Der Ministerpräsident

Der Ministerpräsident

Buch
3.34

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Beschreibung

Dass er einen Autounfall hatte, dass dabei einiges passiert sei, insbesondere in seinem Kopf und mit seinem Gedächtnis. Dass er zehn Tage im Koma gelegen habe und erst seit Kurzem wieder wach sei ... Und: dass er Claus Urspring heiße und er Ministerpräsident sei und es auch bleiben werde - ein politischer Begriff, ein Inbild der Vertrautheit und Unverrückbarkeit, der kurz vor einem alles entscheidenden Wahlkampf stehe ... All das und noch einiges mehr erfährt Claus Urspring, ein von Wahlkampfhelfern und politischen Beratern Getriebener, ein soufflierter und inszenierter Mensch, der seit seinem Unfall kaum mehr weiß, wer er einmal war und was mit ihm eigentlich ist. Zwischen liebenswerter Ahnungslosigkeit und kindlichem Erstaunen, zwischen Fremdsteuerung und eigensinniger Selbstbehauptung erzählt der Roman einen um Erinnerungen und Selbstfindung ringenden Helden, der sich in einer Welt wieder findet, in der Politik nur noch leere Inszenierung und inhaltloser Schein ist.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
N/A
Format
Buch
Seitenzahl
188
Preis
18.50 €

Autorenbeschreibung

Joachim Zelter, 1962 in Freiburg geboren, studierte und lehrte Literatur in Tübingen und Yale. Seit 1997 freier Schriftsteller. Bei Klöpfer & Meyer erschienen u. a. sowie ›Im Feld‹ (2018). Zuletzt erschienen ›Die Verabschiebung‹ (2021) und ›Professor Lear‹ (2022). Joachim Zelter erhielt zahlreiche Auszeichnungen: u. a. den begehrten Preis der ›LiteraTourNord‹. Er ist Mitglied im Verband deutscher Schriftsteller und im Deutschen PEN. joachim-zelter.de

Beiträge

1
Alle
4

Gute Idee, stark umgesetzt

Claus Urspring ist Ministerpräsident in Baaden-Württemberg, als er bei einem schweren Unfall sein Gedächtnis verliert. Während seine Berater und Wahlkampfhelfer mit ihm seine Wiederwahl planen wollen, erinnert er sich an nichts, weder wer er ist, wer seine Familie ist und natürlich auch nichts über seine Profession. Trotzdem wird sein Wahlkampf geplant und auch durchgezogen, Urspring bleibt dabei fremdgesteuert, er selbst erinnert sich weiterhin an nichts. Er lernt fundamentale Dinge neu, während er durch den Wahlkampf gezerrt wird. Was nach einem humorvollen Slapstick Stück klingt, ist ein frustrierendes Drama, über einen Mann, der komplett fremdbestimmt ist, aber keine Ahnung davon hat. Es ist sehr anders als alles, was ich bislang gelesen habe und weiß nicht ob ich es nochmal lesen würde, kann aber dieses Erlebnis dringend empfehlen.

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