Crossroads: Ein Inspektor Norcott-Roman
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Beschreibung
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"Crossroads" ist das Debüt von Jürgen Albers, der bereits als Jugendlicher seine Liebe zu den britischen Inseln entdeckte. Das Buch erschien zwar bereits vor einiger Zeit, jetzt hat es der Autor allerdings einer umfangreichen Überarbeitung unterzogen, an der ich als Beta-Leserin teilhaben durfte. Zum Inhalt: Chief Inspector Norcott lässt sich von London auf die Kanalinseln versetzen. Die Zeiten könnten allerdings auch hier unruhiger nicht sein: Im Sommer 1940 steht die Besetzung der Inseln durch die Deutschen kurz bevor, viele Einwohner verlassen die Inseln. Da wird eine Frau tot aufgefunden und ein Spur deutet darauf hin, dass ein britischer Soldat dafür verantwortlich ist. Wird Norcott es rechtzeitig schaffen, Antworten auf seine Fragen zu finden, ehe die Deutschen auf die Insel kommen? Meine Meinung: Schon auf den ersten Seiten wird klar, warum es mit diesem Roman nicht schwer fällt, in eine andere Zeit abzutauchen: Jürgen hat wirklich sehr, sehr toll recherchiert, was diese Zeit angeht. Viele Dinge kann man sich als moderner Mensch nicht mehr oder nur kaum vorstellen (vor allem nicht, wie einfach es war, die Kommunikation der Inseln zum Festland zu unterbinden) ... Dem Leser bleibt allerdings nicht viel Zeit, sich mit Norcott an sein neues Leben auf den Inseln zu gewöhnen. Ein Mord ist aufzuklären und die unsichere politische Lage erschwert es dem Polizisten, zusammen mit seinen Kollegen die Ermittlungen aufzunehmen. In einer Sache ist der Leser dem Team allerdings voraus: Er ahnt schon bald, dass hier auch andere, geheime Gruppierungen auf der Insel agieren. Ist einer der Spione für den Mord verantwortlich? Und worum geht es wirklich? Viele Fragen, die auf den insgesamt über 600 Seiten nach und nach beantwortet werden ... Im Gegensatz zu vielen anderen Krimis entfaltet sich die Geschichte eher langsam, nimmt erst nach dem ersten Drittel wirklich Fahrt auf, aber ich habe das als wohltuend empfunden, weil ich mir auch echte Ermittlungsarbeit so vorstelle. Man begleitet Norcott bei den Ermittlungen, lernt so nach und nach das persönliche Umfeld der Toten kennen. Die einzelnen Figuren erhalten auf diese Weise immer mehr Tiefe: Besonders einige der Nebenfiguren habe ich beim Lesen sehr liebgewonnen, denen Norcott bei seinen Ermittlungen begegnet. Ich hoffe deswegen sehr, dass diese auch in zukünftigen Büchern wieder einen Auftritt haben dürfen. Der Protagonist Charles Norcott ist mir dabei ebenfalls ans Herz gewachsen. Zwar hat er privat an einigen Dinge zu knabbern, trotzdem wird er als Mann vorgestellt, der fest auf zwei Beinen stehend durchs Leben geht und auch in Extremsituationen durchaus die Nerven behält. Seine menschliche Seite darf er in der Beziehung zu Vicky zeigen, die er während der Ermittlungen kennenlernt. Ganz am Ende des Romans erwartet den Leser noch ein Glossar, dass die im Roman vorkommenden historischen Personen und Gegenstände kurz vorstellt. Und ein kleines Extra gibt es ebenfalls. Was das ist, verrate ich jetzt allerdings nicht, um niemandem die Überraschung zu verderben. Als Beta-Leserin hat es mir ganz besonders viel Spaß bereitet, an der Entstehung bzw. Neuwerdung dieses Buchs mitzuwirken. Manche Dinge erschienen mir beim Lesen nicht rund, hier sorgte allerdings auch der Austausch mit dem Autor dafür, dass ich einige Details besser verstand. Ich kann mir nun tatsächlich etwas besser vorstellen, was es bedeutet, einen historischen Roman zu schreiben, denn es geht ja nicht nur um allgemeine historische Ereignisse, sondern auch um das Leben in der Zeit ganz allgemein. Die ursprüngliche Fassung sah außerdem ein etwas anderes Ende vor, welches mir persönlich nicht so sehr zusagte. Da ich mit dieser Meinung allerdings nicht alleine dastand, änderte Jürgen das letzte Kapitel noch einmal. Ich finde diese Version nun deutlich stimmiger und ich bin nun sehr gespannt, wie sie bei den Lesern ankommen wird. Mein Fazit: Jürgen Albers hat mit diesem Roman einen historischen Krimi abgeliefert, der sowohl spannend als auch ausgezeichnet recherchiert ist. Wer also etwas über die Ereignisse des Zweiten Weltkriegs auf den Kanalinseln erfahren und sich gleichzeitig mit einer abwechslungsreichen Kriminalgeschichte unterhalten lassen möchte, kann mit gutem Gewissen zu diesem Buch greifen.
