Desire: Verbrannte Seelen | Ein schonungsloser Dark Romance Psychothriller
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Buchinformationen
Beiträge
So hart wie die Realität... Fesselnder Schreibstil!
Erstmal bedanke ich mich wieder von Herzen für das mir bereitgestellte Rezensionsexemplar und entschuldige mich, dass meine Rezi erst etwas später kommt. Ich musste alles erst mal paar Tage sacken lassen und tue mich trotzdem sehr schwer eine Rezension zu verfassen. Das Cover hat mir direkt auf Anhieb gefallen. Mir gefällt das Farbenspiel. Auch der Klappentext hat mich angesprochen, wobei ich mich eben bei der Geschwisterbeziehung direkt etwas schwer getan habe. Der Schreibstil ist wie gewohnt wieder total fesselnd und spannend. Die Sprache, die die Charaktere nutzen nochmal vulgärer (obwohl das einfach passt). Das Buch ist einfach nur krass und wirklich nichts für schwache Nerven. Ein bisschen musste ich tatsächlich an den Fall der "Menendez-Brüder" denken, was die familiären Beziehungen betrifft. Das hat mich zu der Zeit als die Doku rauskam auch schon geschockt. Denn gerade solche echten (oder auf wahren Begebenheiten basierenden) Geschichten sind es, die einen wirklich sprachlos zurück lassen. Auf jeden Fall eine klare Leseempfehlung, auch wenn ich mich wirklich ein wenig mit dem Thema generell schwer getan habe.
Desire – Verbrannte Seelen ist nichts für schwache Nerven – aber genau das Richtige für alle, die Dark Romance mit psychologischem Tiefgang, düsterer Atmosphäre und echten Gänsehautmomenten lieben.
Rezension zu Desire – Verbrannte Seelen von Kerim Lynch Dieses Buch hat mich emotional komplett auseinandergepflückt – und das meine ich im besten Sinne. Der Einstieg war für mich zunächst etwas ungewohnt, weil ich das Gefühl hatte, dass die geschwisterliche Beziehung fast schon romantisiert dargestellt wird. Doch dieser Gedanke hat sich schnell gelegt – und ab da war ich voll und ganz in der Geschichte gefangen. Es war wie ein Sog, dem ich mich nicht mehr entziehen konnte. Kerim Lynch schafft es, mit ihrem Schreibstil eine unfassbare Spannung aufzubauen. Die Seiten fliegen nur so dahin, weil alles so flüssig und packend geschrieben ist. Man kann dieses Buch locker an einem Wochenende verschlingen – oder in ein paar Stunden, wenn man wie ich völlig darin versinkt. Was dieses Buch für mich besonders macht: Es ist nicht nur ein Dark-Romance-Roman, sondern gleichzeitig auch ein Psycho-Thriller mit echten True-Crime-Vibes. Und das spürt man – die Autorin ist Kriminalpsychologin, und ihre Expertise verleiht der Geschichte eine beklemmende Tiefe und Authentizität, wie ich sie selten erlebt habe. Das Ende? Damit habe ich nicht gerechnet. Es hat mich kalt erwischt – aber auf eine Art, die ich liebe. Diese Art von Buch, bei dem man am Ende dasteht, kurz innehält und denkt: Was zur Hölle hab ich da gerade gelesen? Genau so war’s.

Wenn man auf der Grenze der Moral tanzen will…
Das war ein wirklich wilder Ritt mit Saltburn Vibes. Die Familie der Protagonisten ist nämlich ziemlich genauso schräg drauf wie die Familie im Film Saltburn. Insbesondere wie der dortige Protagonist! Die Protagonisten Ced (Cedric) und Cyn (Cynthia) Caldwell, sind mehr als nur Geschwister. Das war ihnen schon früh bewusst. Lediglich der anerzogene und in der Gesellschaft verankerte moralische Wert der Familie, hält sie davon ab wirklich mehr zu sein. Die Tatsache dass Inzest verboten ist und die damit einhergehenden moralischen Bedenken, scheinen eher zweitrangig zu sein. Jedenfalls zweifeln sie beide nicht wirklich an ihren Gefühlen füreinander. Nur an der Wirkung nach Außen für ihre Familie. Beide leben ein Doppelleben mit Alibipartnern und den heimlichen, gemeinsamen Momenten. Ellen, hier unter dm Synonym Kerim Lynch,hat sich hier auf der Grenze der Moral ausgetobt und ist damit Seilchen gesprungen. Sie tanzt auf der Grenze wie Ced und Cyn im Buch. Eine großartige Umsetzung der Thematik mit ausreichender Hintergrundbeleuchtung um die verstörten und fragwürdigen Charaktere zu erklären. Wieder trifft hier ein absolut solider und emotionaler Schreibstil auf menschliche Abgründe, psychische Herausforderungen und die Grenzen der Leser*innen. Grandiose Sache, klare Empfehlung, aber nichts für Einsteiger im düsteren Genre!

