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Obwohl ich schon einige Bücher von Rose besitze, ist "After this Night" tatsächlich der erste Roman aus ihrer Feder, den ich gelesen habe. Bis auf die Kurzgeschichte zu Neujahr 2018 kam ich einfach noch nicht dazu. Der Schreibstil hat mir größtenteils gut gefallen. Die Figuren dagegen leider eher weniger. Blair, die Protagonistin, war mir irgendwie zuviel des Gutens. Ich mochte ihre provokante und hochnäsige Art nicht wirklich. Einerseits will sie den Menschen bis zum Gehtnichtmehr helfen, andererseits ruht sie sich bei Ryan gemütlich auf Vorurteilen aus. Nicht so cool. Ryan hingegen mochte ich richtig gerne. Zu Beginn war auch er mir ein bisschen too much, aber als man dann recht schnell einen Blick hinter die Fassade bekommen hat, ist er mir immer sympathischer geworden. Ihn und seinen besten Kumpel Mad mochte ich noch am meisten, weil der Rest der Figuren dann doch eher ein wenig im Hintergrund waren. Wobei ich von Heather, seiner Mom, auch einen guten Eindruck bekommen habe. Der Mutter-Sohn-Konflikt ist in der ersten Hälfte des Buches durchgehend ein wenig präsent, aber letztlich hätte ich mir mehr Raum für ihn gewünscht, vor allem als Ryan dann versucht etwas in seinem Leben zu ändern. Ich hatte ein wenig das Gefühl, dass ganz viel angesprochen wurde, aber nichts hat so richtig den Raum bekommen, um sich wirklich zu entfalten. Die Probleme wurden dann doch rasch gelöst und damit muss ich leider auch das Ende kritisieren, was mir nicht nur zu kurz und zu schnell kam, sondern auch zu unglaubwürdig in der Umsetzung wirkte. Die Geschichte an sich verläuft mal schleppend und mal in einem guten Tempo. Bis ich in der Geschichte war, hat es einige Zeit gedauert. Mir war die Vorlaufzeit, bis tatsächlich etwas passiert ist, viel zu lange, wodurch das Buch für mich total langatmig wirkte. Normalerweise lese ich Bücher mittlerweile in 1-2 Tagen aus, aber hier habe ich seit Langem mal wieder knapp eine Woche gebraucht. Die Frage, was passiert, war zwar ab und an im Hinterkopf, aber die Lust mich durch die Seiten zu quälen hat das Ganze ein wenig gedämpft. Hier hätte ich mir also ein bisschen mehr Tempo in der anfänglichen Entwicklung gewünscht. Der Mittelteil der Geschichte war okay. Man erfährt einiges und ich konnte mich besser in Ryan reindenken. Das Ende kam mir dann aber viel zu schnell. Vor allem lief es aber auch viel zu rund. Ein paar kurze Ereignisse und zack, alles super. Das hat mir nicht wirklich gefallen, weil diese heile Welt auf mich total unauthentisch wirkte. Zuerst gibt es ständig Reibereien und Spannung und dann ist von jetzt auf gleich alles Friede, Freude, Eierkuchen. Auch aus Ryans Sicht hätte ich ihm gerne mehr Momente und Gespräche mit seiner Mom gewünscht. Mich hätte interessiert, wie die Beiden sich aussprechen. Der Konflikt zwischen Blair und ihrem Freund war für mich als Leser aber auch zu schnell aus der Welt geschafft. Zwar liegen zwischen den einzelnen Geschehen ein paar Tage/Woche, aber für mich als Leser liegen dazwischen nur wenige Seiten, was mir das Gefühl von Eile vermittelt. Insgesamt also eine schleppende Geschichte, die mich nicht ganz so überzeugen konnte. Anfang und Ende sind für meinen Geschmack zu schwach, wobei der Mittelteil (eher so der Part, der gen Ende geht) schon eher gefiel. Von den Figuren her mochte ich eigentlich nur Ryan und Mad richtig gerne - und eine Nebenfigur, die aber erst recht spät auftritt. Von mir gibt es 3 Sterne. Eine Leseempfehlung für alle, die auf typische New Adult Geschichten stehen und sich an den Längen in der Geschichte nicht stören. Ich hatte mir mehr frischen Wind erhofft.
