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Wer die Nase voll hat von moralisch perfekten Ermittlern und klassischen Whodunit-Krimis, kommt an Tom Wood nicht vorbei. In Blood Target (Band 3 der Reihe) schickt er seinen eiskalten Antihelden Victor auf eine internationale Jagd, die vor allem eins ist: kompromisslos, rasant und extrem präzise konstruiert. Als deutsches Hörbuch wird dieser Thriller zu einem absoluten Fest für die Ohren. Ein hochmodernes Action-Uhrwerk Tom Wood setzt auf die detailverliebte Schilderung von Taktik, Logistik und professioneller Brutalität. Victor ist kein Sympathieträger, aber seine unterkühlte Professionalität fasziniert von der ersten Minute an. Das Ganze liest und hört sich wie ein hochmodernes, perfekt geöltes Uhrwerk. Wer die kompromisslose Konsequenz von Lee Childs Jack Reacher schätzt oder die düstere, weltmännische Spionage-Atmosphäre aus den Verfilmungen der Bourne-Reihe mag, wird sich hier sofort zu Hause fühlen. Die Story jagt ohne Atempause von einem Schauplatz zum nächsten. Gottseidank wieder Carsten Wilhelm: Die Rettung für die Ohren Das eigentliche und größte Highlight dieses dritten Bandes ist jedoch eine Personalie am Mikrofon: Gottseidank spricht wieder Carsten Wilhelm! Nach dem schmerzhaften Experiment in Band 2, als Charles Rettinghaus übernahm und dem eiskalten Profikiller Victor eher den lächerlichen Anstrich eines italienischen Kleinkriminellen mit russischem Akzent verpasste, kehrt Wilhelm nun fulminant zurück. Mit seiner unaufgeregten, pointierten und herrlich distanzierten Vortragsweise transportiert er genau die unterkühlte, kalkulierende Atmosphäre, die diese Reihe braucht. Wilhelm liest nicht nur, er ist Victor. Er gibt der Figur ihre gewohnte, bedrohliche Würde und Souveränität zurück, die man im zweiten Teil so schmerzlich vermisst hat. Kleine Abstriche beim Erzählfluss Warum nicht die volle Punktzahl? Manchmal übertreibt es Wood ein wenig mit den fast schon dokumentarischen Beschreibungen von Fluchtwegen, Waffen und taktischen Manövern. Das wirkt stellenweise etwas zu gewollt und bremst den ansonsten exzellenten erzählerischen Fluss minimal aus – ein kleiner Makel in einem ansonsten handwerklich erstklassigen Action-Feuerwerk. Fazit: Blood Target ist ein brutaler, schnörkelloser Ear-Turner für alle Fans von knallharter, taktischer Action. Dass Carsten Wilhelm in Band 3 wieder das Ruder übernimmt und den stimmlichen Fehltritt des Vorgängers vergessen macht, ist ein absoluter Segen. Für Genrefans eine uneingeschränkte Hörempfehlung – starke 4 von 5 Sternen!
28. Juni 2026
Wer die Nase voll hat von moralisch perfekten Ermittlern und klassischen Whodunit-Krimis, kommt an Tom Wood nicht vorbei. In Blood Target (Band 3 der Reihe) schickt er seinen eiskalten Antihelden Victor auf eine internationale Jagd, die vor allem eins ist: kompromisslos, rasant und extrem präzise konstruiert. Als deutsches Hörbuch wird dieser Thriller zu einem absoluten Fest für die Ohren. Ein hochmodernes Action-Uhrwerk Tom Wood setzt auf die detailverliebte Schilderung von Taktik, Logistik und professioneller Brutalität. Victor ist kein Sympathieträger, aber seine unterkühlte Professionalität fasziniert von der ersten Minute an. Das Ganze liest und hört sich wie ein hochmodernes, perfekt geöltes Uhrwerk. Wer die kompromisslose Konsequenz von Lee Childs Jack Reacher schätzt oder die düstere, weltmännische Spionage-Atmosphäre aus den Verfilmungen der Bourne-Reihe mag, wird sich hier sofort zu Hause fühlen. Die Story jagt ohne Atempause von einem Schauplatz zum nächsten. Gottseidank wieder Carsten Wilhelm: Die Rettung für die Ohren Das eigentliche und größte Highlight dieses dritten Bandes ist jedoch eine Personalie am Mikrofon: Gottseidank spricht wieder Carsten Wilhelm! Nach dem schmerzhaften Experiment in Band 2, als Charles Rettinghaus übernahm und dem eiskalten Profikiller Victor eher den lächerlichen Anstrich eines italienischen Kleinkriminellen mit russischem Akzent verpasste, kehrt Wilhelm nun fulminant zurück. Mit seiner unaufgeregten, pointierten und herrlich distanzierten Vortragsweise transportiert er genau die unterkühlte, kalkulierende Atmosphäre, die diese Reihe braucht. Wilhelm liest nicht nur, er ist Victor. Er gibt der Figur ihre gewohnte, bedrohliche Würde und Souveränität zurück, die man im zweiten Teil so schmerzlich vermisst hat. Kleine Abstriche beim Erzählfluss Warum nicht die volle Punktzahl? Manchmal übertreibt es Wood ein wenig mit den fast schon dokumentarischen Beschreibungen von Fluchtwegen, Waffen und taktischen Manövern. Das wirkt stellenweise etwas zu gewollt und bremst den ansonsten exzellenten erzählerischen Fluss minimal aus – ein kleiner Makel in einem ansonsten handwerklich erstklassigen Action-Feuerwerk. Fazit: Blood Target ist ein brutaler, schnörkelloser Ear-Turner für alle Fans von knallharter, taktischer Action. Dass Carsten Wilhelm in Band 3 wieder das Ruder übernimmt und den stimmlichen Fehltritt des Vorgängers vergessen macht, ist ein absoluter Segen. Für Genrefans eine uneingeschränkte Hörempfehlung – starke 4 von 5 Sternen!
28. Juni 2026




