Alles ist Gold

Alles ist Gold

Hardcover
3.27

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Beschreibung

Zwei Frauen, ein Roadtrip und die Frage: Worin liegt der Sinn im Leben? Lisa Roy fängt das Lebensgefühl der Millennials ein und erzählt ebenso lakonisch wie warmherzig von der Suche nach Sinn und Zugehörigkeit, nach Glauben, Familie, Liebe und Freundschaft in einer unübersichtlich gewordenen Welt.

Jana Doktor ist fast dreißig, frisch getrennt und vorübergehend wieder bei ihren Eltern eingezogen. Die Promotion dümpelt vor sich hin, nach einem One-Night-Stand ist sie schwanger, alles also gerade nicht so Gold. Ihren Bruder, den einzigen ihr nahestehenden Menschen, mag sie diesmal nicht ins Vertrauen ziehen, er ist gerade Vater geworden.

In einem Kölner Imbiss begegnet Jana einer Frau, die ganz anders ist als sie: selbstbewusst und klar. Aber auch Miral steht an einem Wendepunkt. Spontan begeben sich die beiden Frauen auf einen Roadtrip nach Italien, die für Jana nach einem heimlichen Schluck Weihwasser ein unerwartetes Erlebnis bereithält: eine Epiphanie? Oder verliert sie allmählich den Verstand?

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Zeitgenössische Romane
Format
Hardcover
Seitenzahl
272
Preis
24.70 €

Autorenbeschreibung

Lisa Roy wurde 1990 in Leipzig geboren und wuchs im Ruhrgebiet auf. Sie studierte in Dortmund und Köln und veröffentlichte in verschiedenen Literaturzeitschriften und Anthologien. Für die Arbeit an ihrem ersten Roman Keine gute Geschichte erhielt sie 2021 das Rolf-Dieter-Brinkmann-Stipendium der Stadt Köln und den GWK-Förderpreis Literatur. Lisa Roy lebt mit ihrer Familie in Köln.

Beiträge

3
Alle
5

Wow!

In diesem Roman geht es um Jana, die auf Miral trifft und wie die beiden Frauen spontan nach Italien reisen. Schon im ersten Kapitel wusste ich, das wird gut! Jana wirkt sehr verloren, während Miral - zumindest anfangs - wie das komplette Gegenteil wirkt. So bieten die beiden Frauen für Lesende hohes Identifikationspotential. Mir hat es besonders Miral angetan, mit der ich mich stark identifizieren kann und mir gleichzeitig wünsche, noch mehr wie sie zu sein. Lisa Roys Art des Schreibens halte ich für sehr besonders. Es ist kein leichter Roman, die beiden Frauen erleben unter anderem den "allerschlimmsten Tag". Was aber nie verloren geht, ist der Humor. Selbst in der größten Krise machen die Protagonistinnen noch Witze. Alle Gedanken rund um Religiosität geben dem Roman zudem etwas Verrücktes und leicht Surreales. Die Geschichte ist geprägt von Selbstreflexion und Wachstum, sodass es nie zu verrückt wird. Ich liebe außerdem, wie über Frauenthemen gesprochen wird. Vieles, was in unserer Gesellschaft zu oft noch in Frage gestellt wird, ist für die Protagonistinnen absolut selbstverständlich. Der Roman vermittelt große Kraft und Optimismus. Zudem gehen alle im Rahmen ihrer Möglichkeiten solidarisch und wertschätzend miteinander um. Ich habe mich sehr getragen gefühlt und den Roman mit einem absolut positiven Gefühl zugeschlagen. Das ist wirklich literarisches Gold!

Wow!
2

Lisa Roy versucht in diesem Roman das Lebensgefühl der Millennials einzufangen: Orientierungslosigkeit, Selbstfindung, Beziehungen, Schwangerschaft, Zukunftsängste – eigentlich Themen, die viel Potenzial mitbringen. Im Mittelpunkt steht Jana, fast dreißig, frisch getrennt, ungeplant schwanger und irgendwie festgefahren im Leben. Als sie in einem Kölner Imbiss auf Miral trifft, die scheinbar das komplette Gegenteil von ihr ist, entsteht spontan ein Roadtrip nach Italien, der für beide eine Art Wendepunkt werden soll. Ich hatte mir von der Geschichte eine emotionale Reise erwartet, auf der Jana mehr zu sich selbst findet und am Ende irgendwie klarer durchs Leben geht. Leider konnte mich das Buch aber nicht wirklich erreichen. Ich habe die Botschaft dahinter zwar verstanden, aber die Art, wie sie erzählt wurde, war einfach nicht meins. Viele Szenen wirkten auf mich eher merkwürdig als tiefgründig und besonders die Beziehung zwischen Jana und Miral blieb für mich schwer greifbar. Vielleicht hätte ich mich vor ein paar Jahren noch mehr darin wiedergefunden, aber als Enddreißigerin hat mich vieles eher distanziert zurückgelassen. Was mich zusätzlich gestört hat, waren die vielen englischen Phrasen und Zitate mitten im Text. Nicht, dass ich sie nicht verstanden hätte, aber sie wirkten oft eher gewollt cool als natürlich und haben mich immer wieder aus dem Lesefluss gebracht. Es gab durchaus einzelne Gedanken und Momente, die ich mitnehmen konnte, aber insgesamt hat mir die Geschichte leider nicht viel gegeben. Für mich deshalb eher eine enttäuschende Lektüre und keine Empfehlung.

Post image
3.5

Verstörend und bewegend

Dieses Buch lässt mich etwas ratlos und gleichzeitig bewegt zurück. Ich weiß nicht so richtig, was ich davon halten soll. Am Ende war ich glücklich, dass ich das Buch geschafft habe und irgendwie beschäftigt es mich aber auch. Wahrscheinlich braucht das Buch etwas.

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