Kribbeln unter der Haut
Desire ist ein Buch, das ich verschlungen, ein bisschen verdaut, ausgespuckt und wieder verschlungen habe und irgendwie bin ich immer noch nicht satt. Ich glaube, das fasst es ganz gut zusammen. Und obwohl ich es echt schnell durch hatte, habe ich eine Weile gebraucht, um es sacken und wirken zu lassen. Ich habe keine Geschwister, dementsprechend empfinde ich eventuell nicht den gleichen Ekel, den jemand mit Bruder oder Schwester empfinden kann, wenn diese miteinander auf "Tuchfühlung" gehen. Das Buch enthält auf jeden Fall sehr viel Teasing und wer gerne an der Grenze des Erlaubten tanzt, der kann sich darauf freuen, hier durch die Zeilen zu balancieren. “Betreten auf eigene Gefahr!” Cedric und Cyn sind sehr unterschiedlich und doch teilen sie irgendwie das gleiche “Schicksal”, spannend hier ist, zu lesen, wie jeder damit anders umgeht und sich entwickelt. Die Familie ist verkorkst und ich will gar nicht wissen, wie viele dieser verkorksten Familien es wirklich gibt. Kerim schafft es auch bei diesem Werk wieder, die vielen verschiedenen Charaktere sehr authentisch und nahbar rüberzubringen. Ich mag auch den Perspektiven-Wechsel - so erhält man noch tiefere Einblicke in das Gefühlsleben von Cyn und Ced. Intrigen werden gesponnen, Sehnsüchte gegeneinander ausgespielt und man steckt als Leser schon schnell in diesem toxischen Familiennetzwerk fest, aus dem es kaum ein Entrinnen gibt. Wie die Fliege im Spinnennetz. Mit dem Ende habe ich überhaupt nicht gerechnet und bin überrascht gewesen und denke auch jetzt noch darüber nach, wie und warum es so gekommen ist. Der Überraschungseffekt ist gelungen. Man kann hier also sogar ein bisschen Detektiv spielen. Ein gefundenes Fressen für jede Spürnase und jeden Plottwist-Erschnüffler. Bisschen spice gibt es auch, auch wenn Kerim mit den Erwartungen spielt und gemein und böse ist. Aber dafür lieben wir sie doch. :D
Nichts für schwache Nerven
Das Buch war...unerwartet Die Geschichte von Cynthia und Cedrik hat mich überrascht Es gab Einblicke in ihre Vergangenheit, ihre Beweggründe und noch vieles mehr Die Eltern der beiden sind einfach total...ich kann es nicht in Worte fassen, einfach nur schlimm Oft stellte ich mir die Frage ob der Vater von Cedrik wirklich sein Vater ist ~~~~~ Das Cover finde ich wunderschön, ich liebe alles daran Der Schreibstil der Autorin war anfangs etwas ungewöhnlich, jedoch hab ich mich schnell dran gewöhnt Ich war teilweise froh, dass ich mich nicht komplett in die Charaktere hineinversetzen konnte, da ich nicht wüsste was das mit mir machen würde Die Autorin hat in dem Buch ziemlich harte Sachen miteingebaut und ich kann mir vorstellen dass es für viele sehr sehr heftig sein kann ~~~~~ 5 von 5 ⭐ Das Buch ist anders und ich konnte nicht komplett darin versinken aber genau deshalb ist es perfekt genau so wie es ist
Verboten, verstörend, wahr – und genau deshalb musst du es lesen.
