Sci-Fi
Das Geschlecht der Zukunft
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Über das Buch
Edward Bulwer-Lyttons Das Geschlecht der Zukunft, 1871 unter dem Titel The Coming Race erschienen, verbindet Reisebericht, utopische Spekulation und frühe Science-Fiction zu einer gelehrten Satire auf Fortschrittsglauben und imperialen Hochmut. Ein namenloser Erzähler entdeckt unter der Erde die Vril-ya, eine technisch und moralisch überlegene Zivilisation, deren Macht auf der geheimnisvollen Energie "Vril" beruht. In nüchtern-ethnographischem Ton beschreibt der Roman Sprache, Geschlechterordnung, Politik und Religion dieser Gesellschaft und stellt damit viktorianische Gewissheiten radikal in Frage. Bulwer-Lytton, aristokratischer Schriftsteller, Politiker und scharfer Beobachter seiner Zeit, schrieb aus der Mitte jener Epoche, in der Evolutionstheorie, Elektrizitätsforschung, Kolonialismus und soziale Reformdebatten das Denken veränderten. Seine Erfahrung im öffentlichen Leben, seine Neigung zu Okkultismus und spekulativer Philosophie sowie sein Interesse an historischen Wandlungsprozessen prägen die ambivalente Vision des Buches: Bewunderung für Ordnung und Wissen steht neben der Furcht vor Entmenschlichung durch perfekte Systeme. Dieses Werk empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die die Ursprünge moderner Zukunftsliteratur erkunden möchten. Es ist zugleich Abenteuererzählung, Ideenkritik und kulturgeschichtliches Dokument, dessen Fragen nach Macht, Technik und gesellschaftlicher Vollkommenheit bis heute provozieren.
Editionen (6)
ISBN9788027357697
Verlage-artnow
Erscheinungsdatum16.12.22
Seitenzahl104
Haupt-GenreSci-Fi
FormatTaschenbuch
SpracheDeutsch
Preis10.30 €
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