Obwohl historische Romane eigentlich absolut nicht mein Genre sind, gebe ich hiermit eine absolute Leseempfehlung ab! "Crossroads" ist sehr gut recherchiert und spannend geschrieben. Es bleibt bis zum Schluss interessant und man möchte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen! Wirklich ein sehr gelungenes Werk!
Rezension | Crossroads von Jürgen Albers Beschreibung Inspektor Charles Norcott verfügt durch seine lange Tätigkeit bei Scotland Yard über einige Erfahrung. Durch private Umstände wird er jedoch als Inspektor für die britischen Kanalinseln eingesetzt. Im Frühsommer 1940 ereignet sich ein Mordfall auf der ruhigen Insel Guernsey, was seinen Aufenthalt dort erfordert. Die Ermittlungsarbeit gestaltet sich durch die Kriegseinflüsse schwerer als zuerst gedacht. Nachdem Frankreich von der deutschen Wehrmacht überrannt wurde, sind auch die britischen Kanalinseln nicht länger sicher und einer Besetzung ausgeliefert. In diesem Zustand, abgekappt von den Informationen Londons, hat Charles Norcott bald einen zweiten Mordfall zu lösen. Meine Meinung Der historische Kriminalroman „Crossroads“ von Jürgen Albers ist in dem Jahr 1940 angesiedelt, Schauplatz ist Gournsey, eine der britischen Kanalinseln. Sehr spannend ist hierbei vor allem der Einblick in das Leben der Leute während des Krieges und welche Besonderheiten das Leben auf einer Insel in so einer Zeit mit sich brachte. Die gute Recherchearbeit des Autors macht sich hierbei deutlich bemerkbar. Durch die detaillierte Erzählweise fühlt man sich tatsächlich in die Vergangenheit versetzt, man wird regelrecht Teil des Romans. Zum einen hat es mir sehr gut gefallen, wie subtil sich der Autor mit seinem Romanstoff auseinander gesetzt hat, und hatte meine Freude an den vielen Feinheiten. Dies ist allerdings ein zweischneidiges Schwert, denn zwischendurch hätte ich mir gewünscht, dass die Handlung etwas schneller vorangetrieben wird. Spätestens als sich der zweite Mord ereignete wurden meine Bedenken jedoch beiseite gewischt. Die Story nimmt eine Dynamik an, der man sich nicht länger entziehen kann! "Dass sie sich ihres Mangels in keiner Weise bewusst ist, macht es nicht einfacher. Sie ist eine der schlechtesten Zeuginnen, die ich jemals befragen musste." (Seite 30/31) Die Geschichte ist nichts für Leser die nach einem spannungsgeladenen Buch suchen, in dem sich die Ereignisse überschlagen und die Seiten vor Blut triefen. Die Stärke von „Crossroads“ liegt in der authentischen Darstellungen der Polizeiarbeit von Inspektor Norcott und seinem Team. Die schleppenden Ermittlungen sind Folge des wütenden Krieges und die Besetzung der Insel Guernsey durch die Deutschen. Durch den besonderen Hintergrund der Kriegszeit ergibt sich ein ganz eigener, unterschwelliger Spannungsbogen. Es hat mich beeindruckt und bewegt, in die Kriegszeit einzutauchen und die Probleme und Ängste der Menschen hautnah mitzuerleben. Außerdem hat Jürgen Albers meine Neugier auf die wunderschön gelegenen Kanalinseln geweckt. "Nun, sie werden überall ihre Nase reinstecken und uns Vorschriften für alles machen. Die Deutschen lieben Vorschriften und sie werden sie säckeweise mitbringen." (Seite 68) Besonders hervorzuheben sind die fein gezeichneten Protagonisten, die durch eine gekonnte Potraitierung polarisieren. Vom Hauptdarsteller Inspector Charles Norcott, an dem ich durch seine heroische und kämpferische Art gleich Gefallen fand, bis hin zu der schrulligen Mrs. Dobbs, ist es Jürgen Albers gelungen seine Figuren mit dem gewissen Etwas auszustatten und ihnen Leben einzuhauchen. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf die nächsten Ermittlungen von Charles Norcott! Fazit Ein Krimi der durch seinen geschichtlichen Hintergrund und lebensnahe Protagonisten besticht.
