Das Dekameron

Das Dekameron

E-Book
3.29
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Beschreibung

Mit dem Werkbeitrag aus Kindlers Literatur Lexikon. Mit dem Autorenporträt aus dem Metzler Lexikon Weltliteratur. Mit Daten zu Leben und Werk, exklusiv verfasst von der Redaktion der Zeitschrift für Literatur TEXT + KRITIK. Italien im Jahr 1348: Während in Florenz die Pest wütet, flieht eine Gruppe junger Leute auf ein toskanisches Landgut und erzählt sich an zehn Tagen genau 100 Geschichten über die Liebe. Einfacher kann die Grundidee eines Buches kaum sein, und vor allem seine Einfachheit hat Boccaccios ›Dekameron‹, diese Feier des Lebens und der Liebe, zu einem Meisterwerk europäischer Erzählkunst gemacht, das Unterhaltungsliteratur im besten Sinn des Wortes ist.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Klassiker
Format
E-Book
Seitenzahl
920
Preis
3.99 €

Autorenbeschreibung

Giovanni Boccaccio, 1313 in Certaldo bei Florenz geboren, am 21.12.1375 dort auf seinem Landgut gestorben. Als unehelicher Sohn eines Florentiner Kaufmanns und einer adeligen Französin verbrachte Boccaccio seine Kindheit in Florenz. Mit zehn Jahren schrieb er erste Gedichte. Er studierte Jura, lebte in Neapel, dann als Notar und Richter in Florenz. Freundschaft mit Petrarca. Reisen nach Rom, Padua, Avignon, Neapel. Sein weltberühmtes Hauptwerk das »Decameron« übte einen entscheidenden Einfluß auf die italienische Kunstprosa aus.

Beiträge

1
Alle
3.5

Das Decameron ist ein unbestreitbarer Meilenstein der Weltliteratur, der im Angesicht der Florentiner Pest ein faszinierendes Panorama menschlicher Schwächen und Stärken entfaltet. Die Rahmenhandlung, in der zehn junge Adlige sich in die Isolation begeben und zehn Tage lang Geschichten erzählen, bietet eine reizvolle Prämisse, die aber nicht vollends zur Geltung kommt. Einige dieser 100 Novellen sind überraschend modern, witzig und in ihrer Kühnheit erfrischend – insbesondere jene, die sich um Bauernschläue, Nonnenlisten oder die Frivolitäten des Klerus drehen. Sie beweisen, dass Themen wie Betrug, Liebe und menschliche Dummheit zeitlos sind und auch heute noch kurzweilige Unterhaltung bieten. ​Allerdings leidet die Sammlung unter einem spürbaren Ungleichgewicht. Trotz der thematischen Vielfalt gibt es Passagen und ganze Tage, an denen sich die Erzählungen merklich ziehen, die Themen sich zu wiederholen scheinen und die sprachliche Eleganz zu einer gewissen Monotonie verkommt. Dies kann für moderne Lesende, die nicht explizit literaturgeschichtlich interessiert sind, eine Herausforderung darstellen und den Lesefluss bremsen. Das Decameron bleibt ein historisch und kulturell unverzichtbares Werk aber die Leseerfahrung ist für mich zu durchwachsen, um es besser zu bewerten.

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