Das Urteil
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Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Franz Kafka wurde am 3. Juli 1883 als Sohn jüdischer Eltern in Prag geboren. Nach einem Jurastudium, das er 1906 mit der Promotion abschloss, trat Kafka 1908 in die »Arbeiter-Unfall-Versicherungs-Anstalt« ein, deren Beamter er bis zu seiner frühzeitigen Pensionierung im Jahr 1922 blieb. Im Spätsommer 1917 erlitt Franz Kafka einen Blutsturz; es war der Ausbruch der Tuberkulose, an deren Folgen er am 3. Juni 1924, noch nicht 41 Jahre alt, starb.
Beiträge
Ich verstehe jetzt, warum Kafka ein nach ihm benanntes Adjektiv hat: kafkaesk.
So, vier Werke von Kafka und ich steh grad zwischen dem Gefühl eines Fiebertraums oder reinem Amüsement. Insgesamt ist es auch hier, wie eigentlich immer bei klassischen Werken, wichtig, den Autoren oder die Autorin zu mögen wie auch seinen Schreibstil. Oder, wie in Kafkas Fall, seine Art Situationen und die eigentlich wahre Aussage auszudrücken. Da muss ich persönlich einfach sagen, dass es vielleicht etwas zu verschleiert verfasst ist, dass ich es doch verstehen könnte. Bei der einen Geschichte war dieses Empfinden deutlicher und in manche weniger. Ganz meins ist es trotzdem nicht. Ich geb auch etwas noch meine Meinung zu den einzelnen Kurzgeschichten, deshalb beginne ich gleich mit der ersten: „ Gibs auf!“ -> Eine halbe Seite, bei der sich mir der tiefere Sinn nicht entschließt. Ehrlich gesagt, ist die einzige Aussage, dass man aufgeben soll. Warum und weshalb? - keine Ahnung. 🥲 „ In der Strafkolonie“ -> Ich denke, es ist noch die bessere Kurzgeschichte. Ich war ja ein Fan dieser etwas brutalen Foltermaschine ( nicht das ich dieses Justizverfahren befürworte, ich bin halt einfach ein kleiner Thrillerfan 😂). Der Ausgang der Geschichte war aber doch wieder etwas seltsam, aber noch im Rahmen insgesamt. … Nicht so wie bei der nächsten… „Ein Landarzt“ -> Keine Ahnung, wie Kafka auf diese Geschichte kam, aber das kam einem Fiebertraum gleich. Das wurde mir spätestens ab dem Moment bewusst, als zwei Pferde plötzlich ihre Köpfe in die Fenster des Zimmers von dem Kranken steckten. Da hörte es aber noch nicht auf. War schon fast witzig zu lesen, so absurd war das ganze. „Das Urteil“ -> Irgendwie war die Kurzgeschichte wieder etwas bodenständiger. Ich kann mich zwar noch an alle Handlungsschritte erinnern ( schreibe die Rezi viel später), nur kam das alles nicht bei an. Es war so verschleiert. Ich weiß ja nicht.. War aber trotzdem nicht übel. Schließlich kann ich nur sagen, dass ich beim Lesen etwas erheitert wurde, aber nur weil es für meinen Geschmack so „mies“ war, dass es schon wieder Spaß machte. Kafka hatte viel Talent, nur sind seine Werke für mich überhaupt nicht greifbar. Der Interpretationsspielraum ist so groß, dass ich mich trotz Recherche frage, was mit diesen Worten ausgedrückt werden wollte. Es könnte natürlich sein, dass ich nur ganz lange über diese Werke nachdenken müsste, um den tieferen Sinn erkennen zu können, aber diese Zeit will ich mir dann doch auch nicht nehmen. Viel wird vom Inhalt wieder vergessen werden, aber es war teilweise amüsant. Deshalb: 2 Sterne ⭐️⭐️

Bin ich zu dumm für Kafka? ich denke schon 😅
Ich kann noch nicht einmal eine Sternebewertung abgeben, denn wie bewertet man etwas, das einen maximal verwirrt zurück lässt? "Das Geheimnis unserer Existenz in dichterischer Deutung" - my ass! Bei dem Spruch vorne auf dem Cover hätte ich es schon besser wissen sollen. Don't get me wrong, ein paar der "Geschichten" waren irgendwie okay. Hab ich sie verstanden? Nein. Würde ich sie nochmal lesen wollen? Auch nein. Haben sie mich zum Nachdenken gebracht? Ich glaube ab einem bestimmten Punkt habe ich einfach innerlich aufgegeben. Ich bin einfach nur froh, dass wir Kafka nie in der Schule durchgenommen haben. Tschüss Deutsch Leistung im Abi sag ich da...
Familiäre Konflikte und innere Zerrissenheit.
