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„Rebellische Liebe“ von Marissa Meyer ist der Abschluss der Renegades-Trilogie - einer Jugendbuch-Reihe über Superhelden und Superschurken. Ich bin und bleibe ein Fan der Autorin, denn ihre Luna-Chroniken werden immer einen besonderen Platz in meinem Herzen einnehmen, aber die Renegades-Trilogie fällt hingegen nicht nur im Vergleich echt enttäuschend aus. Achtung: Spoiler! Wir starten im dritten Band mit der ernüchternden Sachlage, dass Novas und Adrians Geheimidentitäten, die uns Lesern in den ersten beiden Kapiteln des ersten Bandes enthüllt wurden, noch immer geheim sind. Das resultiert darin, dass alle Charaktere in diesem Buch leider ziemlich grenzdebil sind, denn weder Nova noch Adrian sind sonderlich gut darin, ihre Spuren zu verwischen. Dann wird eine der beiden Aliase endlich aufgedeckt, nur um kurz darauf mit einer schlechten Finte, die keinen Sinn macht, wieder verhüllt zu werden… Im Zuge der ersten Aufdeckung werden herrlich moralische Fragen aufgeworfen, die leider niemals geklärt werden. Ebenso wie es zwei Bücher lang den Anschein machte, dass Meyer sich hier in Grauzonen bewegt, um uns zu zeigen, dass keine der Seiten „gut“ oder „böse“ sei. Ja, schade, das Konzept wird zum Ende völlig über den Haufen geworfen und es stellt sich doch heraus, dass die Guten gut und die Bösen böse sind. Laaaangweilig. Nun lässt sich das halt auch auf Nova und Adrian projizieren, die tatsächlich ein Happy End kriegen, nachdem er zugelassen hätte, dass sie ohne Prozess und eindeutige Beweise hingerichtet worden wäre. Nachdem sie dabei zugesehen hat, wie er gefoltert wird. Nachdem sie ihm eine Waffe an den Kopf hielt und so lange ernsthaft darüber nachgedacht hat, den Abzug zu tätigen, bis er sie in dieser Situation noch rettet…was ist das denn bitte für ein Fundament für eine Beziehung? Davon ab gibt es auch ein paar lobenswerte Dinge: „Rebellische Liebe“ liefert in der zweiten Hälfte zumindest mal richtige Action und scheut auch nicht davor zurück, Charaktere zu töten. Gerade die erste große Kampfszene ist das Beste, das diese gesamte Reihe zu bieten hat, und es war so bittersüß zu lesen, da ich mir das schon in den vorigen Büchern gewünscht hatte. Es wird mehr Fokus auf die Nebencharaktere gelegt, deren Geschichten wirklich herzzerreißend sind – leider zu wenig, zu spät. Ebenfalls gelungen sind doch einige Enthüllungen, die ich wirklich nicht habe kommen sehen und es ist mittlerweile echt nicht mehr so leicht, mich zu überraschen. Fazit: Alles in allem ist Meyers „Rebellische Liebe“ ein solider Abschluss für diese mittelmäßige Reihe. Wie immer gut zu lesen und auch unterhaltsam. Eine gute Prämisse, aber eine schwache Ausführung. Insgesamt zu wenig Action für eine Reihe über Superhelden und Superschurken. Eine Liebesgeschichte, die süß anfängt und gen Ende nicht mehr funktional ist. Nebencharaktere voller Potenzial, die leider bis zum Schluss zu zweidimensional bleiben. Ach, es hätte einfach so gut sein können, war es aber einfach nicht. Ganz knappe 3/5 Sternen.
19. März 2025
„Rebellische Liebe“ von Marissa Meyer ist der Abschluss der Renegades-Trilogie - einer Jugendbuch-Reihe über Superhelden und Superschurken. Ich bin und bleibe ein Fan der Autorin, denn ihre Luna-Chroniken werden immer einen besonderen Platz in meinem Herzen einnehmen, aber die Renegades-Trilogie fällt hingegen nicht nur im Vergleich echt enttäuschend aus. Achtung: Spoiler! Wir starten im dritten Band mit der ernüchternden Sachlage, dass Novas und Adrians Geheimidentitäten, die uns Lesern in den ersten beiden Kapiteln des ersten Bandes enthüllt wurden, noch immer geheim sind. Das resultiert darin, dass alle Charaktere in diesem Buch leider ziemlich grenzdebil sind, denn weder Nova noch Adrian sind sonderlich gut darin, ihre Spuren zu verwischen. Dann wird eine der beiden Aliase endlich aufgedeckt, nur um kurz darauf mit einer schlechten Finte, die keinen Sinn macht, wieder verhüllt zu werden… Im Zuge der ersten Aufdeckung werden herrlich moralische Fragen aufgeworfen, die leider niemals geklärt werden. Ebenso wie es zwei Bücher lang den Anschein machte, dass Meyer sich hier in Grauzonen bewegt, um uns zu zeigen, dass keine der Seiten „gut“ oder „böse“ sei. Ja, schade, das Konzept wird zum Ende völlig über den Haufen geworfen und es stellt sich doch heraus, dass die Guten gut und die Bösen böse sind. Laaaangweilig. Nun lässt sich das halt auch auf Nova und Adrian projizieren, die tatsächlich ein Happy End kriegen, nachdem er zugelassen hätte, dass sie ohne Prozess und eindeutige Beweise hingerichtet worden wäre. Nachdem sie dabei zugesehen hat, wie er gefoltert wird. Nachdem sie ihm eine Waffe an den Kopf hielt und so lange ernsthaft darüber nachgedacht hat, den Abzug zu tätigen, bis er sie in dieser Situation noch rettet…was ist das denn bitte für ein Fundament für eine Beziehung? Davon ab gibt es auch ein paar lobenswerte Dinge: „Rebellische Liebe“ liefert in der zweiten Hälfte zumindest mal richtige Action und scheut auch nicht davor zurück, Charaktere zu töten. Gerade die erste große Kampfszene ist das Beste, das diese gesamte Reihe zu bieten hat, und es war so bittersüß zu lesen, da ich mir das schon in den vorigen Büchern gewünscht hatte. Es wird mehr Fokus auf die Nebencharaktere gelegt, deren Geschichten wirklich herzzerreißend sind – leider zu wenig, zu spät. Ebenfalls gelungen sind doch einige Enthüllungen, die ich wirklich nicht habe kommen sehen und es ist mittlerweile echt nicht mehr so leicht, mich zu überraschen. Fazit: Alles in allem ist Meyers „Rebellische Liebe“ ein solider Abschluss für diese mittelmäßige Reihe. Wie immer gut zu lesen und auch unterhaltsam. Eine gute Prämisse, aber eine schwache Ausführung. Insgesamt zu wenig Action für eine Reihe über Superhelden und Superschurken. Eine Liebesgeschichte, die süß anfängt und gen Ende nicht mehr funktional ist. Nebencharaktere voller Potenzial, die leider bis zum Schluss zu zweidimensional bleiben. Ach, es hätte einfach so gut sein können, war es aber einfach nicht. Ganz knappe 3/5 Sternen.
19. März 2025