Es gibt Bücher, die man liest – und solche, die einen überrollen. Desire – Verbrannte Seelen ist Letzteres. Kerim Lynch hat ein Werk geschaffen, das nicht nur provoziert, sondern verstört, aufrüttelt und tief unter die Haut geht. Was auf den ersten Blick wie eine luxuriöse High-Society-Familiengeschichte anmutet, ist in Wahrheit ein dunkler Abgrund. Cynthia und Cedric – schön, reich, privilegiert – wachsen in einem goldenen Käfig auf, der von Gewalt, Missbrauch und emotionalem Terror durchzogen ist. Ihre Beziehung zueinander überschreitet jede Grenze. Doch Lynch romantisiert nichts. Sie schildert das Inzestverhältnis nicht als Tabubruch, sondern als Symptom – das Resultat einer jahrelangen, zerstörerischen Dynamik. Der Roman ist brutal ehrlich. Schon das Vorwort warnt: Wer sich auf dieses Buch einlässt, muss bereit sein, in die tiefsten Schatten menschlicher Abgründe zu blicken. Missbrauch, Sucht, Gewalt, psychische Zerstörung – Desire ist kein einfacher Roman, sondern eine literarische Konfrontationstherapie. Was Lynch so meisterhaft gelingt, ist die emotionale Nähe. Cedrics Stimme ist rau, zerrissen, verletzlich – man spürt seinen Hass, seine Sehnsucht, seine Hilflosigkeit. Cynthia dagegen ist kontrolliert, fast eiskalt – und doch bricht auch sie unter der Last des Erlebten. Ihre Stimmen sind ehrlich, ungeschönt, schmerzhaft direkt. Das macht das Lesen oft schwer – aber auch unmöglich, es wegzulegen. Desire lebt von seiner Sprachgewalt. Die Autorin schreibt bildhaft, intensiv und hemmungslos. Manche Passagen sind schwer zu ertragen – genau das ist ihre Stärke. Denn Lynch schreibt nicht, um zu gefallen. Sie schreibt, um aufzudecken. Um das Unaussprechliche greifbar zu machen. Die zentrale Frage des Romans bleibt lange unbeantwortet: Was ist Liebe – und was ist Krankheit? Kann aus zwei zerstörten Seelen so etwas wie Nähe entstehen? Oder ist das, was die Geschwister verbindet, bloß eine Verlängerung des familiären Missbrauchs? Lynch lässt die Antwort offen – und genau darin liegt ihre Kraft. Sie zwingt die Leser, sich selbst zu hinterfragen, statt einfache Urteile zu fällen. Am Ende bleibt ein Gefühl der Ohnmacht – und Wut. Auf ein System, das Täter schützt. Auf eine Gesellschaft, die lieber schweigt. Auf eine Familie, die ihre Kinder geopfert hat. Desire – Verbrannte Seelen ist kein Buch für zwischendurch. Es ist ein Manifest gegen das Schweigen, ein literarisches Trauma in Prosaform. Schonungslos, mutig, erschütternd. Wenn du mutig genug bist, hinzusehen – dann lies es.
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So hart wie die Realität... Fesselnder Schreibstil!
Erstmal bedanke ich mich wieder von Herzen für das mir bereitgestellte Rezensionsexemplar und entschuldige mich, dass meine Rezi erst etwas später kommt. Ich musste alles erst mal paar Tage sacken lassen und tue mich trotzdem sehr schwer eine Rezension zu verfassen. Das Cover hat mir direkt auf Anhieb gefallen. Mir gefällt das Farbenspiel. Auch der Klappentext hat mich angesprochen, wobei ich mich eben bei der Geschwisterbeziehung direkt etwas schwer getan habe. Der Schreibstil ist wie gewohnt wieder total fesselnd und spannend. Die Sprache, die die Charaktere nutzen nochmal vulgärer (obwohl das einfach passt). Das Buch ist einfach nur krass und wirklich nichts für schwache Nerven. Ein bisschen musste ich tatsächlich an den Fall der "Menendez-Brüder" denken, was die familiären Beziehungen betrifft. Das hat mich zu der Zeit als die Doku rauskam auch schon geschockt. Denn gerade solche echten (oder auf wahren Begebenheiten basierenden) Geschichten sind es, die einen wirklich sprachlos zurück lassen. Auf jeden Fall eine klare Leseempfehlung, auch wenn ich mich wirklich ein wenig mit dem Thema generell schwer getan habe.
Desire – Verbrannte Seelen ist nichts für schwache Nerven – aber genau das Richtige für alle, die Dark Romance mit psychologischem Tiefgang, düsterer Atmosphäre und echten Gänsehautmomenten lieben.