Rezension | Crossroads von Jürgen Albers Beschreibung Inspektor Charles Norcott verfügt durch seine lange Tätigkeit bei Scotland Yard über einige Erfahrung. Durch private Umstände wird er jedoch als Inspektor für die britischen Kanalinseln eingesetzt. Im Frühsommer 1940 ereignet sich ein Mordfall auf der ruhigen Insel Guernsey, was seinen Aufenthalt dort erfordert. Die Ermittlungsarbeit gestaltet sich durch die Kriegseinflüsse schwerer als zuerst gedacht. Nachdem Frankreich von der deutschen Wehrmacht überrannt wurde, sind auch die britischen Kanalinseln nicht länger sicher und einer Besetzung ausgeliefert. In diesem Zustand, abgekappt von den Informationen Londons, hat Charles Norcott bald einen zweiten Mordfall zu lösen. Meine Meinung Der historische Kriminalroman „Crossroads“ von Jürgen Albers ist in dem Jahr 1940 angesiedelt, Schauplatz ist Gournsey, eine der britischen Kanalinseln. Sehr spannend ist hierbei vor allem der Einblick in das Leben der Leute während des Krieges und welche Besonderheiten das Leben auf einer Insel in so einer Zeit mit sich brachte. Die gute Recherchearbeit des Autors macht sich hierbei deutlich bemerkbar. Durch die detaillierte Erzählweise fühlt man sich tatsächlich in die Vergangenheit versetzt, man wird regelrecht Teil des Romans. Zum einen hat es mir sehr gut gefallen, wie subtil sich der Autor mit seinem Romanstoff auseinander gesetzt hat, und hatte meine Freude an den vielen Feinheiten. Dies ist allerdings ein zweischneidiges Schwert, denn zwischendurch hätte ich mir gewünscht, dass die Handlung etwas schneller vorangetrieben wird. Spätestens als sich der zweite Mord ereignete wurden meine Bedenken jedoch beiseite gewischt. Die Story nimmt eine Dynamik an, der man sich nicht länger entziehen kann! "Dass sie sich ihres Mangels in keiner Weise bewusst ist, macht es nicht einfacher. Sie ist eine der schlechtesten Zeuginnen, die ich jemals befragen musste." (Seite 30/31) Die Geschichte ist nichts für Leser die nach einem spannungsgeladenen Buch suchen, in dem sich die Ereignisse überschlagen und die Seiten vor Blut triefen. Die Stärke von „Crossroads“ liegt in der authentischen Darstellungen der Polizeiarbeit von Inspektor Norcott und seinem Team. Die schleppenden Ermittlungen sind Folge des wütenden Krieges und die Besetzung der Insel Guernsey durch die Deutschen. Durch den besonderen Hintergrund der Kriegszeit ergibt sich ein ganz eigener, unterschwelliger Spannungsbogen. Es hat mich beeindruckt und bewegt, in die Kriegszeit einzutauchen und die Probleme und Ängste der Menschen hautnah mitzuerleben. Außerdem hat Jürgen Albers meine Neugier auf die wunderschön gelegenen Kanalinseln geweckt. "Nun, sie werden überall ihre Nase reinstecken und uns Vorschriften für alles machen. Die Deutschen lieben Vorschriften und sie werden sie säckeweise mitbringen." (Seite 68) Besonders hervorzuheben sind die fein gezeichneten Protagonisten, die durch eine gekonnte Potraitierung polarisieren. Vom Hauptdarsteller Inspector Charles Norcott, an dem ich durch seine heroische und kämpferische Art gleich Gefallen fand, bis hin zu der schrulligen Mrs. Dobbs, ist es Jürgen Albers gelungen seine Figuren mit dem gewissen Etwas auszustatten und ihnen Leben einzuhauchen. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf die nächsten Ermittlungen von Charles Norcott! Fazit Ein Krimi der durch seinen geschichtlichen Hintergrund und lebensnahe Protagonisten besticht.
