Criminal Women

Criminal Women

von
Taschenbuch
4.54

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Beschreibung

Sei es die biblische Judith, die Holofernes köpft oder Charlotte Corday, die den französischen Revolutionären Jean-Paul Marat ersticht, weibliche Kriminelle polarisieren noch heute. Warum ist das so? Und warum wissen wir so wenig über sie? Der Begleitband zur gleichnamigen Ausstellung im Museum LA8 in Baden-Baden untersucht den facettenreichen Begriff einer »weiblichen Kriminalität«. Ausgehend vom 19. Jahrhundert bis zur Zeit des Nationalsozialismus verorten Kunsthistoriker*innen und Historiker*innen die weibliche Kriminalität zwischen Kriminalisierung und Tatmotiv. Wer wurde als Kriminelle im 19. Jahrhundert verstanden? Wie wurden kriminelle Frauen erfasst und dargestellt? Wie verschmolzen Kriminalfälle, fiktionale Schilderungen und künstlerische Motive zu tradierten Vorstellungen vom »weiblichen Verbrecher«? Wie änderte die NS-Justiz das Denken über weibliche Kriminalität? Wann und warum wurde Abtreibung zur Straftat? Das Ziel des Buches ist es, einen Überblick zu einem bislang vernachlässigten, weitreichenden Thema zu geben und dabei die Perspektive der Frauen heraus zuarbeiten.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Fachbücher
Sub-Genre
Kunst
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
160
Preis
25.70 €

Beiträge

2
Alle
5

Mit „Criminal Women. Eine Geschichte der weiblichen Kriminalität“ liefern die Herausgeberinnen Jadwiga Kamola, Sabine Becker und Ksenija Chochkova Giese ein Begleitbuch zur gleichnamigen Ausstellung im Museum LA8 Baden-Baden. Inhaltlich widmet sich das Buch der Untersuchung des Begriffs „weiblicher Kriminalität“ und geht diversen Fragen auf den Grund. An dieser Stelle möchte ich drei Beispiele nennen: Wer wurde als Kriminelle im 19. Jahrhundert verstanden? Wie wurden kriminelle Frauen erfasst und dargestellt? Wie änderte die NS-Justiz das Denken über weibliche Kriminalität? Das Buch „ist ein interdisziplinärer Versuch, das Thema der weiblichen Kriminalität […] aus der Nische zu holen und deren Geschichte kohärent, doch beileibe nicht vollständig zu erzählen“ (S. 17). Dabei zielt die Lektüre darauf ab einen Überblick über das Thema weiblicher Kriminalität zu geben. Die Herausarbeitung der Perspektive der Frauen ist dabei unerlässlich. Geografisch bezieht sich „Criminal Women“ auf Deutschland und bei Bedarf auch auf das europäische Ausland. Mit Spannung habe ich alle acht Essays der Autor:innen verfolgt. Neben den Texten bietet das Buch einen farbigen Bildinnenteil, der die Lektüre abrundet. Während einige Beiträge eine theoretische Grundlage bilden, orientieren sich andere an konkreten Fällen. Besonders beeindruckt hat mich an dieser Stelle der Bericht über Eva Schulze-Knabe („Die kriminalisierte Künstlerin der NS-Zeit“). Mit Beiträgen von Sabine Becker, Vera Kallenberg, Jadwiga Kaomola, Frauke Steinhäuser, Bettina Uppenkamp und Kerstin Wolff. Die Ausstellung läuft noch bis 29. Februar 2024 im Museum LA8 Baden-Baden. Hab es leider (noch) nicht hin geschafft, aber das Buch hat mir auf jeden Fall sehr viel Freude bereitet und mein Interesse für das Thema geweckt.

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3.5

Interessante und unterschiedliche Blickwinkel, aber nur spannend für LeserInnen, die sich mit dem Thema noch nicht beschäftigt haben. Mir persönlich zu wenig umfassend.

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