Blick ins Buch

Jugendbücher

Der Clan der Otori 2: Der Pfad im Schnee

4,1(67)
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Über das Buch

Takeo, Erbe des mächtigen Otori-Clans, hat sich dem geheimnisvollen Stamm angeschlossen. Er muss dem Glauben seiner Kindheit, seinem Recht auf Reichtum, Land und Macht abschwören und seiner Liebe zu Kaede entsagen! Wenn nicht, wird der Stamm ihn töten. Doch Takeo kann sich den strengen und grausamen Regeln des Stamms nicht beugen, zu stark ist seine Vebindung zu den Otori und zu der Frau, die er liebt. Er flieht und begibt sich mitten im eisigen Winter auf eine gefahrvolle Reise durch die Berge. Kaede, nunmehr ein wertvolles Pfand in den Händen ruchloser Kriegsherrn, braucht all ihre Intelligenz und Schönheit, um in einer Welt voller machthungriger Männer zu bestehen. Männer, die nie erfahren dürfen, dass sie Takeos Kind trägt ..."

Editionen (7)

ISBN9783551581105
VerlagCarlsen
Erscheinungsdatum21.06.04
Seitenzahl384

Rezensionen & Bewertungen

67 Bewertungen

8 Rezensionen

4,1

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  • wildeskopfkino
    wildeskopfkino

    148 Follower

    5,0

    Schneesturm, Schwert und Schicksal – mein Herz liegt bei den Otori

    Faszinierend, wie ein Buch es schafft, mich gleichzeitig mitzufrieren und innerlich zum Glühen zu bringen. Da stapft Takeo durch den Schnee, halb tot vor Kälte, halb zerrissen zwischen Clan, Stamm und der Liebe seines Lebens – und ich sitze daheim mit meiner Decke und denke: Bro, ich fühl dich. Dieses Hin- und Hergerissensein ist so intensiv, dass es fast schon wie ein epischer Schachzug von Lian Hearn wirkt. Jeder Zug, jede Entscheidung von Takeo ist ein riskanter Schritt über dünnes Eis. Und dann Kaede. Diese Frau ist der absolute Hammer. Nicht einfach irgendeine „Damsel in Distress“, sondern klug, scharf wie ein Katana und viel zu selbstbewusst, um sich nur als Spielball von Männern behandeln zu lassen. Genau dieser Clash aus verletzlicher Lage und unerschütterlicher Stärke macht sie so spannend. Während Takeo in den Bergen gegen Natur, Feinde und sein eigenes Schicksal kämpft, spielt Kaede ihr eigenes Machtspiel in einer Welt voller Intrigen. Kein Wunder, dass das Buch sich liest wie eine perfekt inszenierte Netflix-Serie in Cinemascope – nur besser, weil mein Kopf die Spezialeffekte liefert. Die Atmosphäre? Wie ein Samurai-Märchen, nur dass es viel härter ist. Schnee, Blut, kalte Schwerter, heiße Gefühle – diese Mischung brennt sich direkt ins Hirn. Kein Wunder, dass die Reihe als Megabestseller gilt. Wer einmal auf diesem Pfad im Schnee unterwegs war, kommt nicht mehr los. Ich jedenfalls habe jede Seite aufgesogen wie heißen Sake nach einer Nacht im Schneesturm. Fazit: Asiatische Fantasy in Perfektion. Episch, tragisch, romantisch, voller Verrat und Leidenschaft. Und verdammt noch mal, genau das Richtige, wenn man mal wieder richtig Kopfkino braucht.