„Das Urteil“ von Franz Kafka ist eine beklemmende Erzählung über Autorität, Schuld und das Zerbrechen familiärer Bindungen. In knapper, eindringlicher Sprache schildert Kafka den inneren Konflikt eines Sohnes, der der übermächtigen Vaterfigur ausgeliefert ist. Die scheinbar klare Handlung kippt ins Absurde und lässt den Leser verstört, aber nachdenklich zurück. Ein kurzer Text von großer psychologischer und literarischer Wucht.
Ich dachte immer, Kafka könne man nur lieben oder hassen…
… und doch befinde ich mich nun irgendwo dazwischen. Das Rätselhafte und Vieldeutige macht vermutlich gerade das Faszinierende an Kafkas Texten aus und ermöglicht einen unfassbar großen und individuellen Interpretationsspielraum. Nicht ohne Grund wird er als „Meister der Mehrdeutigkeit“ bezeichnet. Oft musste ich mich nach dem Lesen selbst fragen, um was genau ging es denn jetzt in dem Text ganz konkret. Eine etwas intensivere Auseinandersetzung mit Kafka und seinen Werken ermöglich es jedoch, in die Tiefen seines modernen Denkens einzutauchen und gewährt dunkle Einblicke, die ein neues Bewusstsein für die Absurdität und Brüchigkeit des Lebens schaffen. Themen wie Entfremdung, Schuld, Verlust, Ohnmacht und Ausgeliefertsein sind Inhalt seiner Texte und eröffnen eine sehr düstere und unheilvolle Welt, die einem Alptraum gleicht, und doch mit einem sehr sachlichen und nüchternen Stil beschrieben wird. Kafkas Sprache ist glasklar und wirkt rational und unheimlich zugleich. Seine Texte haben in mir gleichzeitig ein Gefühl des Bedrückens und der Neugier ausgelöst. Ich habe Kafka gerne gelesen, aber es gibt Autor:innen, die ich durchaus gerner lese…

„Kafkaesk“ im wahrsten Sinne 🗞️🕰️👁️
[Spoiler folgen] Das Urteil - geschrieben angeblich in nur einer einzigen Nacht vom 22. auf den 23. September 1912 - war mein erster kleiner Ausflug in Franz Kafkas absurde Gedankenwelt. Und oh boy, was für ein Ritt… Mein erster Gedanke nach dem Beenden dieser Novelle: Ich habe Fragen, Herr Kafka. Einige sogar. Irgendwie fängt es ja ganz harmlos an. Ein in der Kürze der Seiten kaum greifbarer Protagonist beschließt einem kryptischen in Russland lebenden Brieffreund von seiner Verlobung zu erzählen. Mit sich hadernd, weil das Leben seines Freundes nicht so erfolgreich verläuft wie sein eigenes, geht er zum Vater, um seinen Rat einzuholen. Soweit so langweilig. Der Sohn wirkt absolut gefestigt, als er das Zimmer des Vaters betritt. Er scheint die Oberhand gegenüber seinem alten Vater zu haben. Doch je länger das Gespräch andauert, desto mehr wendet sich das Blatt. Der Vater entwickelt sich innerhalb weniger Sätze sprunghaft von einer normalen Figur, zu einem wirren, dement wirkenden alten Mann, um sich kurz danach zuerst in eine beunruhigende und schließlich in eine regelrecht bedrohliche Figur zu verwandeln. Es hagelt Vorwürfe über dieses und jenes und darüber, dass der russische Brieffreund angeblich gar nicht existieren würde. Der Vater wirkt paranoid. Der Sohn weicht zunächst eher verlegen der Fragerei aus, bittet den offensichtlich fantasierenden Vater, sich hinzulegen, woraufhin dieser vollkommen ausrastet. Nein, der Freund existiere auf jeden Fall und er kenne ihn sogar viel besser als sein Sohn. Er sei wie ein zweiter Sohn für ihn. Und er hat diesem Freund selbst Briefe geschrieben und weiß genau Bescheid über das Leben seines Sohnes und der Freund weiß auch genau Bescheid und irgendwie scheint der Sohn unter dem wachsenden Wahn des Vaters immer weiter zu schrumpfen. Er sei kein guter Freund. Kein guter Sohn. Kein guter Geschäftsmann. Obwohl sich der Vater ständig widerspricht. Mal existiert der Freund nicht. Dann existiert er doch. Mal ist der Vater hilflos. Dann allmächtig. Er braucht den Sohn nicht. Dann wird er von ihm im Stich gelassen. Normalerweise würden solche Widersprüche dazu führen, dass eine Figur immer unglaubwürdiger wird. Bei Kafka passiert aber das Gegenteil. Je widersprüchlicher der Vater wird, desto mächtiger wird er. Vollkommen unlogisch. Es driftet