Jürgen Albers legt mit "Crossroads" einen beachtlichen Debütroman vor und zeigt damit, ganz nebenher, dass ein in Eigenregie veröffentlichtes Buch sich qualitativ nicht unbedingt hinter seinen in großen Publikumsverlagen erschienenen Brüdern verstecken muss. Das fängt schon beim Cover an, das sehr professionell und ansprechend gestaltet ist, kann aber auch inhaltlich mit diesem guten ersten Eindruck mithalten – obwohl sich der Autor mit einem historischen Kriminalroman ein anspruchsvolles Genre für seinen Erstling ausgesucht hat! Die Handlung beginnt im Juni 1940, Schauplatz sind die britischen Inseln im Ärmelkanal. Die politische Lage ist hochbrisant: die Deutschen stehen quasi schon vor der Tür, die Inseln sollen jedoch aus taktischen Erwägungen nicht militärisch verteidigt werden. Ein großer Teil der Einwohner wurde bereits evakuiert, der Rest wartet (mehr oder weniger ergeben) auf das Unvermeidliche. Vor diesem Hintergrund ermittelt Chief Inspector Norcott, erst kürzlich auf die Kanalinseln versetzt, im Mord an einer jungen Frau auf der Insel Guernsey, wobei er mit außergewöhnlichen Schwierigkeiten zu kämpfen hat, die der außergewöhnlichen historischen Situation zu schulden sind. Und diese Situation ist großartig recherchiert! Die dichte Atmosphäre lässt den Leser mühelos eintauchen in Ort und Zeit, ohne ihn mit trockenen historischen Fakten zu erschlagen – denn diese Fakten werden unterhaltsam und lebendig in die Geschichte eingebaut. Da passt jedes Detail, alles ist in sich stimmig und atmet Authentizität. Das Glossar am Ende des Buches ist ein zusätzlicher Bonus für den Interessierten. Natürlich kann der Kriminalfall unter den Umständen nicht so einfach aufgeklärt werden, denn zum einen wird die Kommunikation mit dem Festland immer schwieriger und viele Ressourcen stehen schlicht nicht zur Verfügung, und zum anderen ist Chief Inspector Norcott verantwortlich dafür, dass im Ernstfall die Übergabe der Insel an die Deutschen friedlich und geordnet vonstatten geht, und daher zeitlich und nervlich extrem ausgelastet. Trotzdem ist er entschlossen, den Mörder zu finden. Im Krieg, wenn Todesfälle zur traurigen Normalität werden, könnte man meinen, dass der Mord an einer einzelnen Frau (beziehungsweise später an zwei Frauen) gar nicht mehr ins Gewicht fällt, aber Norcott verliert den Wert jeden Lebens niemals aus den Augen, was ihn mir direkt sehr sympathisch machte. Obwohl die Aufklärung notgedrungen relativ langsam vorangeht, wurde mir das Buch dennoch nie langweilig; ganz abgesehen von den Morden mangelt es diesem kleinen Einblick in die Geschichte definitiv nicht an Spannungspotential – vor allem, da man als Leser schnell realisiert, was sich da alles hinter den Kulissen abspielt! Interessant fand ich besonders, dass sich hier letztlich Ermittler aus verfeindeten Ländern zusammentun müssen, und erfreulich, dass der Autor bei deren Charakterisierung auf Klischees verzichtet. Überhaupt werden alle Figuren sehr gut und glaubhaft beschrieben, mit wunderbarer Komplexität und Lebendigkeit. Schade fand ich, dass Norcott sich zunächst sehr auf einen Verdächtigen versteift und sogar dann nicht davon ablässt, als ein Beweismittel auf die Täterschaft oder zumindest Beteiligung einer anderen Person hindeutet. Später gerät dann überraschend eine dritte Person jäh ins unerbittliche Fadenkreuz seiner Ermittlung, was ich ebenfalls nicht so recht nachvollziehen konnte. Davon abgesehen ist Norcott aber ein fähiger Ermittler, der auch in schwierigen Zeiten Mittel und Wege findet, die Wahrheit ans Licht zu bringen. Über eine Sache hätte ich am Schluss allerdings gerne deutlich mehr erfahren! Dem Schreibstil gelingt der Spagat, einerseits den modernen Leser anzusprechen und abzuholen, sich aber andererseits nicht wie ein Fremdkörper von der beschriebenen historischen Epoche abzuheben. Fazit: "Crossroads" ist ein historischer Kriminalroman, der im Jahr 1940 auf den Kanalinseln angesiedelt ist, kurz vor und nach deren Übernahme durch die Deutschen. Chief Inspector Norcott fällt nicht nur die Aufgabe zu, für eine möglichst reibungslose, gewaltfreie Übergabe zu sorgen, sondern auch die Ermittlung in zunächst einem, später zwei Mordfällen an jungen Frauen. Das Buch überzeugte mich vor allem mit der bis ins kleinste Detail recherchierten Darstellung der Schauplätze und historischen Begebenheiten, die dabei sowohl atmosphärisch stimmig als auch unterhaltsam beschrieben werden. Die verschiedenen Personen konnten ebenfalls mit lebendiger und glaubhafter Charakterisierung punkten, und der Kriminalfall ist meines Erachtens gut konstruiert, mit mehr als einer unerwarteten Wendung. Interesse an Geschichte sollte man schon mitbringen, da viel der Spannung sich eher aus der politischen Situation ergibt! Ist dieses Interesse jedoch gegeben, ist "Crossroads" in meinen Augen ein vielversprechender Auftakt für die geplante Serie rund um Chief Inspector Norcott.
