Blick ins Buch

Sputnik, mi amor

3,8(182)
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Spanisch
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Über das Buch

Del mismo modo en que, en el viaje del satélite ruso Sputnik, la perra Laika giraba alrededor de la Tierra y dirigía su atónita mirada hacia el espacio infinito, en Tokio tres personajes se buscan desesperadamente intentando romper el eterno viaje circular de la soledad. El narrador, un joven profesor de primaria, está enamorado de Sumire; pero ella, quien se considera la última rebelde, tiene una única obsesión: ser novelista. Sumire conocerá a Myu, una mujer casada de mediana edad tan hermosa como enigmática, y juntas emprenderán un viaje por Europa tras el que nada volverá a ser igual.
ISBN9788483835166
VerlagTusquets Editores
Erscheinungsdatum31.03.08
Seitenzahl248

Rezensionen & Bewertungen

182 Bewertungen

34 Rezensionen

3,8

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  • annalovesbooks23
    annalovesbooks23

    728 Follower

    5,0

    Mein bisher liebster Murakami. Ein Buch, das mich mit jeder Seite mehr begeistert hat und noch lange nachhallen wird 🥰

    Sputnik Sweetheart ist mein 4. Buch von Murakami und bisher ganz klar mein Favorit. Ich wusste schon relativ früh, dass das ein 5-Sterne-Buch wird. Mit jeder Seite hat es mich mehr in seinen Bann gezogen. Ich liebe Murakamis Schreibstil. Ich schwebe jedes Mal durch seine Seiten und genau dieses Gefühl hatte ich hier wieder. Trotzdem hat sich dieses Buch noch einmal anders angefühlt als die anderen, die ich bisher gelesen habe. Dort standen für mich vor allem die Charaktere und ihre Gedanken im Mittelpunkt. Hier passiert auch in der Handlung unglaublich viel. Dadurch hatte die Geschichte einen richtigen Sog und ich wollte ständig weiterlesen. Anfangs wollte ich noch wissen, wo Sumire ist. Irgendwann hat sich diese Frage komplett verändert. Plötzlich wollte ich gar nicht mehr wissen, wo sie ist. Ich wollte nur noch verstehen, was mit ihr passiert ist. Genau da hat mich Murakami komplett abgeholt. Ich habe angefangen, immer mehr zwischen den Zeilen zu lesen und auf all die kleinen Dinge zu achten. Gespräche über Zeichen und Symbole, Musik, Bücher, Erinnerungen, der Mond, das Riesenrad oder das Telefon. Irgendwann hatte ich das Gefühl, dass nichts davon zufällig dort steht. Das Schöne ist, dass Murakami einem nie das Gefühl gibt, alles verstehen zu müssen. Man kann dieses Buch einfach als wunderschöne Geschichte lesen und wird trotzdem viel daraus mitnehmen. Wer sich auf die Symbolik einlässt, entdeckt aber noch einmal eine ganz andere Ebene. Ich hatte ständig diese Momente, in denen plötzlich etwas Klick gemacht hat. Und kaum dachte ich, jetzt habe ich Murakami verstanden, kamen wieder ein paar Seiten, die mir gezeigt haben, dass ich eigentlich doch noch einmal um die Ecke denken muss. Ich liebe genau sowas. Besonders beschäftigt hat mich Mius Geschichte. Für mich war das Riesenrad nie einfach nur ein Riesenrad. Dahinter steckt für mich eine größere Symbolik. Ich habe diese Szene als ein traumatisches Erlebnis gelesen. So, als würde sie etwas erleben, das sie nur noch außerhalb ihres eigenen Körpers wahrnehmen kann. Genau dieses Bild hat für mich ihre spätere Veränderung erklärt. Murakami sagt einem aber nie, ob man das genauso verstehen soll. Er lässt Raum für die eigene Interpretation und genau das fand ich genial. Überhaupt hatte ich irgendwann das Gefühl, dass alle Figuren wie kleine Satelliten umeinander kreisen. Jeder liebt jemanden, den er nie ganz erreichen kann. Jeder sucht Nähe und trotzdem bleibt immer eine Distanz. Gerade diese Sehnsucht zieht sich für mich durch das ganze Buch und die Stellen, in denen es darum ging, Menschen nicht erreichen zu können, obwohl man sie liebt oder obwohl sie einem unglaublich viel bedeuten, haben mich am meisten berührt. Der namenlose Erzähler hat mich schließlich am meisten getroffen. Erst dort habe ich richtig verstanden, dass es genauso sehr seine Geschichte ist wie die von Sumire. Die letzten Kapitel haben mich emotional erwischt. Die leise, unerfüllte Liebe und das Weitermachen, obwohl etwas fehlt, hat Murakami so ehrlich beschrieben, dass ich mich in vielen Gedanken wiedergefunden habe. Je näher ich den letzten Seiten kam, desto klarer wurde mir, dass es keine klassische Auflösung geben wird. Und irgendwann wollte ich die gar nicht mehr. Für mich hat das Ende perfekt zu diesem Buch gepasst. Ich hatte nie das Gefühl, dass Murakami mir etwas schuldig bleibt. Im Gegenteil. Mir ist viel mehr das Gefühl geblieben, das dieses Buch hinterlassen hat. Dass wir Verluste mit uns tragen und trotzdem weiterleben. Dass Erinnerungen bleiben, auch wenn Menschen nicht mehr da sind. Und dass Liebe nicht kleiner wird, nur weil sie unerfüllt bleibt. Vielleicht verändert sie einfach ihre Form. Ich finde es schön, dass jeder dieses Buch und sein Ende anders lesen und für sich selbst interpretieren kann. Es war einfach ein Traum, dieses Buch zu lesen. Ich weiß jetzt schon, dass ich es irgendwann noch einmal lesen werde. Nicht, weil ich glaube, beim 1. Mal etwas übersehen zu haben, sondern weil ich sicher bin, dass ich beim nächsten Lesen wieder neue Gedanken zwischen den Zeilen entdecken werde. Für mich bisher ganz klar mein liebster Murakami. Und falls ihr bis hier gelesen habt: Glückwunsch. 😄 Die Rezension ist fast so lang geworden wie Murakamis Gedankengänge. Aber bei diesem Buch konnte ich mich einfach nicht kürzer fassen.