immer weiter in die Absurdität ab. Kafka fängt regelrecht an, die Wirklichkeit zu zerlegen. Auf einmal wirkt das ganze nicht mehr wie eine Alltagsszene, sondern wie ein Albtraum, in dem sich Schuldgefühle, Ängste und Hilflosigkeit des Sohnes gegenüber dem einschüchternden Vater wild und unlogisch (obwohl vom Autor sorgfältig konstruiert) miteinander vermischen. Komischerweise relativiert der Sohn ab diesem Punkt nicht länger das Verhalten des Vaters. Es verfestigt sich, dass er entweder tatsächlich etwas zu verbergen hat oder aber der Vater lügt/ ist einfach wahnsinnig geworden. Es ist verwirrend, aber irgendwie muss man einfach weiterlesen und diese Hirnrissigkeit akzeptieren. Go with the flow oder so. Ich finde es auch interessant, dass der Sohn zwischendrin den Gedanken hat, sein Vater wäre immer noch ein Riese. Ganz am Anfang schon, bevor der Vater so aufbraust. Auch die Szene, in der der Sohn auf den kränklichen Vater zugeht und sich vor ihm hinkniet. Der Vater hat den Kopf nach vorn fallen lassen und erst als Georg sich hinkniet und zu ihm hochschaut, sieht er, dass der Vater ihn längst mit „den Pupillen übergroß in den Winkeln der Augen“ anstarrt. Seine anfängliche Selbstsicherheit und kümmernde Haltung verfliegt. Stattdessen kocht ein altes Gefühl hoch. Irgendwo in ihm steckt noch das Bild des übermächtigen, großen Vaters. Und er hat so ein ungutes Gefühl, als er den Vater zum Bett trägt und bemerkt, dass dieser mit seiner Uhrkette spielt. Warum ist das so schrecklich für ihn? Wegen der körperlichen Nähe? Das ist interessant. Je genauer man liest, desto mehr Details fallen auf, die einfach ultra komisch sind. Dafür, dass es so kurz ist. Jetzt checke ich zumindest, was der Begriff „kafkaesk“ zu meinen hat. Ich habe nicht damit gerechnet, dass es so ins Surreale und Unheimliche entgleist. Bei Kafka hat diese Widersprüchlichkeit und Absurdität nichts Amüsantes, sondern etwas Bedrohliches. Solide (Alb-)Traumlogik. Sämtliche Fragen bleiben nach dem abrupten Ende unbeantwortet zurück. Hier abschließend ein kleines Sortiment meiner Verwirrung: Spielt das Ganze nur im Unterbewusstsein des Sohnes? Oder holt Kafka diese düstere Welt in seinem Werk in die Realität? Wer hat Recht, der Vater oder der Sohn? Und existiert dieser namenlose Freund in Russland jetzt wirklich oder nicht? Was hat der überhaupt mit dem Vater-Sohn-Konflikt zu tun? Vermischt sich das Schuldgefühl, nicht ehrlich zu seinem Freund gewesen zu sein, im Traum nahtlos mit den Schuldgefühlen gegenüber dem Vater, obwohl es faktisch nichts miteinander zu tun hat? Oder kennt der Vater diesen Freund tatsächlich, weshalb der Sohn massives overthinking betreibt und wegen seiner Selbstzweifel denkt, der Vater würde seinen Freund lieber mögen als ihn? Warum bringt sich der Sohn am Ende (vermeintlich) um, wo er doch eine Verlobte hat und zu Beginn eigentlich ganz happy mit sich und der Welt wirkt? Besitzt der Vater (im Traum?) eine Art metaphysische Macht über den Sohn, mit der er ihn zwingt, sein finales Urteil „Ich verurteile dich jetzt zum Tode des Ertrinkens!“ gegen seinen Willen auszuführen? Steht diese Macht symbolisch für das (gescheiterte?) Ausbrechen aus der elterlichen Autorität und Kontrolle im Erwachsenenalter? Wie viel von Kafkas eigener konfliktbehafteter Beziehung zu seinem Vater Hermann Kafka steckt da drin? Ich hoffe NICHT ALLZU VIEL, Franz… Mein Fazit in einem Satz: That escalated quickly. Ich habe fertig.
Kaum zu glauben, welche Literatur nicht geschrieben worden wäre, wenn Franz Kafka einen liebe- und verständnisvollen Vater gehabt hätte. Das Ringen mit der übergroßen Vaterfigur bringt dann so verstörende Erzählungen hervor, voller Täuschungen und Enttäuschungen. Das Urteil beginnt eigentlich recht harmonisch, selbst in den ersten Momenten mit dem Vater, aber dann verdunkelt sich alles in einer Schnelle, dass man am Ende wirklich wieder nur mit offenem Munde den letzten Satz liest, als das vernichtende Urteil vollzogen wird. Hervorragende Kurzgeschichte.