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Buchinformationen
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"Crossroads" ist das Debüt von Jürgen Albers, der bereits als Jugendlicher seine Liebe zu den britischen Inseln entdeckte. Das Buch erschien zwar bereits vor einiger Zeit, jetzt hat es der Autor allerdings einer umfangreichen Überarbeitung unterzogen, an der ich als Beta-Leserin teilhaben durfte. Zum Inhalt: Chief Inspector Norcott lässt sich von London auf die Kanalinseln versetzen. Die Zeiten könnten allerdings auch hier unruhiger nicht sein: Im Sommer 1940 steht die Besetzung der Inseln durch die Deutschen kurz bevor, viele Einwohner verlassen die Inseln. Da wird eine Frau tot aufgefunden und ein Spur deutet darauf hin, dass ein britischer Soldat dafür verantwortlich ist. Wird Norcott es rechtzeitig schaffen, Antworten auf seine Fragen zu finden, ehe die Deutschen auf die Insel kommen? Meine Meinung: Schon auf den ersten Seiten wird klar, warum es mit diesem Roman nicht schwer fällt, in eine andere Zeit abzutauchen: Jürgen hat wirklich sehr, sehr toll recherchiert, was diese Zeit angeht. Viele Dinge kann man sich als moderner Mensch nicht mehr oder nur kaum vorstellen (vor allem nicht, wie einfach es war, die Kommunikation der Inseln zum Festland zu unterbinden) ... Dem Leser bleibt allerdings nicht viel Zeit, sich mit Norcott an sein neues Leben auf den Inseln zu gewöhnen. Ein Mord ist aufzuklären und die unsichere politische Lage erschwert es dem Polizisten, zusammen mit seinen Kollegen die Ermittlungen aufzunehmen. In einer Sache ist der Leser dem Team allerdings voraus: Er ahnt schon bald, dass hier auch andere, geheime Gruppierungen auf der Insel agieren. Ist einer der Spione für den Mord verantwortlich? Und worum geht es wirklich? Viele Fragen, die auf den insgesamt über 600 Seiten nach und nach beantwortet werden ... Im Gegensatz zu vielen anderen Krimis entfaltet sich die Geschichte eher langsam, nimmt erst nach dem ersten Drittel wirklich Fahrt auf, aber ich habe das als wohltuend empfunden, weil ich mir auch echte Ermittlungsarbeit so vorstelle. Man begleitet Norcott bei den Ermittlungen, lernt so nach und nach das persönliche Umfeld der Toten kennen. Die einzelnen Figuren erhalten auf diese Weise immer mehr Tiefe: Besonders einige der Nebenfiguren habe ich beim Lesen sehr liebgewonnen, denen Norcott bei seinen Ermittlungen begegnet. Ich hoffe deswegen sehr, dass diese auch in zukünftigen Büchern wieder einen Auftritt haben dürfen. Der Protagonist Charles Norcott ist mir dabei ebenfalls ans Herz gewachsen. Zwar hat er privat an einigen Dinge zu knabbern, trotzdem wird er als Mann vorgestellt, der fest auf zwei Beinen stehend durchs Leben geht und auch in Extremsituationen durchaus die Nerven behält. Seine menschliche Seite darf er in der Beziehung zu Vicky zeigen, die er während der Ermittlungen kennenlernt. Ganz am Ende des Romans erwartet den Leser noch ein Glossar, dass die im Roman vorkommenden historischen Personen und Gegenstände kurz vorstellt. Und ein kleines Extra gibt es ebenfalls. Was das ist, verrate ich jetzt allerdings nicht, um niemandem die Überraschung zu verderben. Als Beta-Leserin hat es mir ganz besonders viel Spaß bereitet, an der Entstehung bzw. Neuwerdung dieses Buchs mitzuwirken. Manche Dinge erschienen mir beim Lesen nicht rund, hier sorgte allerdings auch der Austausch mit dem Autor dafür, dass ich einige Details besser verstand. Ich kann mir nun tatsächlich etwas besser vorstellen, was es bedeutet, einen historischen Roman zu schreiben, denn es geht ja nicht nur um allgemeine historische Ereignisse, sondern auch um das Leben in der Zeit ganz allgemein. Die ursprüngliche Fassung sah außerdem ein etwas anderes Ende vor, welches mir persönlich nicht so sehr zusagte. Da ich mit dieser Meinung allerdings nicht alleine dastand, änderte Jürgen das letzte Kapitel noch einmal. Ich finde diese Version nun deutlich stimmiger und ich bin nun sehr gespannt, wie sie bei den Lesern ankommen wird. Mein Fazit: Jürgen Albers hat mit diesem Roman einen historischen Krimi abgeliefert, der sowohl spannend als auch ausgezeichnet recherchiert ist. Wer also etwas über die Ereignisse des Zweiten Weltkriegs auf den Kanalinseln erfahren und sich gleichzeitig mit einer abwechslungsreichen Kriminalgeschichte unterhalten lassen möchte, kann mit gutem Gewissen zu diesem Buch greifen.
