
345 Follower
Leider ein Abbruch nach 80 Seiten. Der Schreibstil war nichts für mich
4 Tage vor
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4 Tage vor
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4 Tage vor
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Nur auf den ersten Blick ist “Die Flucht der Bärin” eine Kurzgeschichtensammlung. Mit 16 Texten auf insgesamt nur knapp mehr als 300 Seiten fasst Joanna Bator sich dieses Mal zwar deutlich kürzer als in “Bitterniss”, der Komplexität aber tut das keinen Abbruch. Eng verwoben sind die Geschichten, die sich in diesem Band finden und beinahe jeder Figur begegnet man ein weiteres Mal. Die Texte erzählen dabei nahezu ausnahmslos aus weiblicher Ich-Perspektive von ganz unterschiedlichen Lebenswegen, die aber alle zum gleichen Netz gehören. Denn Zufälle, so erklärt es eine der Figuren in diesem Buch, gibt es nicht. Die Knoten, die wir in unsere Netze knüpfen, führen unweigerlich zueinander und können gar nicht anders, als vor- und hintereinander zu existieren. Jede Begegnung ist ein neuer Knoten, egal ob mit Mensch, Meer oder Ausgedachtem. Von letzterem gibt es auch einige in diesen Texten, unter anderem ein nach Moder riechendes Wesen, das eines Nachts auftaucht, einer furchteinflößenden Mischung aus Mensch und Maus, das vielleicht sogar der Teufel geschickt hat. Man muss aufmerksam sein in diesen Texten. Nicht nur sind die Erzählfiguren fast durch die Bank hochgradig unzuverlässig, ihre Geschichten sind noch dazu manchmal nur über winzige Details verknüpft, die man nicht verpassen darf, will man das Netz am Ende noch sicher in der Hand halten. “Die Flucht der Bärin” ist eine anspruchsvolle, dabei aber auch sehr unterhaltsame Lektüre, die vom eskalierten Griechenland-Urlaub bis zur sprechenden Schildkröte fast alles zu bieten hat, insbesondere aber viele ungeklärte Vermisstenfälle und einen merkwürdigen Arzt, der im Zentrum all dessen zu stehen scheint. Ein wirklich sehr lesenswertes Buch, das über Genre-Grenzen mit Anlauf hinweg springt.
7. Juni 2026
Nur auf den ersten Blick ist “Die Flucht der Bärin” eine Kurzgeschichtensammlung. Mit 16 Texten auf insgesamt nur knapp mehr als 300 Seiten fasst Joanna Bator sich dieses Mal zwar deutlich kürzer als in “Bitterniss”, der Komplexität aber tut das keinen Abbruch. Eng verwoben sind die Geschichten, die sich in diesem Band finden und beinahe jeder Figur begegnet man ein weiteres Mal. Die Texte erzählen dabei nahezu ausnahmslos aus weiblicher Ich-Perspektive von ganz unterschiedlichen Lebenswegen, die aber alle zum gleichen Netz gehören. Denn Zufälle, so erklärt es eine der Figuren in diesem Buch, gibt es nicht. Die Knoten, die wir in unsere Netze knüpfen, führen unweigerlich zueinander und können gar nicht anders, als vor- und hintereinander zu existieren. Jede Begegnung ist ein neuer Knoten, egal ob mit Mensch, Meer oder Ausgedachtem. Von letzterem gibt es auch einige in diesen Texten, unter anderem ein nach Moder riechendes Wesen, das eines Nachts auftaucht, einer furchteinflößenden Mischung aus Mensch und Maus, das vielleicht sogar der Teufel geschickt hat. Man muss aufmerksam sein in diesen Texten. Nicht nur sind die Erzählfiguren fast durch die Bank hochgradig unzuverlässig, ihre Geschichten sind noch dazu manchmal nur über winzige Details verknüpft, die man nicht verpassen darf, will man das Netz am Ende noch sicher in der Hand halten. “Die Flucht der Bärin” ist eine anspruchsvolle, dabei aber auch sehr unterhaltsame Lektüre, die vom eskalierten Griechenland-Urlaub bis zur sprechenden Schildkröte fast alles zu bieten hat, insbesondere aber viele ungeklärte Vermisstenfälle und einen merkwürdigen Arzt, der im Zentrum all dessen zu stehen scheint. Ein wirklich sehr lesenswertes Buch, das über Genre-Grenzen mit Anlauf hinweg springt.
7. Juni 2026

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28. Juni 2026
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