Der 100. Todestages von Franz Kafka habe ich als Gelegenheit genutzt, mich etwas weiter mit diesem überaus bekannten, deutschsprachigem Schriftstellers zu beschäftigen. Passend dazu erscheint gerade im Anaconda Verlag ein Sammelband mit verschiedenen Erzählungen Kafkas. Darunter befinden sich einige seiner bekanntesten und bedeutendsten Werke, wie "Das Urteil" und "Die Verwandlung", die ich schon gelesen habe und zu meinen Lieblingswerken von Kafka zähle. Sie zeugen von seiner meisterhaften Fähigkeit, die existenziellen Ängste und Konflikte seiner Protagonisten in surrealen und grotesken Situationen darzustellen. Die anderen Erzählungen dieses Sammelbandes waren mir bisher unbekannt, und ich muss gestehen, dass sie mich nicht so sehr beeindruckt haben wie die beiden genannten. Das liegt nicht daran, dass sie schlecht geschrieben sind, im Gegenteil, sie sind voller sprachlicher Präzision und symbolischer Tiefe. Aber sie sind auch sehr düster, trostlos und verstörend, und lassen den Leser oft ratlos und bedrückt zurück. Die Erzählung "Vor dem Gesetz" hat mir noch am besten gefallen, weil sie eine spannende Parabel über die Unzugänglichkeit der Gerechtigkeit ist. Ein Mann wartet sein ganzes Leben lang vor dem Tor des Gesetzes, ohne je eingelassen zu werden. Am Ende erfährt er, dass das Tor nur für ihn bestimmt war, aber nun für immer geschlossen wird. Diese Geschichte regt zum Nachdenken an über die Rolle des Individuums in einer bürokratischen und autoritären Gesellschaft, die Kafka selbst erlebt hat. Diese Geschichten sind sicherlich faszinierend und originell, aber auch sehr deprimierend und nihilistisch. Sie spiegeln die innere Zerrissenheit und Isolation Kafkas wider, der sich als Jude in einer antisemitischen Gesellschaft und als Schriftsteller in einer feindlichen Umwelt fühlte. Sie sind daher keine leichte Lektüre, sondern erfordern viel Geduld und Einfühlungsvermögen von dem Leser. Ich würde diesen Sammelband daher nur denjenigen empfehlen, die sich wirklich für Kafkas Werk interessieren und bereit sind, sich auf seine dunkle und verstörende Vision der Welt einzulassen.
Kaum zu glauben, welche Literatur nicht geschrieben worden wäre, wenn Franz Kafka einen liebe- und verständnisvollen Vater gehabt hätte. Das Ringen mit der übergroßen Vaterfigur bringt dann so verstörende Erzählungen hervor, voller Täuschungen und Enttäuschungen. Das Urteil beginnt eigentlich recht harmonisch, selbst in den ersten Momenten mit dem Vater, aber dann verdunkelt sich alles in einer Schnelle, dass man am Ende wirklich wieder nur mit offenem Munde den letzten Satz liest, als das vernichtende Urteil vollzogen wird. Hervorragende Kurzgeschichte.
Eigentlich ein sehr interessantes Buch und in der Literaturwissenschaft viel diskutiert aber ich konnte nicht unglaublich viel damit anfangen! Ich war die meiste Zeit verwirrt, ob sich dies nun eher in Georgs Gedanken abspielt oder ob es Wirklichkeit ist, wie Georgs Entscheidung begründet sein könnte, das Urteil am Ende zu befolgen und wie man generell den Vater-Sohn-Konflikt deuten soll. Der Vater und Georg waren zwei vielschichtige Gegensätze, wobei die Rollen zum Ende hin vertauscht wurden und der Konflikt seinen Höhepunkt gefunden hat. Ich konnte mit keinem der Protagonisten besonders mitfühlen, dazu ist die Erzählung vermutlich aber auch nicht gedacht. Insgesamt war ich also leider etwas ratlos bezüglich der Deutung der Geschichte, weiß aber auch, dass Kafka hier biographische Informationen mit einfließen lassen hat - vermutlich ist es also auch eine Art Auseinandersetzung mit seinen Gefühlen gegenüber seinem Vater und seiner Familie gewesen!
Kaum zu glauben, welche Literatur nicht geschrieben worden wäre, wenn Franz Kafka einen liebe- und verständnisvollen Vater gehabt hätte. Das Ringen mit der übergroßen Vaterfigur bringt dann so verstörende Erzählungen hervor, voller Täuschungen und Enttäuschungen. Das Urteil beginnt eigentlich recht harmonisch, selbst in den ersten Momenten mit dem Vater, aber dann verdunkelt sich alles in einer Schnelle, dass man am Ende wirklich wieder nur mit offenem Munde den letzten Satz liest, als das vernichtende Urteil vollzogen wird. Hervorragende Kurzgeschichte.
Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Franz Kafka wurde am 3. Juli 1883 als Sohn jüdischer Eltern in Prag geboren. Nach einem Jurastudium, das er 1906 mit der Promotion abschloss, trat Kafka 1908 in die »Arbeiter-Unfall-Versicherungs-Anstalt« ein, deren Beamter er bis zu seiner frühzeitigen Pensionierung im Jahr 1922 blieb. Im Spätsommer 1917 erlitt Franz Kafka einen Blutsturz; es war der Ausbruch der Tuberkulose, an deren Folgen er am 3. Juni 1924, noch nicht 41 Jahre alt, starb.
Beiträge
Ich verstehe jetzt, warum Kafka ein nach ihm benanntes Adjektiv hat: kafkaesk.
So, vier Werke von Kafka und ich steh grad zwischen dem Gefühl eines Fiebertraums oder reinem Amüsement. Insgesamt ist es auch hier, wie eigentlich immer bei klassischen Werken, wichtig, den Autoren oder die Autorin zu mögen wie auch seinen Schreibstil. Oder, wie in Kafkas Fall, seine Art Situationen und die eigentlich wahre Aussage auszudrücken. Da muss ich persönlich einfach sagen, dass es vielleicht etwas zu verschleiert verfasst ist, dass ich es doch verstehen könnte. Bei der einen Geschichte war dieses Empfinden deutlicher und in manche weniger. Ganz meins ist es trotzdem nicht. Ich geb auch etwas noch meine Meinung zu den einzelnen Kurzgeschichten, deshalb beginne ich gleich mit der ersten: „ Gibs auf!“ -> Eine halbe Seite, bei der sich mir der tiefere Sinn nicht entschließt. Ehrlich gesagt, ist die einzige Aussage, dass man aufgeben soll. Warum und weshalb? - keine Ahnung. 🥲 „ In der Strafkolonie“ -> Ich denke, es ist noch die bessere Kurzgeschichte. Ich war ja ein Fan dieser etwas brutalen Foltermaschine ( nicht das ich dieses Justizverfahren befürworte, ich bin halt einfach ein kleiner Thrillerfan 😂). Der Ausgang der Geschichte war aber doch wieder etwas seltsam, aber noch im Rahmen insgesamt. … Nicht so wie bei der nächsten… „Ein Landarzt“ -> Keine Ahnung, wie Kafka auf diese Geschichte kam, aber das kam einem Fiebertraum gleich. Das wurde mir spätestens ab dem Moment bewusst, als zwei Pferde plötzlich ihre Köpfe in die Fenster des Zimmers von dem Kranken steckten. Da hörte es aber noch nicht auf. War schon fast witzig zu lesen, so absurd war das ganze. „Das Urteil“ -> Irgendwie war die Kurzgeschichte wieder etwas bodenständiger. Ich kann mich zwar noch an alle Handlungsschritte erinnern ( schreibe die Rezi viel später), nur kam das alles nicht bei an. Es war so verschleiert. Ich weiß ja nicht.. War aber trotzdem nicht übel. Schließlich kann ich nur sagen, dass ich beim Lesen etwas erheitert wurde, aber nur weil es für meinen Geschmack so „mies“ war, dass es schon wieder Spaß machte. Kafka hatte viel Talent, nur sind seine Werke für mich überhaupt nicht greifbar. Der Interpretationsspielraum ist so groß, dass ich mich trotz Recherche frage, was mit diesen Worten ausgedrückt werden wollte. Es könnte natürlich sein, dass ich nur ganz lange über diese Werke nachdenken müsste, um den tieferen Sinn erkennen zu können, aber diese Zeit will ich mir dann doch auch nicht nehmen. Viel wird vom Inhalt wieder vergessen werden, aber es war teilweise amüsant. Deshalb: 2 Sterne ⭐️⭐️

Bin ich zu dumm für Kafka? ich denke schon 😅
Ich kann noch nicht einmal eine Sternebewertung abgeben, denn wie bewertet man etwas, das einen maximal verwirrt zurück lässt? "Das Geheimnis unserer Existenz in dichterischer Deutung" - my ass! Bei dem Spruch vorne auf dem Cover hätte ich es schon besser wissen sollen. Don't get me wrong, ein paar der "Geschichten" waren irgendwie okay. Hab ich sie verstanden? Nein. Würde ich sie nochmal lesen wollen? Auch nein. Haben sie mich zum Nachdenken gebracht? Ich glaube ab einem bestimmten Punkt habe ich einfach innerlich aufgegeben. Ich bin einfach nur froh, dass wir Kafka nie in der Schule durchgenommen haben. Tschüss Deutsch Leistung im Abi sag ich da...
Familiäre Konflikte und innere Zerrissenheit.
