Der Duft des Waldes

Der Duft des Waldes

Hardcover
3.79
HistorikerinFreundschaftErinnerungKatze

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Beschreibung

Der Erste Weltkrieg und 100 Jahre danach - überall dieselbe Sehnsucht nach Frieden und Menschlichkeit

Elisabeths Leben ändert sich schlagartig, als sie unerwartet ein Bündel alter Briefe und dazu ein verwunschenes Haus fernab von Paris erbt. Die junge Historikerin taucht ab in die rätselhaften Briefe, die Alban von der Front des Ersten Weltkriegs seinem Dichterfreund Anatole schrieb. Auf der Suche nach Antworten findet Elisabeth Erinnerungen von Zeitzeugen, Tagebücher und verblüffende Fotos aus dem Krieg. Ihre Recherche führt sie von Paris über Brüssel nach Lissabon und immer wieder zurück in ihr friedliches Landhaus, wo sie nach und nach ein Mosaik aus Lebensgeschichten zusammensetzt, voller Leid, Liebe und Hoffnung. Ein bewegender wie spannender Roman über das 20. Jahrhundert.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Zeitgenössische Romane
Format
Hardcover
Seitenzahl
704
Preis
26.80 €

Autorenbeschreibung

Neben dem Schreiben lehrt Hélène Gestern an der Universität von Lorraine Literatur. Ihre großen Themen sind Fotografiegeschichte und das autobiographische Schreiben. »Der Duft des Waldes« ist ihr erster Roman auf Deutsch. Gestern lebt in Paris und Nancy.

Beiträge

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Alle
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Elisabeth Bathori ist Historikerin mit dem Fachgebiet Postkarten. Überrascht stellt sie fest, das eine alte Dame Alix de Chalendar nicht nur dem Institut in dem Elisabeth arbeitet ein Bündel alter Briefe vermacht hat für das Elisabeth als Testamentsvollstreckerin eingesetzt ist, sondern ihr darüber hinaus auch noch ein verwunschenes Landhaus vermacht hat. Elisabeth stürzt sich in die Arbeit, wer ist der Frontsoldat Alban de Willecot der unermüdlich Briefe von der Front des Ersten Weltkriegs an seinen Freund den französischen Nationaldichter Anatole Massis schreibt? Ein schwieriges Unterfangen, weil nur die eine Seite der Korrespondenz vorliegt. Und wer ist die geheimnisvolle Diane, die immer wieder in den Briefen auftaucht. Elisabeth macht sich auf das Leben dieser drei Menschen zu rekonstruieren, was nicht so einfach ist, da Massis später ein gefeierter Dichter wurde, für dessen Leben bestimmte Deutungsmuster festgelegt scheinen. Ihre Suche führt sie von Paris nach Lissabon und Brüssel und immer wieder auch in jenes Landhaus in der französischen Provinz, das für sie mehr und mehr zum Rückzugsort und neuem Zuhause wird. Die Arbeit lenkt Elisabeth auch von dem großen Verlust ab, den sie erfahren hat und reißt sie aus ihrer depressiven Apathie. In Lissabon stößt sie auf eine Spur, das geheimnisvoll codierte Tagebuch von Diane, wie passt es ins Gesamtgefüge? Die einzelnen Kapitel werden immer durch Briefe von Alban eingeleitet, so dass man als Leser in Elisabeths Arbeit eintaucht und sich ebenso fragt, wie alles zusammenhängt. Meiner Ansicht nach kommt in dem Buch auch sehr gut heraus, wie in Frankreich der Umgang mit im Namen der Nation begangenem Unrecht ist. Nebenbei stellt sich für Elisabeth die Frage ob sie nach ihrer extremen Trauerzeit, über den Verlust ihres Mannes der noch sehr viel ihre Gedanken beherrscht, bereit ist für eine neue Beziehung? Sehr spannend geschrieben, ein Buch, das mich wirklich gepackt hat und bei dem ich nach den 700 Seiten fast ein bisschen traurig war, das es schon zu Ende war.

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