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Romane

Kafamda Bir Tuhaflik

4,3(17)
Sprache
Türkisch
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Über das Buch

Kafamda Bir Tuhaflik hem bir ask hikayesi hem de modern bir destan. Orhan Pamukun üzerinde alti yil calistigi roman, bozaci Mevlut ile üc yil ask mektuplari yazdigi sevgilisinin Istanbuldaki hayatlarini hikaye ediyor.
1969 ile 2012 arasinda, kirk yili askin bir süre Mevlut, Istanbul sokaklarinda yogurtculuk, pilavcilik, otopark bekciligi gibi pek cok is yapar. Bir yandan sokaklarin cesit cesit insanla dolmasini, sehrin büyük bölümünün yikilip yeniden insa edilmesini, Anadoludan gelip zengin olanlari izler; diger yandan ülkenin icinden gectigi dönüsümlere, siyasi catismalara, darbelere tanik olur. Onu baskalarindan farkli kilan seyin, kafasindaki tuhafligin kaynagini hep merak eder. Ama kis aksamlari boza satmaktan ve sevgilisinin aslinda kim oldugunu düsünmekten hic vazgecmez.
Askta insanin niyeti mi daha önemlidir, kismeti mi Mutluluk veya mutsuzlugumuz bizim secimlerimize mi baglidir, yoksa bizim disimizda mi gelisip basimiza gelirler Kafamda Bir Tuhaflik bu sorulara cevap ararken aile hayatiyla sehir hayatinin catismasini, kadinlarin ev iclerindeki öfke ve caresizliklerini resmediyor.

Das aktuelle Werk des Bestseller-Autors und Nobelpreisträgers Orhan Pamuk mit dem Titel Kafamda bir tuhaflik ist im Dezember 2014 erschienen. Die englische Version erscheint im Oktober 2015 mit dem Titel A Strangeness in My Mind. An der Liebesgeschichte, die zugleich als ein modernes Epos bezeichnet wird, soll Pamuk sechs Jahre gearbeitet haben. Erzählt wird das Leben von Mevlut, dem Verkäufer von Boza einem traditionellen türkischen Getränk und seiner Geliebten in Istanbul. Zwischen den Jahren 1969 und 2012 arbeitet Mevlut über 40 Jahre lang als Strassenverkäufer. Er wird Zeitzeuge zahlreicher sozialer Veränderungen und politischer Geschehnisse. Er wundert sich über seine Andersartigkeit, über die Seltsamkeit in seinem Kopf. Doch während er in den kalten Nächten Boza verkauft, denkt er stets am seine Geliebte. Das Werk sucht Antworten auf Fragen wie Ist bei der Liebe die Absicht oder das Schicksal von Bedeutung Ist das Glück von unseren Entscheidungen abhängig oder spielt sich alles ausserhalb des Kontrollierbaren ab
ISBN9789750830884
VerlagIletisim Yayinlari
Erscheinungsdatum01.12.14
Seitenzahl480

Rezensionen & Bewertungen

17 Bewertungen

3 Rezensionen

4,3

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  • lesekosmos
    lesekosmos

