Blick ins Buch

Romane

Andarsene

4,1(34)
Sprache
Italienisch
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Über das Buch

Lasciare la propria casa, la famiglia, il lavoro. E scomparire. Cosa spinge una persona ad andarsene? E cosa significa, per chi resta, convivere con un’assenza? Nel suo nuovo, enigmatico romanzo, Peter Stamm scandaglia l’umano desiderio di fuggire. Siamo a pochi chilometri da Zurigo, nell’ordinata campagna svizzera. È una sera di fine agosto. Thomas, Astrid e i loro due figli sono appena rientrati dalle vacanze. Mentre lei disfa le valigie, Thomas, senza un motivo apparente, imbocca il vialetto in giardino, apre con cautela il cancello e se ne va. Nel buio quieto della notte supera il quartiere residenziale, attraversa i campi e si inoltra nel bosco. La mattina i bambini corrono a scuola, Astrid si dedica placidamente alle faccende domestiche. Arriva l’ora di pranzo, poi il momento di andare a dormire. Come mai Thomas non torna? È facile ricacciare un pensiero, tanto quanto mentire. Alla segretaria che chiama, Astrid dice che il marito è malato, ai figli che il padre è via per lavoro. Ma i giorni passano, la recita vacilla, bisogna avvertire la polizia. Alternando i punti di vista di Thomas e di Astrid, Peter Stamm scandaglia quel desiderio inconfessabile di andarsene che presto o tardi si impadronisce di tutti noi. Quasi che lo scomparire agli occhi di chi ci è vicino sia l’unico modo per tornare a vedere l’altro e noi stessi.
ISBN9788877139337
VerlagEdizioni Casagrande SA
Erscheinungsdatum28.04.22
Seitenzahl144

Rezensionen & Bewertungen

34 Bewertungen

9 Rezensionen

4,1

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  • lesekosmos
    lesekosmos

    51 Follower

    5,0

    Ein Wow-Buch

    Sie sind verheiratet? Haben Kinder? Gehen einer regelmässigen Berufstätigkeit als Angestellter nach? Dann stellen Sie sich Folgendes vor. Sie kommen mit Ihrer Familie aus Ihrem zweiwöchigen Sommerurlaub an einem spanischen Strand nach Hause ins Einfamilienheim und haben schon das Gröbste aus- oder eingeräumt. Alles wie immer. Die Wäsche liegt bereits vor der Waschmaschine, die Kinder sind im Bett. Gemütlich setzen Sie sich mit Ihrer Frau auf die Terrassenbank, geniessen ein Glas Wein und lesen ein wenig in den aufgelaufenen Zeitungen. Bis dahin alles bekannt? Abwarten. Die Frau steht auf, um nach dem rufenden Sohn zu schauen und geht danach vom Tag ermüdet direkt ins Bad und Bett. Der Mann steht ebenfalls auf und geht zum Gartentor und verlässt das Grundstück. Er hat nichts dabei ausser den Kleidern, die er noch von der Fahrt am Leib trägt, ein paar simple Utensilien in der Tasche, ein wenig Bargeld und eine Kreditkarte. Er geht einfach weiter. Stunde um Stunde, die ganze Nacht, die folgenden Tage, Wochen. Das Alltagsleben ist so perfekt abgestimmt, funktionell und ablaufoptimiert, dass seine Frau sein Fehlen erst am Nachmittag des Folgetages so richtig realisiert. So beginnt die Geschichte im Roman von Peter Stamm. An dieser Stelle rauscht einem das erste Wow durch den Kopf und an dieser Stelle beginnt auch eine Polarisierung, die das Buch ganz zwangsläufig mit sich bringt und die die Leser während der gesamten Lektüre in zwei Lager teilen wird. Da sind die einen - und das ist völlig geschlechtsunabhängig - die sagen werden „Wie kann er so etwas tun, seine Familie im Stich lassen?“. Und da sind die anderen, die aufschreien „Kann ich mich absolut hineinversetzen, habe ich auch schon oft daran gedacht“. Natürlich wartet man auf Anhaltspunkte, auf Antworten nach dem Warum. Und die gibt es, wenn man einen Peter Stamm lesen kann. Wie immer schreibt er auch in diesem Werk in seinem verdichteten, minimalistischen Stil, der ihn auf den ersten Blick eher zum Krimi-Autor zu prädestinieren scheint. Aber da sind die vielen Stimmungsbilder, die er nicht mit üppigen Ölfarben, sondern mit dem Kohlestift skizziert, die aber dennoch alle Informationen enthalten, um die Charaktere von Mann und Frau zu psychoanalysieren, um die Entwicklung retrospektiv kommen zu sehen, um zu verstehen. Es ist wie immer nicht nur die Flucht eines Ehepartners aus der Versklavung innerhalb der Strukturen einer Familie. Es ist nicht nur die vordergründig heile, im Kern aber zerbrochene Beziehung. Es ist viel subtiler. Und genau deshalb passt Stamm’s subtiler Stil einmal mehr genau zu dem, was er schreibt. Natürlich lebt das Buch auch von der Spannung, wie solch eine Geschichte wohl ausgehen wird. Wie in Hollywood als Happy End in rosa Wolken oder wie im wirklichen Leben mit Scheidungskämpfen bis aufs Blut? Nein ganz anders. Nach dem Wow-Anfang kann bei Peter Stamm fast nur ein Wow-Ende folgen. Und aus den Parallelen und Denkanstößen zwischen Anfang und Ende kann man sich als LeserIn seine eigenen Wow’s generieren.

    20. Apr. 2026

  • marcel1002
    marcel1002

    6 Follower

    3,5

    Weit über das Land von Peter Stamm arbeitet mit einer Sprache, die konsequent reduziert ist.

    Die Sätze sind nicht kurz, aber klar und ohne Ausschmückung. So entsteht eine besondere Ruhe im Text. Gerade darin wird die innere Bewegung von Thomas und Astrid sichtbar – leise, aber präzise. Ein Roman, der seine Wirkung aus Zurücknahme gewinnt.

    Weit über das Land von Peter Stamm arbeitet mit einer Sprache, die konsequent reduziert ist.

    14. Apr. 2026

  • alpinereads
    alpinereads

    83 Follower

    5,0

    Einfach weg von allem. Warum habe ich erst jetzt dieses Buch gelesen. Sehr schön geschrieben und eine tolle Geschichte. Werde ich irgendwann gewiss nochmals lesen.

    20. Aug. 2025

3 von 9 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Peter Stamm

Nato in Svizzera nel 1963, Peter Stamm è tra i grandi nomi della letteratura tedesca contemporanea. Insignito del premio Friedrich Hölderlin, finalista al Man Booker International Prize per l’insieme della sua opera e al Deutscher Buchpreis per Andarsene, in Italia ha esordito con il romanzo Agnes, edito da Neri Pozza e adattato per il cinema. Di lui le Edizioni Casagrande hanno pubblicato nel 2020 il romanzo La dolce indifferenza del mondo.

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