Blick ins Buch

Am Samstag gehen die Mädchen in den Wald und jagen Sachen in die Luft: Roman | Nominiert für den Deutschen Buchpreis 2025 | Gewinnerin des open mike 2019 I Shortlist Puchheimer Literaturpreis 2025

3,5(36)
E-Book18,99 €
Sofort lieferbarKostenloser Versand
Jetzt kaufen

Über das Buch

ISBNB0DGV6T9PL
VerlagEcco Verlag
Erscheinungsdatum25.03.25
Seitenzahl209

Rezensionen & Bewertungen

36 Bewertungen

10 Rezensionen

3,5

Tippen zum Filtern

  • jettebabette
    jettebabette

    105 Follower

    3,0

    Zu viele Themen in einem kleinen Buch

    Dieses Buch spricht viele wichtige Themen an. Klimawandel, Wohnraumknappheit, Wassermangel, Artensterben, Grenzüberschreitung, Privatsphäre, Social Media, Wut, Verzweiflung, erste Liebe.. vielleicht zu viele Themen in so einem Buch? Es sind wichtige Themen aber dadurch, dass alle nur so oberflächlich angesprochen, geht vielleicht vieles verloren. Es geht in diesem Buch um die 16- jährige Ich-Erzählerin Era. Sie erzählt aus einem Leben in der nahen Zukunft, die Klimakrise hat zu veränderten Lebensbedingungen geführt, sie lebt mit ihrer Mutter in einer Hütte im Wald, betonierten Boden kann man nicht betreten, vieles ist durch Überschwemmungen zerstört worden, das Risiko von Waldbränden ist sehr hoch. Es gibt kein Obst oder Gemüse oder Fleisch. Die öffentliche Sicherheit wird durch feuerlegende Jugendliche gefährdet. Retrospektiv berichtet sie vom Leben ihrer Tante und ihrer Mutter, dem Kampf der Menschen gegen die Klimakatastrophe oder der Vereinnahmung des Lebens durch das Internet. Sie verfolgt regelmäßig einen Live-Stream, in dem 2 vermummte Mädchen im Wald Dinge verbrennen und explodieren lassen. Ich konnte zu keiner der Charaktere eine wirkliche Beziehung aufbauen. Das Buch ist nicht umsonst auf die Shortlist gekommen. Es ist anders, man sollte es gelesen haben. Es spricht vieles an aber es ist nicht mein Buch. Das Buch verdient eigentlich mehr Sterne aber mich nervte der Schreibstil enorm, so dass ich bis zum Ende keine Beziehung zum Buch aufbauen konnte.

    9. Jan. 2026

  • floetenfisch
    floetenfisch

    76 Follower

    3,0

    Die 16-jährige Era lebt mit ihrer Mutter am Waldrand und dokumentiert das Aussterben von Vogelarten. Sie beobachtet ihre Mitschülerin Maja, die zusammen mit ihrer Schwester Merle im Wald Festplatten in die Luft jagt. Maja ist die Tochter von zwei Momfluencerinnen und versucht, die Erinnerungen an ihre öffentliche Kindheit zu löschen. Die Geschichte thematisiert die Suche nach Intimität und analogen Erlebnissen in einer zunehmend digitalen und zerstörerischen Welt. Weitere Themen sind Klimawandel und Umweltzerstörung, Artensterben, Identität und Privatsphäre. "Am Samstag gehen die Mädchen in den Wald und jagen Sachen in die Luft" ist ein eindringlicher Roman, der die Leser dazu anregt, über die gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen nachzudenken, mit denen die nächste Generation konfrontiert ist. Sironic gelingt es, eine Verbindung zwischen persönlichen Geschichten und gesellschaftlichen Themen herzustellen, was den Roman sowohl relevant als auch nachdenklich macht.

    12. Feb. 2026

  • julsico
    julsico

    78 Follower

    4,0

    Das System sprengen

    In einer nicht allzu fernen Zukunft werden unsere Wälder brennen, Tiere aussterben, Wasser und Wohnraum werden knapp. Und während belebbarer Raum schwindet, werden alle Daten im sogenannten Archiv gespeichert, welches mehr Mysterium als kollektive Bibliothek zu sein scheint. In dieser Welt wachsen die Jugendlichen Era sowie die Schwestern Maja und Merle auf. Schule ist nur noch eine Art Nebenveranstaltung, also verbringen die drei ihre Zeit im Wald und jagen dort (besonders samstags) Sachen in die Luft. Era wird dabei zur Beobachterin einer wachsenden Radikalisierung und dem Wunsch, das System zu sprengen, um für immer aus dem digitalen Gedächtnis getilgt zu werden. Mich hat dieser Roman, der meiner Meinung nach völlig zurecht auf der Shortlist des Buchpreises stand, begeistert. Sironic gestaltet eine gekonnte Mischung von Unterhaltung, Gesellschaftskritik und Dystopie. Der Hauch von Liebe, der auf unterschiedlichen Ebenen mitschwingt, ist niemals kitschig, sondern vertieft den Blick auf die Figuren auf gelungene Weise. Besonders der Blick auf moderne Familienkonstellationen, das Wohnen in der Zukunft und die Frage, wie wir später unser Geld verdienen werden, wird mich noch lange beschäftigen. An einigen Stellen griffen mir die Ereignisse etwas zu „einfach“ ineinander - somit konnte jedoch der Fokus auf das wirklich Interessante und Konfliktgeladene gelegt werden. Unterstützt wurde der Text durch eine moderne Sprache, die zu den jungen Protagonistinnen passte, ohne sich in pseudo-futuristischem Slang zu verlieren. Dieser dystopische Roman macht es leicht, durch die Seiten zu fliegen, jedoch umso schwerer, dieser Zukunft ins Auge zu blicken.

    23. Okt. 2025

3 von 10 Rezensionen

Lesen ist schöner mit der READO App.

Bücher entdecken, tracken, gemeinsam lesen.

Bibliothek

Behalte den Überblick