Obwohl historische Romane eigentlich absolut nicht mein Genre sind, gebe ich hiermit eine absolute Leseempfehlung ab! "Crossroads" ist sehr gut recherchiert und spannend geschrieben. Es bleibt bis zum Schluss interessant und man möchte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen! Wirklich ein sehr gelungenes Werk!
Rezension | Crossroads von Jürgen Albers Beschreibung Inspektor Charles Norcott verfügt durch seine lange Tätigkeit bei Scotland Yard über einige Erfahrung. Durch private Umstände wird er jedoch als Inspektor für die britischen Kanalinseln eingesetzt. Im Frühsommer 1940 ereignet sich ein Mordfall auf der ruhigen Insel Guernsey, was seinen Aufenthalt dort erfordert. Die Ermittlungsarbeit gestaltet sich durch die Kriegseinflüsse schwerer als zuerst gedacht. Nachdem Frankreich von der deutschen Wehrmacht überrannt wurde, sind auch die britischen Kanalinseln nicht länger sicher und einer Besetzung ausgeliefert. In diesem Zustand, abgekappt von den Informationen Londons, hat Charles Norcott bald einen zweiten Mordfall zu lösen. Meine Meinung Der historische Kriminalroman „Crossroads“ von Jürgen Albers ist in dem Jahr 1940 angesiedelt, Schauplatz ist Gournsey, eine der britischen Kanalinseln. Sehr spannend ist hierbei vor allem der Einblick in das Leben der Leute während des Krieges und welche Besonderheiten das Leben auf einer Insel in so einer Zeit mit sich brachte. Die gute Recherchearbeit des Autors macht sich hierbei deutlich bemerkbar. Durch die detaillierte Erzählweise fühlt man sich tatsächlich in die Vergangenheit versetzt, man wird regelrecht Teil des Romans. Zum einen hat es mir sehr gut gefallen, wie subtil sich der Autor mit seinem Romanstoff auseinander gesetzt hat, und hatte meine Freude an den vielen Feinheiten. Dies ist allerdings ein zweischneidiges Schwert, denn zwischendurch hätte ich mir gewünscht, dass die Handlung etwas schneller vorangetrieben wird. Spätestens als sich der zweite Mord ereignete wurden meine Bedenken jedoch beiseite gewischt. Die Story nimmt eine Dynamik an, der man sich nicht länger entziehen kann! "Dass sie sich ihres Mangels in keiner Weise bewusst ist, macht es nicht einfacher. Sie ist eine der schlechtesten Zeuginnen, die ich jemals befragen musste." (Seite 30/31) Die Geschichte ist nichts für Leser die nach einem spannungsgeladenen Buch suchen, in dem sich die Ereignisse überschlagen und die Seiten vor Blut triefen. Die Stärke von „Crossroads“ liegt in der authentischen Darstellungen der Polizeiarbeit von Inspektor Norcott und seinem Team. Die schleppenden Ermittlungen sind Folge des wütenden Krieges und die Besetzung der Insel Guernsey durch die Deutschen. Durch den besonderen Hintergrund der Kriegszeit ergibt sich ein ganz eigener, unterschwelliger Spannungsbogen. Es hat mich beeindruckt und bewegt, in die Kriegszeit einzutauchen und die Probleme und Ängste der Menschen hautnah mitzuerleben. Außerdem hat Jürgen Albers meine Neugier auf die wunderschön gelegenen Kanalinseln geweckt. "Nun, sie werden überall ihre Nase reinstecken und uns Vorschriften für alles machen. Die Deutschen lieben Vorschriften und sie werden sie säckeweise mitbringen." (Seite 68) Besonders hervorzuheben sind die fein gezeichneten Protagonisten, die durch eine gekonnte Potraitierung polarisieren. Vom Hauptdarsteller Inspector Charles Norcott, an dem ich durch seine heroische und kämpferische Art gleich Gefallen fand, bis hin zu der schrulligen Mrs. Dobbs, ist es Jürgen Albers gelungen seine Figuren mit dem gewissen Etwas auszustatten und ihnen Leben einzuhauchen. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf die nächsten Ermittlungen von Charles Norcott! Fazit Ein Krimi der durch seinen geschichtlichen Hintergrund und lebensnahe Protagonisten besticht.
