Coriolanus

Coriolanus

Taschenbuch
3.313

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Beschreibung

Coriolanus ist Shakespeares späte römische Tragödie über Caius Martius, den unbezwingbaren Feldherrn, dessen militärische Größe an politischer Unfähigkeit und aristokratischem Stolz zerbricht. Nach seinem Sieg über die Volsker verlangt Rom von ihm öffentliche Demut; er verweigert die Sprache des Volkes und wird verbannt. In konzentrierter, herber Diktion entfaltet das Stück einen Konflikt zwischen Körper, Staat und Rhetorik. Im Kontext der Tragödien Shakespeares wirkt es ungewöhnlich nüchtern: weniger metaphysisch als Hamlet, weniger häuslich als King Lear, dafür scharf politisch und republikanisch gespannt. William Shakespeare, der Dramatiker des elisabethanisch-jakobäischen England, schrieb Coriolanus vermutlich um 1608, in einer Zeit sozialer Unruhen, Teuerungen und Debatten über Herrschaft, Gehorsam und Volksvertretung. Seine Quelle war vor allem Plutarchs Lebensbeschreibung, doch Shakespeare verdichtet den antiken Stoff zu einer Studie über Macht, Mutterschaft, Klassenangst und öffentliche Inszenierung. Die Figur Volumnia, Coriolans Mutter, zeigt dabei, wie familiäre Prägung und staatliche Ideologie ineinandergreifen. Dieses Werk empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die Shakespeare nicht nur als Dichter der Leidenschaft, sondern als Analytiker politischer Formen entdecken möchten. Coriolanus stellt unbequeme Fragen nach Demokratie, Elite, Kriegerruhm und der Zerbrechlichkeit öffentlicher Anerkennung. Gerade seine Strenge macht das Drama modern: Es bietet keine einfachen Helden, sondern eine präzise Anatomie des Stolzes.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Lyrik & Dramen
Sub-Genre
Dramen & Theaterstücke
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
260
Preis
15.20 €

Beiträge

2
Alle
3

Liked the ending but it took way too long to get there.

4

Coriolanus is one of the lesser known plays but in my opinion it is very underrated. It's dark, it's raw and so, so different to his other works. I really enjoyed the way the play itself, through its' tone, reflects the nature of the man Coriolanus, or Caius Marcius, and his tragedy. He is torn between two versions of himself, always pushed further by his ambitious mother and at the same time a man who simply wants to fulfill his duty and be left alone. The intimate scenes between Coriolanus and his enemy are one of a kind.

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