Rezension zu Desire – Verbrannte Seelen von Kerim Lynch Dieses Buch hat mich emotional komplett auseinandergepflückt – und das meine ich im besten Sinne. Der Einstieg war für mich zunächst etwas ungewohnt, weil ich das Gefühl hatte, dass die geschwisterliche Beziehung fast schon romantisiert dargestellt wird. Doch dieser Gedanke hat sich schnell gelegt – und ab da war ich voll und ganz in der Geschichte gefangen. Es war wie ein Sog, dem ich mich nicht mehr entziehen konnte. Kerim Lynch schafft es, mit ihrem Schreibstil eine unfassbare Spannung aufzubauen. Die Seiten fliegen nur so dahin, weil alles so flüssig und packend geschrieben ist. Man kann dieses Buch locker an einem Wochenende verschlingen – oder in ein paar Stunden, wenn man wie ich völlig darin versinkt. Was dieses Buch für mich besonders macht: Es ist nicht nur ein Dark-Romance-Roman, sondern gleichzeitig auch ein Psycho-Thriller mit echten True-Crime-Vibes. Und das spürt man – die Autorin ist Kriminalpsychologin, und ihre Expertise verleiht der Geschichte eine beklemmende Tiefe und Authentizität, wie ich sie selten erlebt habe. Das Ende? Damit habe ich nicht gerechnet. Es hat mich kalt erwischt – aber auf eine Art, die ich liebe. Diese Art von Buch, bei dem man am Ende dasteht, kurz innehält und denkt: Was zur Hölle hab ich da gerade gelesen? Genau so war’s.

Wenn man auf der Grenze der Moral tanzen will…
Das war ein wirklich wilder Ritt mit Saltburn Vibes. Die Familie der Protagonisten ist nämlich ziemlich genauso schräg drauf wie die Familie im Film Saltburn. Insbesondere wie der dortige Protagonist! Die Protagonisten Ced (Cedric) und Cyn (Cynthia) Caldwell, sind mehr als nur Geschwister. Das war ihnen schon früh bewusst. Lediglich der anerzogene und in der Gesellschaft verankerte moralische Wert der Familie, hält sie davon ab wirklich mehr zu sein. Die Tatsache dass Inzest verboten ist und die damit einhergehenden moralischen Bedenken, scheinen eher zweitrangig zu sein. Jedenfalls zweifeln sie beide nicht wirklich an ihren Gefühlen füreinander. Nur an der Wirkung nach Außen für ihre Familie. Beide leben ein Doppelleben mit Alibipartnern und den heimlichen, gemeinsamen Momenten. Ellen, hier unter dm Synonym Kerim Lynch,hat sich hier auf der Grenze der Moral ausgetobt und ist damit Seilchen gesprungen. Sie tanzt auf der Grenze wie Ced und Cyn im Buch. Eine großartige Umsetzung der Thematik mit ausreichender Hintergrundbeleuchtung um die verstörten und fragwürdigen Charaktere zu erklären. Wieder trifft hier ein absolut solider und emotionaler Schreibstil auf menschliche Abgründe, psychische Herausforderungen und die Grenzen der Leser*innen. Grandiose Sache, klare Empfehlung, aber nichts für Einsteiger im düsteren Genre!

Kribbeln unter der Haut
Desire ist ein Buch, das ich verschlungen, ein bisschen verdaut, ausgespuckt und wieder verschlungen habe und irgendwie bin ich immer noch nicht satt. Ich glaube, das fasst es ganz gut zusammen. Und obwohl ich es echt schnell durch hatte, habe ich eine Weile gebraucht, um es sacken und wirken zu lassen. Ich habe keine Geschwister, dementsprechend empfinde ich eventuell nicht den gleichen Ekel, den jemand mit Bruder oder Schwester empfinden kann, wenn diese miteinander auf "Tuchfühlung" gehen. Das Buch enthält auf jeden Fall sehr viel Teasing und wer gerne an der Grenze des Erlaubten tanzt, der kann sich darauf freuen, hier durch die Zeilen zu balancieren. “Betreten auf eigene Gefahr!” Cedric und Cyn sind sehr unterschiedlich und doch teilen sie irgendwie das gleiche “Schicksal”, spannend hier ist, zu lesen, wie jeder damit anders umgeht und sich entwickelt. Die Familie ist verkorkst und ich will gar nicht wissen, wie viele dieser verkorksten Familien es wirklich gibt. Kerim schafft es auch bei diesem Werk wieder, die vielen verschiedenen Charaktere sehr authentisch und nahbar rüberzubringen. Ich mag auch den Perspektiven-Wechsel - so erhält man noch tiefere Einblicke in das Gefühlsleben von Cyn und Ced. Intrigen werden gesponnen, Sehnsüchte gegeneinander ausgespielt und man steckt als Leser schon schnell in diesem toxischen Familiennetzwerk fest, aus dem es kaum ein Entrinnen gibt. Wie die Fliege im Spinnennetz. Mit dem Ende habe ich überhaupt nicht gerechnet und bin überrascht gewesen und denke auch jetzt noch darüber nach, wie und warum es so gekommen ist. Der Überraschungseffekt ist gelungen. Man kann hier also sogar ein bisschen Detektiv spielen. Ein gefundenes Fressen für jede Spürnase und jeden Plottwist-Erschnüffler. Bisschen spice gibt es auch, auch wenn Kerim mit den Erwartungen spielt und gemein und böse ist. Aber dafür lieben wir sie doch. :D
