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Mit dem fünften Band beweist M. W. Craven erneut, warum die Reihe um Washington Poe und Tilly Bradshaw zu den besten Reihen der Gegenwart gehört. Die Ausgangsidee ist ebenso raffiniert wie verstörend: Ein selbsternannter Wohltäter der Menschheit will die Welt von Menschen befreien, die sich durch Skrupellosigkeit, Machtmissbrauch oder menschenverachtendes Verhalten hervorgetan haben und der Justiz bislang entkommen sind. Seine Mordwaffe sind raffinierte Pflanzen- und Tiergifte. Seine Taten kündigt er mit gepressten Blumen und rätselhaften Gedichten an – und schafft es dennoch, seine Opfer trotz massivem Polizeischutz zu töten. Das klingt unmöglich? Genau darin liegt der Reiz dieses atemberaubenden Katz-und-Maus-Spiels. Während Poe fieberhaft versucht herauszufinden, wie der Täter seine Gifte verabreicht, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, denn die nächsten Opfer stehen bereits fest. Gleichzeitig kämpft er um die Unschuld seiner guten Freundin Estelle Doyle, die wegen des mutmaßlichen Mordes an ihrem Vater im Gefängnis sitzt. Zwei hochspannende Handlungsstränge, zwischen denen Poe und Tilly beinahe atemlos hin- und herwechseln, die Craven meisterhaft miteinander verknüpft. Spannung, schwarzer britischer Humor, clevere Wendungen und moralische Grauzonen halten sich hier perfekt die Waage. Der Täter zwingt Leser und Ermittler gleichermaßen, über Schuld, Gerechtigkeit und Selbstjustiz nachzudenken. Und wenn man glaubt, den Fall endlich durchschaut zu haben, zieht Craven den Teppich noch einmal mit sichtlichem Vergnügen unter den Füßen weg. Ein besonderes Lob verdient auch die deutsche Übersetzung. Nicht nur dieser Band, sondern alle bislang erschienenen fünf Romane wurden hervorragend übertragen. Wortwitz, Dialoge und der unverwechselbare britische Ton treffen punktgenau ins Schwarze – eine Qualität, die leider keineswegs selbstverständlich ist und erheblich zum Lesevergnügen beiträgt. Fazit: Ein intelligenter, temporeicher und herrlich skurriler Kriminalroman voller origineller Figuren, brillanter Dialoge und raffinierter Wendungen. Ich habe jede einzelne Seite genossen und freue mich jetzt schon auf den nächsten Fall für Washington Poe und Tilly Bradshaw.
1. Juli 2026
Mit dem fünften Band beweist M. W. Craven erneut, warum die Reihe um Washington Poe und Tilly Bradshaw zu den besten Reihen der Gegenwart gehört. Die Ausgangsidee ist ebenso raffiniert wie verstörend: Ein selbsternannter Wohltäter der Menschheit will die Welt von Menschen befreien, die sich durch Skrupellosigkeit, Machtmissbrauch oder menschenverachtendes Verhalten hervorgetan haben und der Justiz bislang entkommen sind. Seine Mordwaffe sind raffinierte Pflanzen- und Tiergifte. Seine Taten kündigt er mit gepressten Blumen und rätselhaften Gedichten an – und schafft es dennoch, seine Opfer trotz massivem Polizeischutz zu töten. Das klingt unmöglich? Genau darin liegt der Reiz dieses atemberaubenden Katz-und-Maus-Spiels. Während Poe fieberhaft versucht herauszufinden, wie der Täter seine Gifte verabreicht, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, denn die nächsten Opfer stehen bereits fest. Gleichzeitig kämpft er um die Unschuld seiner guten Freundin Estelle Doyle, die wegen des mutmaßlichen Mordes an ihrem Vater im Gefängnis sitzt. Zwei hochspannende Handlungsstränge, zwischen denen Poe und Tilly beinahe atemlos hin- und herwechseln, die Craven meisterhaft miteinander verknüpft. Spannung, schwarzer britischer Humor, clevere Wendungen und moralische Grauzonen halten sich hier perfekt die Waage. Der Täter zwingt Leser und Ermittler gleichermaßen, über Schuld, Gerechtigkeit und Selbstjustiz nachzudenken. Und wenn man glaubt, den Fall endlich durchschaut zu haben, zieht Craven den Teppich noch einmal mit sichtlichem Vergnügen unter den Füßen weg. Ein besonderes Lob verdient auch die deutsche Übersetzung. Nicht nur dieser Band, sondern alle bislang erschienenen fünf Romane wurden hervorragend übertragen. Wortwitz, Dialoge und der unverwechselbare britische Ton treffen punktgenau ins Schwarze – eine Qualität, die leider keineswegs selbstverständlich ist und erheblich zum Lesevergnügen beiträgt. Fazit: Ein intelligenter, temporeicher und herrlich skurriler Kriminalroman voller origineller Figuren, brillanter Dialoge und raffinierter Wendungen. Ich habe jede einzelne Seite genossen und freue mich jetzt schon auf den nächsten Fall für Washington Poe und Tilly Bradshaw.
1. Juli 2026