„Das Urteil“ von Franz Kafka ist eine beklemmende Erzählung über Autorität, Schuld und das Zerbrechen familiärer Bindungen. In knapper, eindringlicher Sprache schildert Kafka den inneren Konflikt eines Sohnes, der der übermächtigen Vaterfigur ausgeliefert ist. Die scheinbar klare Handlung kippt ins Absurde und lässt den Leser verstört, aber nachdenklich zurück. Ein kurzer Text von großer psychologischer und literarischer Wucht.
Ich dachte immer, Kafka könne man nur lieben oder hassen…
… und doch befinde ich mich nun irgendwo dazwischen. Das Rätselhafte und Vieldeutige macht vermutlich gerade das Faszinierende an Kafkas Texten aus und ermöglicht einen unfassbar großen und individuellen Interpretationsspielraum. Nicht ohne Grund wird er als „Meister der Mehrdeutigkeit“ bezeichnet. Oft musste ich mich nach dem Lesen selbst fragen, um was genau ging es denn jetzt in dem Text ganz konkret. Eine etwas intensivere Auseinandersetzung mit Kafka und seinen Werken ermöglich es jedoch, in die Tiefen seines modernen Denkens einzutauchen und gewährt dunkle Einblicke, die ein neues Bewusstsein für die Absurdität und Brüchigkeit des Lebens schaffen. Themen wie Entfremdung, Schuld, Verlust, Ohnmacht und Ausgeliefertsein sind Inhalt seiner Texte und eröffnen eine sehr düstere und unheilvolle Welt, die einem Alptraum gleicht, und doch mit einem sehr sachlichen und nüchternen Stil beschrieben wird. Kafkas Sprache ist glasklar und wirkt rational und unheimlich zugleich. Seine Texte haben in mir gleichzeitig ein Gefühl des Bedrückens und der Neugier ausgelöst. Ich habe Kafka gerne gelesen, aber es gibt Autor:innen, die ich durchaus gerner lese…

„Kafkaesk“ im wahrsten Sinne 🗞️🕰️👁️
[Spoiler folgen] Das Urteil - geschrieben angeblich in nur einer einzigen Nacht vom 22. auf den 23. September 1912 - war mein erster kleiner Ausflug in Franz Kafkas absurde Gedankenwelt. Und oh boy, was für ein Ritt… Mein erster Gedanke nach dem Beenden dieser Novelle: Ich habe Fragen, Herr Kafka. Einige sogar. Irgendwie fängt es ja ganz harmlos an. Ein in der Kürze der Seiten kaum greifbarer Protagonist beschließt einem kryptischen in Russland lebenden Brieffreund von seiner Verlobung zu erzählen. Mit sich hadernd, weil das Leben seines Freundes nicht so erfolgreich verläuft wie sein eigenes, geht er zum Vater, um seinen Rat einzuholen. Soweit so langweilig. Der Sohn wirkt absolut gefestigt, als er das Zimmer des Vaters betritt. Er scheint die Oberhand gegenüber seinem alten Vater zu haben. Doch je länger das Gespräch andauert, desto mehr wendet sich das Blatt. Der Vater entwickelt sich innerhalb weniger Sätze sprunghaft von einer normalen Figur, zu einem wirren, dement wirkenden alten Mann, um sich kurz danach zuerst in eine beunruhigende und schließlich in eine regelrecht bedrohliche Figur zu verwandeln. Es hagelt Vorwürfe über dieses und jenes und darüber, dass der russische Brieffreund angeblich gar nicht existieren würde. Der Vater wirkt paranoid. Der Sohn weicht zunächst eher verlegen der Fragerei aus, bittet den offensichtlich fantasierenden Vater, sich hinzulegen, woraufhin dieser vollkommen ausrastet. Nein, der Freund existiere auf jeden Fall und er kenne ihn sogar viel besser als sein Sohn. Er sei wie ein zweiter Sohn für ihn. Und er hat diesem Freund selbst Briefe geschrieben und weiß genau Bescheid über das Leben seines Sohnes und der Freund weiß auch genau Bescheid und irgendwie scheint der Sohn unter dem wachsenden Wahn des Vaters immer weiter zu schrumpfen. Er sei kein guter Freund. Kein guter Sohn. Kein guter Geschäftsmann. Obwohl sich der Vater ständig widerspricht. Mal existiert der Freund nicht. Dann existiert er doch. Mal ist der Vater hilflos. Dann allmächtig. Er braucht den Sohn nicht. Dann wird er von ihm im Stich gelassen. Normalerweise würden solche Widersprüche dazu führen, dass eine Figur immer unglaubwürdiger wird. Bei Kafka passiert aber das Gegenteil. Je widersprüchlicher der Vater wird, desto mächtiger wird er. Vollkommen unlogisch. Es driftet