Am Rio de la Plata

Am Rio de la Plata

Taschenbuch
3.78

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Beschreibung

In "Am Rio de la Plata" entfaltet Karl May einen südamerikanischen Abenteuerroman, der Reiseerzählung, Spannungsliteratur und moralische Erziehungsprosa verbindet. Der Erzähler, begleitet von vertrauten Gestalten wie dem "Langen Davy" und dem "Dicken Jemmy", gerät in die politischen und sozialen Konflikte des La-Plata-Raums, wo Intrige, Verrat und Freiheitskampf einander durchdringen. Mays Stil verbindet rasche Handlung, dialogische Zuspitzung und ethnographisch anmutende Beschreibungen, wie sie für die populäre Reiseliteratur des 19. Jahrhunderts charakteristisch sind. Karl May, 1842 in Ernstthal geboren, schrieb seine exotischen Schauplätze meist aus intensiver Lektüre, Kartenstudien und enzyklopädischem Wissen heraus, nicht aus eigener Anschauung. Gerade diese Spannung zwischen Imagination und gelehrter Aneignung prägt das Buch: Südamerika wird zur Bühne, auf der May seine Leitmotive verhandelt - Gerechtigkeit, Humanität, christlich grundierte Ethik und die Bewährung des Einzelnen in gefährlicher Fremde. Empfohlen sei dieser Roman allen Leserinnen und Lesern, die Mays Werk jenseits von Winnetou und Old Shatterhand erkunden möchten. "Am Rio de la Plata" bietet nicht nur packende Unterhaltung, sondern auch einen aufschlussreichen Einblick in die kolonialen Vorstellungen, politischen Fantasien und erzählerischen Verfahren seiner Zeit.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Abenteuer
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
296
Preis
17.00 €

Beiträge

1
Alle
3

Was für ein toller Hecht unser Ich-Erzähler doch ist ist: Er kann genial Spanisch sprechen, ist allen anderen moralisch überlegen, er kann besser boxen, schießen, schleichen, Pläne schmieden als alle anderen und überhaupt: er weiß einfach immer, was am Besten ist und der Rest bestätigt ihm das auch immer wieder. Ich hoffe, man merkt mir meinen Sarkasmus an. Unser deutscher Ich-Erzähler hier, der durch Südamerika reist und dabei jede Menge Abenteuer erlebt ist in der Tat reichlich überzogen dargestellt (zumindest für unsere heutigen Maßstäbe), aber durch dieses Übertriebene war eigentlich ganz unterhaltsam. Mir ging es beim Lesen bzw. Hören des Hörbuchs so, dass ich mich auf jede neue Tollkühnheit des Protagonisten gefreut habe, um über sein riesiges Ego immer wieder zu lachen. Auf Dauer wurder das Werk jedoch echt anstrengend, weshalb ich mir Teil 2 - auch wenn die Geschichte noch nicht abgeschlossen ist- nicht mehr antun werde. Fazit: Kann man lesen, wenn man arrogante tolle Hechte unterhaltsam findet.

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