Rezension | Crossroads von Jürgen Albers Beschreibung Inspektor Charles Norcott verfügt durch seine lange Tätigkeit bei Scotland Yard über einige Erfahrung. Durch private Umstände wird er jedoch als Inspektor für die britischen Kanalinseln eingesetzt. Im Frühsommer 1940 ereignet sich ein Mordfall auf der ruhigen Insel Guernsey, was seinen Aufenthalt dort erfordert. Die Ermittlungsarbeit gestaltet sich durch die Kriegseinflüsse schwerer als zuerst gedacht. Nachdem Frankreich von der deutschen Wehrmacht überrannt wurde, sind auch die britischen Kanalinseln nicht länger sicher und einer Besetzung ausgeliefert. In diesem Zustand, abgekappt von den Informationen Londons, hat Charles Norcott bald einen zweiten Mordfall zu lösen. Meine Meinung Der historische Kriminalroman „Crossroads“ von Jürgen Albers ist in dem Jahr 1940 angesiedelt, Schauplatz ist Gournsey, eine der britischen Kanalinseln. Sehr spannend ist hierbei vor allem der Einblick in das Leben der Leute während des Krieges und welche Besonderheiten das Leben auf einer Insel in so einer Zeit mit sich brachte. Die gute Recherchearbeit des Autors macht sich hierbei deutlich bemerkbar. Durch die detaillierte Erzählweise fühlt man sich tatsächlich in die Vergangenheit versetzt, man wird regelrecht Teil des Romans. Zum einen hat es mir sehr gut gefallen, wie subtil sich der Autor mit seinem Romanstoff auseinander gesetzt hat, und hatte meine Freude an den vielen Feinheiten. Dies ist allerdings ein zweischneidiges Schwert, denn zwischendurch hätte ich mir gewünscht, dass die Handlung etwas schneller vorangetrieben wird. Spätestens als sich der zweite Mord ereignete wurden meine Bedenken jedoch beiseite gewischt. Die Story nimmt eine Dynamik an, der man sich nicht länger entziehen kann! "Dass sie sich ihres Mangels in keiner Weise bewusst ist, macht es nicht einfacher. Sie ist eine der schlechtesten Zeuginnen, die ich jemals befragen musste." (Seite 30/31) Die Geschichte ist nichts für Leser die nach einem spannungsgeladenen Buch suchen, in dem sich die Ereignisse überschlagen und die Seiten vor Blut triefen. Die Stärke von „Crossroads“ liegt in der authentischen Darstellungen der Polizeiarbeit von Inspektor Norcott und seinem Team. Die schleppenden Ermittlungen sind Folge des wütenden Krieges und die Besetzung der Insel Guernsey durch die Deutschen. Durch den besonderen Hintergrund der Kriegszeit ergibt sich ein ganz eigener, unterschwelliger Spannungsbogen. Es hat mich beeindruckt und bewegt, in die Kriegszeit einzutauchen und die Probleme und Ängste der Menschen hautnah mitzuerleben. Außerdem hat Jürgen Albers meine Neugier auf die wunderschön gelegenen Kanalinseln geweckt. "Nun, sie werden überall ihre Nase reinstecken und uns Vorschriften für alles machen. Die Deutschen lieben Vorschriften und sie werden sie säckeweise mitbringen." (Seite 68) Besonders hervorzuheben sind die fein gezeichneten Protagonisten, die durch eine gekonnte Potraitierung polarisieren. Vom Hauptdarsteller Inspector Charles Norcott, an dem ich durch seine heroische und kämpferische Art gleich Gefallen fand, bis hin zu der schrulligen Mrs. Dobbs, ist es Jürgen Albers gelungen seine Figuren mit dem gewissen Etwas auszustatten und ihnen Leben einzuhauchen. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf die nächsten Ermittlungen von Charles Norcott! Fazit Ein Krimi der durch seinen geschichtlichen Hintergrund und lebensnahe Protagonisten besticht.
