Blick ins Buch
Historische Romane
Die häßliche Herzogin
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Über das Buch
Die häßliche Herzogin entfaltet das Schicksal der Tiroler Landesfürstin Margarete Maultasch als historische Studie über Macht, Körperbild und politische Projektion. Feuchtwanger verbindet quellenbewusste Rekonstruktion mit psychologischer Durchdringung: Aus der als hässlich diffamierten Herzogin wird eine Figur, an der sich dynastische Interessen, männliche Urteilsmacht und die Brutalität mittelalterlicher Öffentlichkeit spiegeln. Der Roman steht im Kontext der modernen historischen Erzählkunst der Weimarer Zeit, die Vergangenheit nicht verklärt, sondern als Erkenntnisraum politischer Gegenwart nutzt. Lion Feuchtwanger, 1884 in München geboren, war einer der bedeutenden deutschsprachigen historischen Romanciers des 20. Jahrhunderts. Seine jüdisch-bürgerliche Herkunft, seine Theatererfahrung, seine Skepsis gegenüber Nationalismus und seine genaue Beobachtung von Propaganda und gesellschaftlicher Ausgrenzung prägen auch dieses frühe Werk. Die Herzogin wurde für ihn zur exemplarischen Gestalt: ein Mensch, dessen öffentliches Bild von Feinden geschaffen wird und dessen politische Vernunft hinter Schmähung und Legende verschwindet. Empfohlen sei dieses Buch allen Lesern, die historische Literatur als analytische Kunstform schätzen. Die häßliche Herzogin bietet keine bloße Mittelalterkulisse, sondern eine scharfsinnige Untersuchung von Herrschaft, Geschlecht und Rufmord. Gerade seine Nüchternheit und moralische Intelligenz machen den Roman bis heute eindringlich.
Editionen (6)
ISBN9788028390877
VerlagCopycat
Erscheinungsdatum24.06.25
Seitenzahl128
Haupt-GenreHistorische Romane
FormatTaschenbuch
SpracheDeutsch
Preis10.90 €
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