    Mein bisher liebster Murakami. Ein Buch, das mich mit jeder Seite mehr begeistert hat und noch lange nachhallen wird 🥰

    5 Tage vor

  • readzilla
    readzilla

    146 Follower

    4,5

    Die Schönheit unerfüllter Liebe – Murakami trifft mitten ins Herz

    Haruki Murakami hat es mit "Sputnik Sweetheart" erneut geschafft. Ich habe das Buch wieder von der ersten bis zur letzten Seite geliebt. Was mich diesmal besonders berührt hat, war die Art, wie Murakami die unerfüllte Liebe des namenlosen Ich-Erzählers beschreibt. Seine Sehnsucht, seine Hoffnung und gleichzeitig das schmerzhafte Wissen, dass diese Liebe niemals erwidert werden wird, sind mit einer solchen Feinfühligkeit geschrieben, dass man jede Emotion selbst mitempfindet. Als Sumire verschwindet, verändert sich die Geschichte spürbar. Die Leere, die Unsicherheit und der Verlust werden nicht laut erzählt, sondern auf eine stille, beinahe melancholische Weise. Gerade diese Zurückhaltung macht die Gefühle so intensiv. Und schließlich führt Murakami den Leser behutsam zur Akzeptanz – ohne einfache Antworten zu liefern, aber mit einer emotionalen Ehrlichkeit, die lange nachhallt. Auch die Atmosphäre hat mich dieses Mal begeistert. Die griechische Insel verleiht dem Roman einen ganz eigenen Charakter. Zwischen Sonne, Meer und der scheinbaren Idylle entsteht eine geheimnisvolle, fast traumhafte Stimmung, die perfekt zur Geschichte passt und sich deutlich von anderen Murakami-Romanen unterscheidet. Murakamis unverwechselbarer Schreibstil ist auch hier wieder eine Klasse für sich. Seine ruhigen Dialoge, die bildhafte Sprache und die kleinen, unscheinbaren Momente entfalten eine Wirkung, die mich jedes Mal aufs Neue fasziniert. Sputnik Sweetheart ist für mich ein weiterer großartiger Murakami – emotional, melancholisch und voller Sehnsucht. Ein Roman, der zeigt, wie tief Literatur berühren kann, ohne jemals laut werden zu müssen. Eine uneingeschränkte Empfehlung für alle, die sich auf eine leise, tiefgründige und außergewöhnlich schöne Geschichte einlassen möchten.

    Die Schönheit unerfüllter Liebe – Murakami trifft mitten ins Herz

    3 Tage vor

  • leseeul
    leseeul

    173 Follower

    5,0

    Haruki Murkami - der japanische Autor des 21. Jahrhunderts

    Ganz im Stile Murkami Romane geht es um ein mystisches Thema. Die junge Sumire, eine erfolglose Schriftstellerin begleitete ihre deutlich ältere Freundin /Chefin auf eine Dienstreise nach Europa. Während des Aufenthalts auf einer kleinen griechischen Insel verschwindet Sumire. Für mich ist Sputnik Sweetheart ein Roman mit viel Tiefgang, der wie fast alle Haruki Murakami Werke die Seele tief berührt

    18. Apr. 2025

3 von 34 Rezensionen

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