Jürgen Albers legt mit "Crossroads" einen beachtlichen Debütroman vor und zeigt damit, ganz nebenher, dass ein in Eigenregie veröffentlichtes Buch sich qualitativ nicht unbedingt hinter seinen in großen Publikumsverlagen erschienenen Brüdern verstecken muss. Das fängt schon beim Cover an, das sehr professionell und ansprechend gestaltet ist, kann aber auch inhaltlich mit diesem guten ersten Eindruck mithalten – obwohl sich der Autor mit einem historischen Kriminalroman ein anspruchsvolles Genre für seinen Erstling ausgesucht hat! Die Handlung beginnt im Juni 1940, Schauplatz sind die britischen Inseln im Ärmelkanal. Die politische Lage ist hochbrisant: die Deutschen stehen quasi schon vor der Tür, die Inseln sollen jedoch aus taktischen Erwägungen nicht militärisch verteidigt werden. Ein großer Teil der Einwohner wurde bereits evakuiert, der Rest wartet (mehr oder weniger ergeben) auf das Unvermeidliche. Vor diesem Hintergrund ermittelt Chief Inspector Norcott, erst kürzlich auf die Kanalinseln versetzt, im Mord an einer jungen Frau auf der Insel Guernsey, wobei er mit außergewöhnlichen Schwierigkeiten zu kämpfen hat, die der außergewöhnlichen historischen Situation zu schulden sind. Und diese Situation ist großartig recherchiert! Die dichte Atmosphäre lässt den Leser mühelos eintauchen in Ort und Zeit, ohne ihn mit trockenen historischen Fakten zu erschlagen – denn diese Fakten werden unterhaltsam und lebendig in die Geschichte eingebaut. Da passt jedes Detail, alles ist in sich stimmig und atmet Authentizität. Das Glossar am Ende des Buches ist ein zusätzlicher Bonus für den Interessierten. Natürlich kann der Kriminalfall unter den Umständen nicht so einfach aufgeklärt werden, denn zum einen wird die Kommunikation mit dem Festland immer schwieriger und viele Ressourcen stehen schlicht nicht zur Verfügung, und zum anderen ist Chief Inspector Norcott verantwortlich dafür, dass im Ernstfall die Übergabe der Insel an die Deutschen friedlich und geordnet vonstatten geht, und daher zeitlich und nervlich extrem ausgelastet. Trotzdem ist er entschlossen, den Mörder zu finden. Im Krieg, wenn Todesfälle zur traurigen Normalität werden, könnte man meinen, dass der Mord an einer einzelnen Frau (beziehungsweise später an zwei Frauen) gar nicht mehr ins Gewicht fällt, aber Norcott verliert den Wert jeden Lebens niemals aus den Augen, was ihn mir direkt sehr sympathisch machte. Obwohl die Aufklärung notgedrungen relativ langsam vorangeht, wurde mir das Buch dennoch nie langweilig; ganz abgesehen von den Morden mangelt es diesem kleinen Einblick in die Geschichte definitiv nicht an Spannungspotential – vor allem, da man als Leser schnell realisiert, was sich da alles hinter den Kulissen abspielt! Interessant fand ich besonders, dass sich hier letztlich Ermittler aus verfeindeten Ländern zusammentun müssen, und erfreulich, dass der Autor bei deren Charakterisierung auf Klischees verzichtet. Überhaupt werden alle Figuren sehr gut und glaubhaft beschrieben, mit wunderbarer Komplexität und Lebendigkeit. Schade fand ich, dass Norcott sich zunächst sehr auf einen Verdächtigen versteift und sogar dann nicht davon ablässt, als ein Beweismittel auf die Täterschaft oder zumindest Beteiligung einer anderen Person hindeutet. Später gerät dann überraschend eine dritte Person jäh ins unerbittliche Fadenkreuz seiner Ermittlung, was ich ebenfalls nicht so recht nachvollziehen konnte. Davon abgesehen ist Norcott aber ein fähiger Ermittler, der auch in schwierigen Zeiten Mittel und Wege findet, die Wahrheit ans Licht zu bringen. Über eine Sache hätte ich am Schluss allerdings gerne deutlich mehr erfahren! Dem Schreibstil gelingt der Spagat, einerseits den modernen Leser anzusprechen und abzuholen, sich aber andererseits nicht wie ein Fremdkörper von der beschriebenen historischen Epoche abzuheben. Fazit: "Crossroads" ist ein historischer Kriminalroman, der im Jahr 1940 auf den Kanalinseln angesiedelt ist, kurz vor und nach deren Übernahme durch die Deutschen. Chief Inspector Norcott fällt nicht nur die Aufgabe zu, für eine möglichst reibungslose, gewaltfreie Übergabe zu sorgen, sondern auch die Ermittlung in zunächst einem, später zwei Mordfällen an jungen Frauen. Das Buch überzeugte mich vor allem mit der bis ins kleinste Detail recherchierten Darstellung der Schauplätze und historischen Begebenheiten, die dabei sowohl atmosphärisch stimmig als auch unterhaltsam beschrieben werden. Die verschiedenen Personen konnten ebenfalls mit lebendiger und glaubhafter Charakterisierung punkten, und der Kriminalfall ist meines Erachtens gut konstruiert, mit mehr als einer unerwarteten Wendung. Interesse an Geschichte sollte man schon mitbringen, da viel der Spannung sich eher aus der politischen Situation ergibt! Ist dieses Interesse jedoch gegeben, ist "Crossroads" in meinen Augen ein vielversprechender Auftakt für die geplante Serie rund um Chief Inspector Norcott.










