich über die Höhe des Einsatzes entscheiden. Damit sich die Einsätze am Ende dann doch zu allem summieren, was wir haben. Sieht denn das Leben außerhalb der Halle anders aus? Müssen wir dort nicht auch Einsatz zeigen, Entscheidungen treffen und Risikos eingehen, um ein gewünschtes Ziel zu erreichen? Klingt das nicht auch alles wie ein Spiel? Ich glaube, durch das Nachdenken alleine lassen sich die Unterschiede vielleicht nicht ganz so einfach feststellen. Und es braucht vielleicht einen aufmerksamen Blick auf jene, die von Spielsucht betroffen sind. Und schon springt es einem ins Auge.

    Genau das ist einem Bekannten bei Tipico passiert

    14. Apr. 2026

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