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Die Bestimmung des Menschen

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Über das Buch

In "Die Bestimmung des Menschen" von Johann Gottlieb Fichte wird die Beziehung zwischen der Natur und der menschlichen Existenz poetisch erforscht. Der Text beschreibt die Natur als eine großzügige Königin, die mit unerschöpflichem Reiz Wesen erschafft und ihnen verschiedene Gaben verleiht. Diese Gaben umfassen Stärke, Klugheit, Schönheit und Liebe, die in vielfältigen Formen und Gestalten erscheinen. Die Natur reflektiert über ihre Schöpfungen und überlegt, wie sie ihrem "Liebling", dem Menschen, sowohl Freude als auch Schmerz schenken kann. Der Mensch soll durch Sympathie mit allem verbunden sein und seine Freude in der ewigen Mühe finden. Nichts soll ihm angeboren sein, sondern alles soll durch einen ewigen Drang in ihm entstehen. Selbst verlorenes Glück soll durch Reue wieder liebgewonnen werden. Das Leben des Menschen soll in anderen bestehen, und seine größte Belohnung soll die Wirksamkeit sein. Die Nachkommen, die ihm Dank und Ehre erweisen, sollen ihn für den Spott seiner Brüder entschädigen. Durch alle Zeiten hindurch soll der Mensch mit süßer Mühe streben, gestärkt durch Widrigkeiten. Im kleinsten Detail soll das Ganze verdient werden, und am Ende soll der Kranz der Menschlichkeit im schönsten Abendglanz erstrahlen. Die Natur, als Mutterkönigin, hat das schwächste Wesen, den Menschen, auserwählt und durch Liebe und Not vereint. Sie hat ihm ihren Sinn für das Größere und Größte gegeben, und das Bessere und Beste lebt nur im Ganzen.

Editionen (15)

ISBN9791041817085
VerlagCulturea
Erscheinungsdatum19.06.23
Seitenzahl168

Rezensionen & Bewertungen

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1 Rezensionen

3,5

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  • timaios
    timaios

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    3,5

    Früher deutscher Idealismus

    Das Werk ist in 3 Bücher unterteilt und kann genau wie im Hegelschen Sinne teilweise in These/Antithese/Synthese gelesen werden. Interessanterweise ist Fichte in diesem Werk, welches seine Lehre „Umgangssprachlich“ auf den Punkt bringen soll, für heutige Menschen eher weniger durchgehend und problemlos zu lesen. Fichte fragt hier nach der Möglichkeit für den Menschen, sich ganz frei und unabhängig von den mannigfaltigen Naturbestimmungen zu leben/entwickeln. Später beschreibt er worin in seinen Augen die Bestimmung des Menschen liegt und worauf wir als Menschen Praktischerweise Augenmerk legen müssen. Schönes und interessantes Werk, allemal :)

    12. Apr. 2026

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