6. Nov. 2022
Obwohl ich schon einige Bücher von Rose besitze, ist "After this Night" tatsächlich der erste Roman aus ihrer Feder, den ich gelesen habe. Bis auf die Kurzgeschichte zu Neujahr 2018 kam ich einfach noch nicht dazu. Der Schreibstil hat mir größtenteils gut gefallen. Die Figuren dagegen leider eher weniger. Blair, die Protagonistin, war mir irgendwie zuviel des Gutens. Ich mochte ihre provokante und hochnäsige Art nicht wirklich. Einerseits will sie den Menschen bis zum Gehtnichtmehr helfen, andererseits ruht sie sich bei Ryan gemütlich auf Vorurteilen aus. Nicht so cool. Ryan hingegen mochte ich richtig gerne. Zu Beginn war auch er mir ein bisschen too much, aber als man dann recht schnell einen Blick hinter die Fassade bekommen hat, ist er mir immer sympathischer geworden. Ihn und seinen besten Kumpel Mad mochte ich noch am meisten, weil der Rest der Figuren dann doch eher ein wenig im Hintergrund waren. Wobei ich von Heather, seiner Mom, auch einen guten Eindruck bekommen habe. Der Mutter-Sohn-Konflikt ist in der ersten Hälfte des Buches durchgehend ein wenig präsent, aber letztlich hätte ich mir mehr Raum für ihn gewünscht, vor allem als Ryan dann versucht etwas in seinem Leben zu ändern. Ich hatte ein wenig das Gefühl, dass ganz viel angesprochen wurde, aber nichts hat so richtig den Raum bekommen, um sich wirklich zu entfalten. Die Probleme wurden dann doch rasch gelöst und damit muss ich leider auch das Ende kritisieren, was mir nicht nur zu kurz und zu schnell kam, sondern auch zu unglaubwürdig in der Umsetzung wirkte. Die Geschichte an sich verläuft mal schleppend und mal in einem guten Tempo. Bis ich in der Geschichte war, hat es einige Zeit gedauert. Mir war die Vorlaufzeit, bis tatsächlich etwas passiert ist, viel zu lange, wodurch das Buch für mich total langatmig wirkte. Normalerweise lese ich Bücher mittlerweile in 1-2 Tagen aus, aber hier habe ich seit Langem mal wieder knapp eine Woche gebraucht. Die Frage, was passiert, war zwar ab und an im Hinterkopf, aber die Lust mich durch die Seiten zu quälen hat das Ganze ein wenig gedämpft. Hier hätte ich mir also ein bisschen mehr Tempo in der anfänglichen Entwicklung gewünscht. Der Mittelteil der Geschichte war okay. Man erfährt einiges und ich konnte mich besser in Ryan reindenken. Das Ende kam mir dann aber viel zu schnell. Vor allem lief es aber auch viel zu rund. Ein paar kurze Ereignisse und zack, alles super. Das hat mir nicht wirklich gefallen, weil diese heile Welt auf mich total unauthentisch wirkte. Zuerst gibt es ständig Reibereien und Spannung und dann ist von jetzt auf gleich alles Friede, Freude, Eierkuchen. Auch aus Ryans Sicht hätte ich ihm gerne mehr Momente und Gespräche mit seiner Mom gewünscht. Mich hätte interessiert, wie die Beiden sich aussprechen. Der Konflikt zwischen Blair und ihrem Freund war für mich als Leser aber auch zu schnell aus der Welt geschafft. Zwar liegen zwischen den einzelnen Geschehen ein paar Tage/Woche, aber für mich als Leser liegen dazwischen nur wenige Seiten, was mir das Gefühl von Eile vermittelt. Insgesamt also eine schleppende Geschichte, die mich nicht ganz so überzeugen konnte. Anfang und Ende sind für meinen Geschmack zu schwach, wobei der Mittelteil (eher so der Part, der gen Ende geht) schon eher gefiel. Von den Figuren her mochte ich eigentlich nur Ryan und Mad richtig gerne - und eine Nebenfigur, die aber erst recht spät auftritt. Von mir gibt es 3 Sterne. Eine Leseempfehlung für alle, die auf typische New Adult Geschichten stehen und sich an den Längen in der Geschichte nicht stören. Ich hatte mir mehr frischen Wind erhofft.
6. Nov. 2022






