Der Erste
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Beschreibung
Als Landolf Scherzers Reportage „Der Erste“ 1988 erschien, war das eine Sensation: noch nie hatte es eine Innenansicht aus dem Parteiapparat gegeben, noch nie waren so anschaulich die inneren Probleme der DDR beschrieben worden. Scherzer, „eine Art Wallraff ohne Maske“ (Der Spiegel), hatte vier Wochen lang den ersten SED-Kreissekretär von Bad Salzungen begleitet, und dieses bis dahin nicht denkbare Beispiel für Glasnost hatte vor allem die Überforderung der Funktionäre angesichts zunehmender Schwierigkeiten offenbart. Das Buch gehörte zu den meistdiskutierten Publikationen in der DDR. Ende 1989 war Scherzer wieder mit dem Ersten unterwegs und dokumentierte die Auflösung der alten Machtstrukturen.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Landolf Scherzer, 1941 in Dresden geboren, lebt in Thüringen. In seinen großen Langzeitreportagen wie »Der Erste«, »Der Zweite« und »Der Letzte« hat er seinen besonderen Blick für brisante Themen bewiesen. Ob nach China, Griechenland oder Kuba, immer wieder bricht er auf, um sich auf faszinierende Begegnungen und Alltagsabenteuer einzulassen, die der Zufall und seine Neugier ihm zuspielen.Im Aufbau Verlag sind von ihm lieferbar: »Fänger & Gefangene. 2386 Stunden vor Labrador und anderswo«, »Der Grenzgänger«, »Immer geradeaus. Zu Fuß durch Europas Osten«, »Letzte Helden«, »Urlaub für rote Engel«, »Madame Zhou und der Fahrradfriseur. Auf den Spuren des chinesischen Wunders«, »Stürzt die Götter vom Olymp. Das andere Griechenland«, »Der Rote. Macht und Ohnmacht des Regierens«, »Buenos días, Kuba. Reise durch ein Land im Umbruch«, »Weltraum der Provinzen. Ein Reporterleben« (zus. mit Hans-Dieter Schütt) und »Leben im Schatten der Stürme – Erkundungen auf der Krim«.
Beiträge
Ein spannendes und aufschlussreiches Buch über einen SED-Funktionär in der DDR, der zwischen Parteilinie, eigenen Ideen und gesellschaftlichen Problemen hin- und hergerissen ist. Scherzer schreibt mit Humor, Scharfsinn und Empathie. Ein Buch, das zum Nachdenken und Diskutieren anregt.
Ich habe "Der Erste" von Landolf Scherzer vor vielen Jahren gelesen und war sehr beeindruckt von diesem Buch. Es ist eine spannende und aufschlussreiche Reportage über das Leben und Wirken eines SED-Funktionärs in der DDR, der sich mit den Herausforderungen und Widersprüchen des real existierenden Sozialismus konfrontiert sieht. Scherzer begleitet den 1. Sekretär der SED-Kreisleitung Bad Salzungen, Hans-Dieter Fritschler, vier Wochen lang bei seinen täglichen Aufgaben, Besprechungen, Reisen und Begegnungen mit den Menschen in seinem Kreis. Er zeigt, wie Fritschler versucht, die Parteilinie umzusetzen, aber auch eigene Ideen und Initiativen entwickelt, um die Probleme vor Ort zu lösen. Dabei kommt er immer wieder in Konflikt mit den Vorgaben von oben, den Erwartungen der Bevölkerung und seinen eigenen Überzeugungen. Das Buch ist nicht nur eine faszinierende Innenansicht des Parteiapparats der SED, sondern auch ein lebendiges Porträt eines Menschen, der sich in einer Zeit des Wandels und der Krise befindet. Scherzer schreibt mit einem scharfen Blick für die Details, einem feinen Gespür für die Atmosphäre und einem humorvollen Ton, der die Absurditäten und die Menschlichkeit des Systems offenbart. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der sich für die Geschichte und die Gesellschaft der DDR interessiert, oder einfach eine gute Reportage lesen möchte. Es ist ein Buch, das zum Nachdenken und Diskutieren anregt, und das einen Einblick in eine Welt gibt, die heute fast vergessen ist.