immer weiter in die Absurdität ab. Kafka fängt regelrecht an, die Wirklichkeit zu zerlegen. Auf einmal wirkt das ganze nicht mehr wie eine Alltagsszene, sondern wie ein Albtraum, in dem sich Schuldgefühle, Ängste und Hilflosigkeit des Sohnes gegenüber dem einschüchternden Vater wild und unlogisch (obwohl vom Autor sorgfältig konstruiert) miteinander vermischen. Komischerweise relativiert der Sohn ab diesem Punkt nicht länger das Verhalten des Vaters. Es verfestigt sich, dass er entweder tatsächlich etwas zu verbergen hat oder aber der Vater lügt/ ist einfach wahnsinnig geworden. Es ist verwirrend, aber irgendwie muss man einfach weiterlesen und diese Hirnrissigkeit akzeptieren. Go with the flow oder so. Ich finde es auch interessant, dass der Sohn zwischendrin den Gedanken hat, sein Vater wäre immer noch ein Riese. Ganz am Anfang schon, bevor der Vater so aufbraust. Auch die Szene, in der der Sohn auf den kränklichen Vater zugeht und sich vor ihm hinkniet. Der Vater hat den Kopf nach vorn fallen lassen und erst als Georg sich hinkniet und zu ihm hochschaut, sieht er, dass der Vater ihn längst mit „den Pupillen übergroß in den Winkeln der Augen“ anstarrt. Seine anfängliche Selbstsicherheit und kümmernde Haltung verfliegt. Stattdessen kocht ein altes Gefühl hoch. Irgendwo in ihm steckt noch das Bild des übermächtigen, großen Vaters. Und er hat so ein ungutes Gefühl, als er den Vater zum Bett trägt und bemerkt, dass dieser mit seiner Uhrkette spielt. Warum ist das so schrecklich für ihn? Wegen der körperlichen Nähe? Das ist interessant. Je genauer man liest, desto mehr Details fallen auf, die einfach ultra komisch sind. Dafür, dass es so kurz ist. Jetzt checke ich zumindest, was der Begriff „kafkaesk“ zu meinen hat. Ich habe nicht damit gerechnet, dass es so ins Surreale und Unheimliche entgleist. Bei Kafka hat diese Widersprüchlichkeit und Absurdität nichts Amüsantes, sondern etwas Bedrohliches. Solide (Alb-)Traumlogik. Sämtliche Fragen bleiben nach dem abrupten Ende unbeantwortet zurück. Hier abschließend ein kleines Sortiment meiner Verwirrung: Spielt das Ganze nur im Unterbewusstsein des Sohnes? Oder holt Kafka diese düstere Welt in seinem Werk in die Realität? Wer hat Recht, der Vater oder der Sohn? Und existiert dieser namenlose Freund in Russland jetzt wirklich oder nicht? Was hat der überhaupt mit dem Vater-Sohn-Konflikt zu tun? Vermischt sich das Schuldgefühl, nicht ehrlich zu seinem Freund gewesen zu sein, im Traum nahtlos mit den Schuldgefühlen gegenüber dem Vater, obwohl es faktisch nichts miteinander zu tun hat? Oder kennt der Vater diesen Freund tatsächlich, weshalb der Sohn massives overthinking betreibt und wegen seiner Selbstzweifel denkt, der Vater würde seinen Freund lieber mögen als ihn? Warum bringt sich der Sohn am Ende (vermeintlich) um, wo er doch eine Verlobte hat und zu Beginn eigentlich ganz happy mit sich und der Welt wirkt? Besitzt der Vater (im Traum?) eine Art metaphysische Macht über den Sohn, mit der er ihn zwingt, sein finales Urteil „Ich verurteile dich jetzt zum Tode des Ertrinkens!“ gegen seinen Willen auszuführen? Steht diese Macht symbolisch für das (gescheiterte?) Ausbrechen aus der elterlichen Autorität und Kontrolle im Erwachsenenalter? Wie viel von Kafkas eigener konfliktbehafteter Beziehung zu seinem Vater Hermann Kafka steckt da drin? Ich hoffe NICHT ALLZU VIEL, Franz… Mein Fazit in einem Satz: That escalated quickly. Ich habe fertig.
Kaum zu glauben, welche Literatur nicht geschrieben worden wäre, wenn Franz Kafka einen liebe- und verständnisvollen Vater gehabt hätte. Das Ringen mit der übergroßen Vaterfigur bringt dann so verstörende Erzählungen hervor, voller Täuschungen und Enttäuschungen. Das Urteil beginnt eigentlich recht harmonisch, selbst in den ersten Momenten mit dem Vater, aber dann verdunkelt sich alles in einer Schnelle, dass man am Ende wirklich wieder nur mit offenem Munde den letzten Satz liest, als das vernichtende Urteil vollzogen wird. Hervorragende Kurzgeschichte.