Nichts für schwache Nerven
Das Buch war...unerwartet Die Geschichte von Cynthia und Cedrik hat mich überrascht Es gab Einblicke in ihre Vergangenheit, ihre Beweggründe und noch vieles mehr Die Eltern der beiden sind einfach total...ich kann es nicht in Worte fassen, einfach nur schlimm Oft stellte ich mir die Frage ob der Vater von Cedrik wirklich sein Vater ist ~~~~~ Das Cover finde ich wunderschön, ich liebe alles daran Der Schreibstil der Autorin war anfangs etwas ungewöhnlich, jedoch hab ich mich schnell dran gewöhnt Ich war teilweise froh, dass ich mich nicht komplett in die Charaktere hineinversetzen konnte, da ich nicht wüsste was das mit mir machen würde Die Autorin hat in dem Buch ziemlich harte Sachen miteingebaut und ich kann mir vorstellen dass es für viele sehr sehr heftig sein kann ~~~~~ 5 von 5 ⭐ Das Buch ist anders und ich konnte nicht komplett darin versinken aber genau deshalb ist es perfekt genau so wie es ist
Verboten, verstörend, wahr – und genau deshalb musst du es lesen.
Es gibt Bücher, die man liest – und solche, die einen überrollen. Desire – Verbrannte Seelen ist Letzteres. Kerim Lynch hat ein Werk geschaffen, das nicht nur provoziert, sondern verstört, aufrüttelt und tief unter die Haut geht. Was auf den ersten Blick wie eine luxuriöse High-Society-Familiengeschichte anmutet, ist in Wahrheit ein dunkler Abgrund. Cynthia und Cedric – schön, reich, privilegiert – wachsen in einem goldenen Käfig auf, der von Gewalt, Missbrauch und emotionalem Terror durchzogen ist. Ihre Beziehung zueinander überschreitet jede Grenze. Doch Lynch romantisiert nichts. Sie schildert das Inzestverhältnis nicht als Tabubruch, sondern als Symptom – das Resultat einer jahrelangen, zerstörerischen Dynamik. Der Roman ist brutal ehrlich. Schon das Vorwort warnt: Wer sich auf dieses Buch einlässt, muss bereit sein, in die tiefsten Schatten menschlicher Abgründe zu blicken. Missbrauch, Sucht, Gewalt, psychische Zerstörung – Desire ist kein einfacher Roman, sondern eine literarische Konfrontationstherapie. Was Lynch so meisterhaft gelingt, ist die emotionale Nähe. Cedrics Stimme ist rau, zerrissen, verletzlich – man spürt seinen Hass, seine Sehnsucht, seine Hilflosigkeit. Cynthia dagegen ist kontrolliert, fast eiskalt – und doch bricht auch sie unter der Last des Erlebten. Ihre Stimmen sind ehrlich, ungeschönt, schmerzhaft direkt. Das macht das Lesen oft schwer – aber auch unmöglich, es wegzulegen. Desire lebt von seiner Sprachgewalt. Die Autorin schreibt bildhaft, intensiv und hemmungslos. Manche Passagen sind schwer zu ertragen – genau das ist ihre Stärke. Denn Lynch schreibt nicht, um zu gefallen. Sie schreibt, um aufzudecken. Um das Unaussprechliche greifbar zu machen. Die zentrale Frage des Romans bleibt lange unbeantwortet: Was ist Liebe – und was ist Krankheit? Kann aus zwei zerstörten Seelen so etwas wie Nähe entstehen? Oder ist das, was die Geschwister verbindet, bloß eine Verlängerung des familiären Missbrauchs? Lynch lässt die Antwort offen – und genau darin liegt ihre Kraft. Sie zwingt die Leser, sich selbst zu hinterfragen, statt einfache Urteile zu fällen. Am Ende bleibt ein Gefühl der Ohnmacht – und Wut. Auf ein System, das Täter schützt. Auf eine Gesellschaft, die lieber schweigt. Auf eine Familie, die ihre Kinder geopfert hat. Desire – Verbrannte Seelen ist kein Buch für zwischendurch. Es ist ein Manifest gegen das Schweigen, ein literarisches Trauma in Prosaform. Schonungslos, mutig, erschütternd. Wenn du mutig genug bist, hinzusehen – dann lies es.