    52 Follower

    3,0

    Telenovela aus der Türkei

    Knapp 600 Seiten Print- oder 5.200 KB eBook - ein gewaltiges Werk, das wahrscheinlich schon per se einen Literatur-Nobelpreis wert wäre, hätte man diesen dem türkischen Schriftsteller Orhan Pamuk nicht bereits 2006 verliehen. Diese "Fremdheit in mir" erschien erst 2014, also 6 Jahre nach der Aufnahme in den Literatur-Olymp. Erscheinungsdatum wirklich 2014? Man stutzt und will es kaum glauben. So jung? Eigentlich doch so zeitnah und modern, aber...? Aber der Reihe nach. Pamuks Buch ist eine Familien-Saga mit allem, was dazu gehört. Ein Epochen übergreifender Generationen-Roman mit der zentralen Figur des Boza-Verkäufers Mevlut (Wiki: „Boza ist ein leicht alkoholisches, süßlich-prickelndes Bier, ursprünglich aus Hirse, das auf dem Balkan und in der Türkei, in Zentralasien und im Nahen Osten konsumiert wird“). 1954 kommt Mevlut, wie so viele, als kleiner Junge mit seinem Vater aus Anatolien nach Istanbul. 60 Jahre lang begleitet der/die LeserIn Mevluts Schicksal und das seiner Eltern, Onkel, Tanten, Cousins, Frau(en), Schwiegereltern, Töchter, Schwiegersöhne, Enkel, SchwägerInnen, Freunde. Und das alles vor dem Hintergrund der türkischen Historie und insbesondere der Entwicklung Istanbuls. Da bedarf es in der Tat schon einer vierseitigen Chronologie im Anhang, um den Über- und Durchblick nicht zu verlieren. Vor allem, wenn man ins Kalkül zieht, dass man Pamuks Schreibstil durchaus als detailverliebt bezeichnen darf. Das Positive an dem Buch lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Es ist ein relativ authentisches Spiegelbild der türkischen Gesellschaft über sechs Jahrzehnte und insbesondere der vielen einfachen Menschen vom Land, die in der Metropole Istanbul ihr Glück versuchen. Lässt man allerdings auch nur ein wenig literarische Kritik walten, handelt es sich um eine türkische Telenovela, die in jedem TV-Kanal nach vier Wochen abgesetzt würde. Zu zähflüssig, zu langweilig, zu vorhersehbar ist die von einem türkischen Mann konstruierte Handlung. Das Geschriebene plätschert vor sich hin, man erfährt nichts, was man bei halbwegs ausgebildeter Beobachtungsgabe nach zwei bis drei Türkei-Urlauben nicht eh schon wüsste. Selbst literarische „Kunstkniffe“, wie der Wechsel vom aussenstehenden Erzähler zum Monolog agierender Darsteller, läuft ins Leere, da es Pamuk versäumt, in diesen Passagen den Erzählstil zu ändern und zu profilieren. Orhan Pamuk ist der vielleicht beliebteste und erfolgreichste, männliche türkische Schriftsteller unserer Zeit. Die türkisch-maskuline Weltsicht spriesst so auch aus allen Poren. Ein Mann ist der Hauptdarsteller, Männer dominieren den Alltag, die Sicht auf die Frauen ist männlich-traditionell. Und genau deshalb wieder der ungläubige Blick auf das Erscheinungsdatum. Bei aller Liebe zur authentischen Darstellung der Realität - wo bleibt zum Beispiel die wenigstens angedeutete Kritik an der Stellung und Rolle der Frau in dieser gesellschaftlichen Umgebung? Dürfte man das 2014 von einem Nobelpreisträger nicht verlangen? Warum durchgehend diese rosarote Wolke, diese naive Zufriedenheit, die sich vom Protagonisten auf die ganze Atmosphäre des Romanes überträgt? Selbst wenn Armut und Leid geschildert werden, bleiben diese immer systemimmanent. Schwer erklärlich bleibt bis zum Schluß der Titel des Buches. „Diese Fremdheit in mir“ kommt als Terminus zwar immer mal wieder in unterschiedlichsten Zusammenhänge vor, wird aber auch im Kontext nicht klarer. Vielleicht ein Übersetzungsproblem? Im Originaltitel „Kafamda Bir Tuhaflık“ bedeutet Tuhaflik eher Eigenheit, Marotte, Verschrobenheit, was dem eigenbrödlerischen Charakter des Mevlut schon eher entspricht. So bleibt auch in mir als Leser am Schluß eine Art von Fremdheit oder besser Befremdlichkeit ob des preisgekrönten Erfolges dieses Autors. Über den politischen Background des Literaturnobelpreises hatte ich bereits bei Olga Tokarczuk spekuliert. Orhan Pamuk lässt in mir die Ahnung aufkommen, dass dieser Preis auch eine Art Fleißkärtchen sein könnte.

    4. Mai 2026

  • aygen_e
    aygen_e

    138 Follower

    4,0

    Istanbul immer eine Reise wert

    Orhan Pamuk lehrt Menschen, Istanbul zu lieben. Ich hatte demletzt so Sehnsucht, nach lärmenden Straßen, den Essensgerüchen, den lauten Autos, den Möwen in Eminöne und den Museen und Moscheen und habe zu diesem Buch gegriffen, das ich vor Jahren auf Türkisch gelesen habe. Wir lernen das Leben auf der Straße kennen. Wir lernen Mevlut und seine Familie kennen. Ein Joghurt- und Bozaverkäufer, der uns durch andere weitere Verkäufer und das Kommen und Gehen, vieler historischer und politischer Ereignisse, den Wandel dieser faszinierenden Stadt zeigt. Der Roman spielt in den Jahren 1954 bis 2012. Die Straße hat ihre eigenen Gesetze, ob es das Schmuggeln, stehlen, die politischen Ausschreitungen sind, oder einfach nur kulturelle, familiäre Gegebenheiten. Orhan Pamuk lässt uns in diese Häuser blicken, in Mevluts Inneres und gibt uns die Chance, nicht nur eine Stadt, sondern auch ein Land und deren Kultur kennenzulernen. Für mich persönlich einen Herzensort. Für nicht Istanbul Kenner sicher eine Entdeckung. Für politisch und geschichtlich interessierte Leser ein super Schmöker.

    25. Mai 2024

  • 5,0

    Schönes Buch zu Istanbul von 60er bis 2012

    8. Mai 2026

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