Das Unheimliche

Das Unheimliche

Taschenbuch
3.010

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Beschreibung

Aus dem Buch: "Der Psychoanalytiker verspürt nur selten den Antrieb zu ästhetischen Untersuchungen, auch dann nicht, wenn man die Ästhetik nicht auf die Lehre vom Schönen einengt, sondern sie als Lehre von den Qualitäten unseres Fühlens beschreibt. Er arbeitet in anderen Schichten des Seelenlebens und hat mit den zielgehemmten, gedämpften, von so vielen begleitenden Konstellationen abhängigen Gefühlsregungen, die zumeist der Stoff der Ästhetik sind, wenig zu tun. Hie und da trifft es sich doch, daß er sich für ein bestimmtes Gebiet der Ästhetik interessieren muß, und dann ist dies gewöhnlich ein abseits liegendes, von der ästhetischen Fachliteratur vernachlässigtes. Ein solches ist das Unheimliche. Kein Zweifel, daß es zum Schreckhaften, Angst-und Grauenerregenden gehört, und ebenso sicher ist es, daß dies Wort nicht immer in einem scharf zu bestimmenden Sinne gebraucht wird, so daß es eben meist mit dem Angsterregenden überhaupt zusammenfällt. Aber man darf doch erwarten, daß ein besonderer Kern vorhanden ist, der die Verwendung eines besonderen Begriffswortes rechtfertigt." Sigmund Freud (1856-1939) war ein österreichischer Neurologe, Tiefenpsychologe, Kulturtheoretiker und Religionskritiker. Als Begründer der Psychoanalyse erlangte er weltweite Bekanntheit. Freud gilt als einer der einflussreichsten Denker des 20. Jahrhunderts; seine Theorien und Methoden werden bis heute viel diskutiert.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Fachbücher
Sub-Genre
Gesellschaft & Sozialwissenschaften
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
30
Preis
9.20 €

Beiträge

2
Alle
4

Kompliziert doch unerwartet interessant.

Für einen Neuling von Freud und für eine Person mit wenig Erfahrung mit der Theorie der Psychoanalyse sowie literarischen Textanalysen war ich, der dieses Buch nur wegen des mystischen Titels und dessen Zusammenhang mit dem Werk Der Sandmann von E. T. A. Hoffmann, das ich kurz davor gelesen hatte, gekauft hatte, positiv überrascht von dem Interesse, das Freuds Text, aber besonders auch das Nachwort, in mir erweckt hat. Punkte, die ich so nie verknüpft hätte, wurden in genialer Weise verknüpft, und es wurden mir Ideen in den Kopf gesetzt, die ich sonst nie erwartet, gar erwartet haben hätte können. Nur 4 Sterne gibt es wegen der durchaus schwierigen Schreibweise und des ständigen Nachschlagens von Wörtern und Konzepten, wodurch, teils selbst verschuldet, mein Lesefluss etwas erschwert wurde.

3

Bißchen zäh, aber durchaus sehr interessant. Ich kann niemandem empfehlen, nebenbei ein Fantasybuch parallel zu lesen. Man fängt an, wirklich alles zu hinterfragen. Stellt sich mir nur die Frage, was ich als Nächstes von Herrn Freud lesen soll oder ob ich das besser bleiben lasse ;). Wie ich mich kenne, wird die Neugier siegen.

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