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Die Prämisse dieser Geschichte hat mich sofort gefesselt. Der Einstieg im mystischen Prag und die Entführung in die neblige, ausweglose Phantomstadt Krev (was auf Tschechisch passenderweise „Blut“ bedeutet) verfehlen ihre Wirkung nicht. Die düstere, beklemmende Stimmung in der Stadt der Vampire ist der absolute Pluspunkt des Buches. Auch der emotionale Konflikt greift sofort: Adéla steht der Liebe ihres Lebens gegenüber, muss aber schmerzhaft feststellen, dass Val sich in ein Monster verwandelt hat, das sie scheinbar als Schlachtvieh herbeigerufen hat. Das sorgt für jede Menge psychologische Spannung. Für mich schwächelte das Buch im Mittelteil. Nach dem starken und rasanten Einstieg verliert sich die Handlung zeitweise in den typischen Mustern von „Gefangen im Schloss“-Szenarien. Auch das Worldbuilding wirft ein paar Logikfragen auf – wenn niemals Züge aus der Stadt herausfahren, bleibt zum Beispiel das Rätsel, wie der Brief überhaupt den Weg nach Prag finden konnte. Die Dynamik zwischen Adéla und Val ist intensiv und düster, genau wie man es von einer guten Dark-Romance-Story erwartet. Allerdings ging mir die Entwicklung nach zehn Jahren Trennung und einer so fundamentalen Veränderung von Val an einigen Stellen etwas zu schnell. Hier hätte ich mir gewünscht, dass der innere Kampf zwischen Vals menschlichen Resten und ihrem neuen Blutdurst noch ein bisschen mehr Raum bekommen hätte, um das emotionale Drama voll auszuschöpfen.
15. Mai 2026
Die Prämisse dieser Geschichte hat mich sofort gefesselt. Der Einstieg im mystischen Prag und die Entführung in die neblige, ausweglose Phantomstadt Krev (was auf Tschechisch passenderweise „Blut“ bedeutet) verfehlen ihre Wirkung nicht. Die düstere, beklemmende Stimmung in der Stadt der Vampire ist der absolute Pluspunkt des Buches. Auch der emotionale Konflikt greift sofort: Adéla steht der Liebe ihres Lebens gegenüber, muss aber schmerzhaft feststellen, dass Val sich in ein Monster verwandelt hat, das sie scheinbar als Schlachtvieh herbeigerufen hat. Das sorgt für jede Menge psychologische Spannung. Für mich schwächelte das Buch im Mittelteil. Nach dem starken und rasanten Einstieg verliert sich die Handlung zeitweise in den typischen Mustern von „Gefangen im Schloss“-Szenarien. Auch das Worldbuilding wirft ein paar Logikfragen auf – wenn niemals Züge aus der Stadt herausfahren, bleibt zum Beispiel das Rätsel, wie der Brief überhaupt den Weg nach Prag finden konnte. Die Dynamik zwischen Adéla und Val ist intensiv und düster, genau wie man es von einer guten Dark-Romance-Story erwartet. Allerdings ging mir die Entwicklung nach zehn Jahren Trennung und einer so fundamentalen Veränderung von Val an einigen Stellen etwas zu schnell. Hier hätte ich mir gewünscht, dass der innere Kampf zwischen Vals menschlichen Resten und ihrem neuen Blutdurst noch ein bisschen mehr Raum bekommen hätte, um das emotionale Drama voll auszuschöpfen.
15. Mai 2026