Der 100. Todestages von Franz Kafka habe ich als Gelegenheit genutzt, mich etwas weiter mit diesem überaus bekannten, deutschsprachigem Schriftstellers zu beschäftigen. Passend dazu erscheint gerade im Anaconda Verlag ein Sammelband mit verschiedenen Erzählungen Kafkas. Darunter befinden sich einige seiner bekanntesten und bedeutendsten Werke, wie "Das Urteil" und "Die Verwandlung", die ich schon gelesen habe und zu meinen Lieblingswerken von Kafka zähle. Sie zeugen von seiner meisterhaften Fähigkeit, die existenziellen Ängste und Konflikte seiner Protagonisten in surrealen und grotesken Situationen darzustellen. Die anderen Erzählungen dieses Sammelbandes waren mir bisher unbekannt, und ich muss gestehen, dass sie mich nicht so sehr beeindruckt haben wie die beiden genannten. Das liegt nicht daran, dass sie schlecht geschrieben sind, im Gegenteil, sie sind voller sprachlicher Präzision und symbolischer Tiefe. Aber sie sind auch sehr düster, trostlos und verstörend, und lassen den Leser oft ratlos und bedrückt zurück. Die Erzählung "Vor dem Gesetz" hat mir noch am besten gefallen, weil sie eine spannende Parabel über die Unzugänglichkeit der Gerechtigkeit ist. Ein Mann wartet sein ganzes Leben lang vor dem Tor des Gesetzes, ohne je eingelassen zu werden. Am Ende erfährt er, dass das Tor nur für ihn bestimmt war, aber nun für immer geschlossen wird. Diese Geschichte regt zum Nachdenken an über die Rolle des Individuums in einer bürokratischen und autoritären Gesellschaft, die Kafka selbst erlebt hat. Diese Geschichten sind sicherlich faszinierend und originell, aber auch sehr deprimierend und nihilistisch. Sie spiegeln die innere Zerrissenheit und Isolation Kafkas wider, der sich als Jude in einer antisemitischen Gesellschaft und als Schriftsteller in einer feindlichen Umwelt fühlte. Sie sind daher keine leichte Lektüre, sondern erfordern viel Geduld und Einfühlungsvermögen von dem Leser. Ich würde diesen Sammelband daher nur denjenigen empfehlen, die sich wirklich für Kafkas Werk interessieren und bereit sind, sich auf seine dunkle und verstörende Vision der Welt einzulassen.
Kaum zu glauben, welche Literatur nicht geschrieben worden wäre, wenn Franz Kafka einen liebe- und verständnisvollen Vater gehabt hätte. Das Ringen mit der übergroßen Vaterfigur bringt dann so verstörende Erzählungen hervor, voller Täuschungen und Enttäuschungen. Das Urteil beginnt eigentlich recht harmonisch, selbst in den ersten Momenten mit dem Vater, aber dann verdunkelt sich alles in einer Schnelle, dass man am Ende wirklich wieder nur mit offenem Munde den letzten Satz liest, als das vernichtende Urteil vollzogen wird. Hervorragende Kurzgeschichte.
Eigentlich ein sehr interessantes Buch und in der Literaturwissenschaft viel diskutiert aber ich konnte nicht unglaublich viel damit anfangen! Ich war die meiste Zeit verwirrt, ob sich dies nun eher in Georgs Gedanken abspielt oder ob es Wirklichkeit ist, wie Georgs Entscheidung begründet sein könnte, das Urteil am Ende zu befolgen und wie man generell den Vater-Sohn-Konflikt deuten soll. Der Vater und Georg waren zwei vielschichtige Gegensätze, wobei die Rollen zum Ende hin vertauscht wurden und der Konflikt seinen Höhepunkt gefunden hat. Ich konnte mit keinem der Protagonisten besonders mitfühlen, dazu ist die Erzählung vermutlich aber auch nicht gedacht. Insgesamt war ich also leider etwas ratlos bezüglich der Deutung der Geschichte, weiß aber auch, dass Kafka hier biographische Informationen mit einfließen lassen hat - vermutlich ist es also auch eine Art Auseinandersetzung mit seinen Gefühlen gegenüber seinem Vater und seiner Familie gewesen!
Kaum zu glauben, welche Literatur nicht geschrieben worden wäre, wenn Franz Kafka einen liebe- und verständnisvollen Vater gehabt hätte. Das Ringen mit der übergroßen Vaterfigur bringt dann so verstörende Erzählungen hervor, voller Täuschungen und Enttäuschungen. Das Urteil beginnt eigentlich recht harmonisch, selbst in den ersten Momenten mit dem Vater, aber dann verdunkelt sich alles in einer Schnelle, dass man am Ende wirklich wieder nur mit offenem Munde den letzten Satz liest, als das vernichtende Urteil vollzogen wird. Hervorragende Kurzgeschichte.
























