Der Kramladen des Glücks

Der Kramladen des Glücks

E-Book
4.02
Zielloser EntwicklungsromanLiterarische AutobiografieJudentumRomanze

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Beschreibung

„Der Kramladen des Glücks“ bildet zusammen mit seinen beiden Nachfolgeromanen „Pariser Romanze“ und „Heimliches Berlin“ eine Art autobiografische Trilogie des großen Flaneurs des ersten Drittels des 20. Jahrhunderts, wie er durch die Metropolen München, Paris und Berlin wandert. Die vier Bücher von „Der Kramladen des Glücks“ berichten zuerst aus dem Blickpunkt des Kindes von den frühen Jahren des Protagonisten, Hessels Alter Ego Gustav Behrendt, um sodann, kaum verschlüsselt, die Münchner Jahre des Schwabinger Bohemiens aus der Perspektive des subtilen Beobachters anzuschließen. Hessels Erlebnisse in einer Wohngemeinschaft mit der „Schwabinger Gräfin“ Fanny zu Reventlow und ihrem Liebhaber Bohdan von Suchocki im berühmten „Eckhaus“ in der Kaulbachstraße nehmen in seinen Schilderungen breiten Raum ein, und Reventlow erscheint hier als Gerda von Broderson, der der Autor die Worte in den Mund legt: „Alles vertragen die Menschen, nur nicht die Freiheit. Die paar wirklich Lebenden haben hier, wo alles erlaubt ist, viel mehr Mühe als anderswo, um ihr bißchen Lieben und Erleben vor den andern geheimzuhalten. Und diese andern tanzen nur so herum, so mit Blumen im Haar, und meinen, Bacchanten und Mänaden zu sein, wenn sie ihre Locken oder Strähnen zurückschütteln. Machen Sie das mal ein paar Jahre mit und haben nicht die Möglichkeiten abzureisen! … Man müßte ganz zugehörig sein oder ganz abgelöst. An allem hängen oder an nichts mehr.“ Hessels Erzählperspektive hängt völlig losgelöst an allem!

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
N/A
Format
E-Book
Seitenzahl
254
Preis
2.99 €

Beiträge

1
Alle
3

Hatte zu hohe Erwartungen, weil Cover und Titel des Romans so schön sind. Wurde enttäuscht: Die Kindheitserinnerungen aus Szczecin (was seltsam leer bleibt, es könnte auch jeder andere Ort sein) sind durchdrungen von einem vermeintlich kindlichen, eklig-anrührenden Ton. Die Jugendjahre gefallen mir vom Ton besser und sicher gibt es einige Szenen, an die ich mich zurückerinnern werde, wie die Konfrontation mit der eigenen Abwendung vom Glauben, als der Protagonist quasi zufällig auf einem Zionistenkongress landet. Aber an sich dreht sich hier alles um das unerfüllte Begehren, anfangs auch von Männern (das geht aber irgendwo in der unendlichen Reihe von Frauen, die die Liebe des Protagonisten nicht erwidern, unter), und nichts anderes. Das ist langweilig. Der Protagonist steht dabei gleichermaßen außerhalb der Gesellschaft wie er ständig neue Frauen kennenlernt, was nicht sonderlich überzeugt.

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