Beschreibung
Als Landolf Scherzers Reportage „Der Erste“ 1988 erschien, war das eine Sensation: noch nie hatte es eine Innenansicht aus dem Parteiapparat gegeben, noch nie waren so anschaulich die inneren Probleme der DDR beschrieben worden. Scherzer, „eine Art Wallraff ohne Maske“ (Der Spiegel), hatte vier Wochen lang den ersten SED-Kreissekretär von Bad Salzungen begleitet, und dieses bis dahin nicht denkbare Beispiel für Glasnost hatte vor allem die Überforderung der Funktionäre angesichts zunehmender Schwierigkeiten offenbart. Das Buch gehörte zu den meistdiskutierten Publikationen in der DDR. Ende 1989 war Scherzer wieder mit dem Ersten unterwegs und dokumentierte die Auflösung der alten Machtstrukturen.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Landolf Scherzer, 1941 in Dresden geboren, lebt in Thüringen. In seinen großen Langzeitreportagen wie »Der Erste«, »Der Zweite« und »Der Letzte« hat er seinen besonderen Blick für brisante Themen bewiesen. Ob nach China, Griechenland oder Kuba, immer wieder bricht er auf, um sich auf faszinierende Begegnungen und Alltagsabenteuer einzulassen, die der Zufall und seine Neugier ihm zuspielen.Im Aufbau Verlag sind von ihm lieferbar: »Fänger & Gefangene. 2386 Stunden vor Labrador und anderswo«, »Der Grenzgänger«, »Immer geradeaus. Zu Fuß durch Europas Osten«, »Letzte Helden«, »Urlaub für rote Engel«, »Madame Zhou und der Fahrradfriseur. Auf den Spuren des chinesischen Wunders«, »Stürzt die Götter vom Olymp. Das andere Griechenland«, »Der Rote. Macht und Ohnmacht des Regierens«, »Buenos días, Kuba. Reise durch ein Land im Umbruch«, »Weltraum der Provinzen. Ein Reporterleben« (zus. mit Hans-Dieter Schütt) und »Leben im Schatten der Stürme – Erkundungen auf der Krim«.
Beiträge
Ein spannendes und aufschlussreiches Buch über einen SED-Funktionär in der DDR, der zwischen Parteilinie, eigenen Ideen und gesellschaftlichen Problemen hin- und hergerissen ist. Scherzer schreibt mit Humor, Scharfsinn und Empathie. Ein Buch, das zum Nachdenken und Diskutieren anregt.
Ich habe "Der Erste" von Landolf Scherzer vor vielen Jahren gelesen und war sehr beeindruckt von diesem Buch. Es ist eine spannende und aufschlussreiche Reportage über das Leben und Wirken eines SED-Funktionärs in der DDR, der sich mit den Herausforderungen und Widersprüchen des real existierenden Sozialismus konfrontiert sieht. Scherzer begleitet den 1. Sekretär der SED-Kreisleitung Bad Salzungen, Hans-Dieter Fritschler, vier Wochen lang bei seinen täglichen Aufgaben, Besprechungen, Reisen und Begegnungen mit den Menschen in seinem Kreis. Er zeigt, wie Fritschler versucht, die Parteilinie umzusetzen, aber auch eigene Ideen und Initiativen entwickelt, um die Probleme vor Ort zu lösen. Dabei kommt er immer wieder in Konflikt mit den Vorgaben von oben, den Erwartungen der Bevölkerung und seinen eigenen Überzeugungen. Das Buch ist nicht nur eine faszinierende Innenansicht des Parteiapparats der SED, sondern auch ein lebendiges Porträt eines Menschen, der sich in einer Zeit des Wandels und der Krise befindet. Scherzer schreibt mit einem scharfen Blick für die Details, einem feinen Gespür für die Atmosphäre und einem humorvollen Ton, der die Absurditäten und die Menschlichkeit des Systems offenbart. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der sich für die Geschichte und die Gesellschaft der DDR interessiert, oder einfach eine gute Reportage lesen möchte. Es ist ein Buch, das zum Nachdenken und Diskutieren anregt, und das einen Einblick in eine Welt gibt, die heute fast vergessen ist.





