Blick ins Buch

Romane

Jahrmarkt der Eitelkeit

3,8(23)
Sprache
Deutsch
Nicht lieferbarKostenloser Versand
Jetzt kaufen

Über das Buch

William Makepeace Thackerays "Jahrmarkt der Eitelkeit" ist ein groß angelegter Gesellschaftsroman des viktorianischen England, dessen Untertitel "Ein Roman ohne Helden" sein satirisches Programm präzise benennt. Im Zentrum stehen Becky Sharp, eine brillante, ehrgeizige Aufsteigerin, und Amelia Sedley, deren Sanftmut ebenso kritisch beleuchtet wird wie Beckys Berechnung. Mit ironischer Erzählerstimme, moralischer Schärfe und panoramatischer Detailfülle entlarvt Thackeray die Mechanismen von Stand, Geld, Ehe, Krieg und Reputation in einer Welt, die sich als Bühne der Selbstinszenierung erweist. William Makepeace Thackeray, 1811 in Kalkutta geboren und in England ausgebildet, kannte sowohl koloniale Verflechtungen als auch die sozialen Codes der britischen Oberschicht aus eigener Erfahrung. Seine Tätigkeit als Journalist, Zeichner und Satiriker schulte den Blick für Pose, Heuchelei und ökonomische Abhängigkeit. Die Entstehung des Romans in Fortsetzungen erklärt seine episodische Weite, doch gerade diese Form erlaubt eine vielstimmige Analyse der modernen Gesellschaft. "Jahrmarkt der Eitelkeit" empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die den klassischen Roman nicht als bloße Handlung, sondern als intellektuelle Diagnose gesellschaftlicher Illusionen schätzen. Das Buch verbindet erzählerische Eleganz mit unerbittlicher Beobachtung und bleibt erstaunlich gegenwärtig, weil es zeigt, wie Begehren, Statusangst und moralische Anpassung öffentliche wie private Lebensläufe formen.

Editionen (17)

ISBN9788028350321
VerlagSharp Ink
Erscheinungsdatum03.12.23
Seitenzahl480

Rezensionen & Bewertungen

23 Bewertungen

1 Rezensionen

3,8

Tippen zum Filtern

  • psor
    psor

    5 Follower

    5,0

    Hach, locker zehn Jahre stand das bei mir im Regal. Wie konnte ich mich nur vom Umfang so lange abschrecken lassen und mir diese Freude versagen? In einem Wort: Masterpiece. My heart is full. Becky ist ein solch bewundernswertes Monster, Amelia eine solche bemitleidenswerte Trotteline, und Dobbin, der erwärmt mein Herz einfach nur. Da ich das andere gerade gelesen habe, auch wenn so ein Vergleich albern ist: Vanity Fair gefällt mir besser als Anna Karenina. Es ist auf jeden Fall amüsanter. Ein satirischer Gesellschaftsroman ist einfach my jam. Anspruchsvolles Lesen. Exemplarisch möge auf die 50 Seiten Fußnoten hingewiesen sein, mit denen Referenzen etc. erklärt werden, die bald 200 Jahre nach Erscheinen schwer verständlich sind.

    23. Feb. 2024

Lesen ist schöner mit der READO App.

Bücher entdecken, tracken, gemeinsam lesen.

Bibliothek

Behalte den Überblick