Das schweigsame Versprechen
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Buchinformationen
Beiträge
Regt zum Nachdenken an
Dieses Buch war für mich irgendwie aufwühlend, was ich ja immer gut finde, denn ich mag es, wenn Bücher starke Gefühle in mir auslösen. Wir begleiten hier Linus, der uns oft in Drei Wort Sätzen etwas von sich erzählt. Es wirkt so, als würde er sich erst nach und nach öffnen können, da auch die Sätze länger werden. Was Linus uns erzählt, hat die volle Bandbreite von Gefühlen in mir ausgelöst: von Verwirrung, bis hin zu Mitgefühl und starker Wut war alles dabei. Ich wollte ihn ein ums andere Mal einfach nur schütteln und ihn aus seinen Gedanken rausholen. Besonders ansprechend fand ich, das an manchen Absätzen Gedanken von Linus nochmal hervorgehoben wurden, welche auch mitunter zum Nachdenken angeregt haben. Eine große Leseempfehlung für diejenigen, welche gerne Bücher abseits eines bestimmten Genres lesen möchten und wenn man gerne tief in Gedanken und Gefühle eines Menschen abtauchen möchte.
Vorab sei gesagt: Dieses Buch ist anders. Jakob Thal wagt hier ein außergewöhnliches sprachliches Experiment – mutig, präzise und mit einer beeindruckenden stilistischen Konsequenz. Aus der Perspektive von Luis Winter entfaltet sich eine psychologisch dichte Erinnerungserzählung, die uns in das Innenleben eines Paares führt, das sich Stück für Stück entfremdet und schließlich mit der eigenen Wahrheit konfrontiert wird. Was zunächst kühl und distanziert wirkt entfaltet nach und nach eine beklemmende Intensität. Jakob Thal versteht es, diese scheinbare Leere mit Bedeutung aufzuladen. Zwischen den Zeilen entsteht eine Spannung, die man nicht sofort greifen kann, die aber unweigerlich fesselt. Und dann passiert etwas, das man kaum kommen sieht: Der Autor schleudert den Leser regelrecht in einen Gedanken-Mixer, wirft Wendungen, Emotionen und Zweifel hinein und lässt einen schwindlig, ratlos und fasziniert zugleich zurück. Am Ende bleibt vieles offen, aber genau darin liegt der Reiz dieses Romans. Luis Winter ist dabei eine Figur, die einen nicht loslässt. Von einer Obsession getrieben, verliert er zunehmend den Bezug zur Realität, und je weiter die Geschichte fortschreitet, desto mehr spürt man die wachsende Verwirrung, die ihn vollständig zu vereinnahmen droht. Ein stilles, aber nachhaltiges Leseerlebnis, das die Grenzen von Sprache und Wahrnehmung auslotet.
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Regt zum Nachdenken an
Dieses Buch war für mich irgendwie aufwühlend, was ich ja immer gut finde, denn ich mag es, wenn Bücher starke Gefühle in mir auslösen. Wir begleiten hier Linus, der uns oft in Drei Wort Sätzen etwas von sich erzählt. Es wirkt so, als würde er sich erst nach und nach öffnen können, da auch die Sätze länger werden. Was Linus uns erzählt, hat die volle Bandbreite von Gefühlen in mir ausgelöst: von Verwirrung, bis hin zu Mitgefühl und starker Wut war alles dabei. Ich wollte ihn ein ums andere Mal einfach nur schütteln und ihn aus seinen Gedanken rausholen. Besonders ansprechend fand ich, das an manchen Absätzen Gedanken von Linus nochmal hervorgehoben wurden, welche auch mitunter zum Nachdenken angeregt haben. Eine große Leseempfehlung für diejenigen, welche gerne Bücher abseits eines bestimmten Genres lesen möchten und wenn man gerne tief in Gedanken und Gefühle eines Menschen abtauchen möchte.
Vorab sei gesagt: Dieses Buch ist anders. Jakob Thal wagt hier ein außergewöhnliches sprachliches Experiment – mutig, präzise und mit einer beeindruckenden stilistischen Konsequenz. Aus der Perspektive von Luis Winter entfaltet sich eine psychologisch dichte Erinnerungserzählung, die uns in das Innenleben eines Paares führt, das sich Stück für Stück entfremdet und schließlich mit der eigenen Wahrheit konfrontiert wird. Was zunächst kühl und distanziert wirkt entfaltet nach und nach eine beklemmende Intensität. Jakob Thal versteht es, diese scheinbare Leere mit Bedeutung aufzuladen. Zwischen den Zeilen entsteht eine Spannung, die man nicht sofort greifen kann, die aber unweigerlich fesselt. Und dann passiert etwas, das man kaum kommen sieht: Der Autor schleudert den Leser regelrecht in einen Gedanken-Mixer, wirft Wendungen, Emotionen und Zweifel hinein und lässt einen schwindlig, ratlos und fasziniert zugleich zurück. Am Ende bleibt vieles offen, aber genau darin liegt der Reiz dieses Romans. Luis Winter ist dabei eine Figur, die einen nicht loslässt. Von einer Obsession getrieben, verliert er zunehmend den Bezug zur Realität, und je weiter die Geschichte fortschreitet, desto mehr spürt man die wachsende Verwirrung, die ihn vollständig zu vereinnahmen droht. Ein stilles, aber nachhaltiges Leseerlebnis, das die Grenzen von Sprache und Wahrnehmung auslotet.