    Schneesturm, Schwert und Schicksal – mein Herz liegt bei den Otori

    28. Aug. 2025

  • 4,0

    Für Fans von Fantasy-Epen im Historischen Japan ❕

    Für Fans von Fantasy-Epen im Historischen Japan ❕ Band 2 knüpft unmittelbar an die Geschehnisse von Band 1 an und wir erleben Figuren, die mit ihrer inneren Zerrissenheit zu kämpfen haben, die sich klar werden müssen, welchen Weg sie gehen wollen und die zu ihren wahren Wurzeln und Stärken finden und neue Pfade beschreiten. Kaede entwickelt sich als Frauenfigur enorm weiter, sie möchte Führung und Macht übernehmen, was eigentlich nur Männern vorbehalten ist, lernt Schriftzeichen und lässt sich in Kriegsstrategien und Politik unterwandern. Zwei tiefe Schicksalsschläge bringen sie zum Wanken, aber nicht zu Fall! Takeo wird in seinen Fähigkeiten weiter ausgebildet, ist aber innerlich stark zerrissen zwischen seiner Loyalität seines Adoptivvaters Lord Shigeru gegenüber und seinen Verpflichtungen gegenüber des Kikuta-Stammes; hier muss und wird er zu seiner eigenen Überzeugung finden, diese wird aber schwerwiegende Folgen haben. Die Welt und die Gesetzmäßigkeiten die mit ihr einhergehen, sind stark ans Historische Japan angelehnt, es geht viel um Ehre und Macht und darum, seine Pflichten zu erfüllen. Der knapp gehaltene Erzählstil hat mich diesmal nicht ganz so hineingezogen wie beim ersten Band und ich hatte das Gefühl, dass hier die Fäden für das große Finale in Band 3 gewoben werden. Eine Prophezeiung und ein paar Andeutungen machen mir ein wenig Angst auf die bevorstehenden Ereignisse, die nun in „Der Clan der Otori -Der Glanz des Mondes“ anstehen und vorerst abgeschlossen werden, bevor es in Band 4 dann einen Zeitsprung von 16 Jahren geben wird. Ich bin gespannt!!

    Für Fans von Fantasy-Epen im Historischen Japan ❕

    6. Okt. 2025

  • fred.k
    fred.k

    110 Follower

    4,0

    Ähnlich wie der erste Teil schafft es dieses Buch, die Atmosphäre eines feudalen Japans (zumindest wie ich es mir vorstelle) zu erwecken. Häufig zeichnet sich das Buch durch eine dunkle, trostlose und sogar hoffnungslose Atmosphäre aus. Diese Atmosphäre liebe ich in Büchern und auch dieses Mal stellt es keine Ausnahme dar. Die Mischung aus diesem tristen und dem japanischen Setting ist für mich tatsächlich auch der Hauptgrund für meine Bewertung. Ich mag die Geschichte und das drumherum, aber insgesamt muss man schon sagen, dass es unter vielen anderen Aspekten hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt und mittelmäßig ist. Dazu gehören für mich: Motivationen der Protagonisten, Ausarbeitung von Nebenerzählsträngen, Ausarbeitung von Nebencharakteren Der zweite Teil las sich so, als wäre paradoxerweise gleichzeitig überhaupt nichts und so vieles passiert. Insgesamt hätte die Erzählung deutlich mehr Tiefgang vertragen können. Trotzdem muss man sagen, dass das Buch für den mittleren Teil einer Trilogie seinen Job dann doch ganz gut macht. Die Charaktere werden mehr oder weniger vertieft, die Story zumindest weitergesponnen und die Voraussetzungen für den finalen Teil geschaffen, wenn ich mir hier auch etwas mehr Ausführlichkeit gewünscht hätte. Da das Buch mir aber durch die Schwermütigkeit und die oben beschriebene spezielle Atmosphäre definitiv trotzdem in Erinnerung bleiben wird und mich auf den letzten Teil freue: ⭐⭐⭐⭐

    21. Okt. 2023

3 von 8 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Lian Hearn

Lian Hearn studierte in Oxford und arbeitete in London als Filmkritikerin und Redakteurin, bevor sie sich mit ihrer Familie in Australien niederließ. Ihr ganzes Leben lang interessierte sie sich für Japan, lernte schließlich Japanisch und bereiste das Land unzählige Male. An einem flirrend heißen Septembertag entstand dort die Idee zu "Der Clan der Otori".

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