Blick ins Buch

Humor

Tagebuch einer Wasserleiche aus dem Canale Grande

4,2(35)
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Über das Buch

Astrid muss weg von daheim! Sie findet heraus, dass ihr Partner sie betrügt, und will ihren Herzschmerz in Venedig kurieren, einem Sehnsuchtsort ihrer Bucketlist. Nichts lenkt besser von einer traumatischen Trennung ab, als die wunderschöne Serenissima. Denkt Astrid. Aber: Statt romantischem dolce vita und köstlichem Vino findet sie in der Stadt der Gondeln und Kanäle vor allem Hitze. Und Leichen. Jede Menge Leichen. Denn die Familie ihres Gastgebers Cesare handelt mit weit mehr als nur mit Dogenköpfen aus Gips. Astrid gerät unversehens in mafiöse Verstrickungen. Entführungsversuche, Verfolgungsjagden in Motorbooten, Schläger und Schmuggler - immerhin wird Astrid dadurch von ihren privaten Kümmernissen abgelenkt. Aber wird sie diese ungeplanten Abenteuer auch überleben?

Editionen (2)

ISBN9783987854880
VerlagHörbuch München von RBmedia Verlag
Erscheinungsdatum04.04.24

Rezensionen & Bewertungen

35 Bewertungen

7 Rezensionen

4,2

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  • lilienblatt
    lilienblatt

    1727 Follower

    4,0

    💦 „Tagebuch einer Wasserleiche aus dem Canale Grande“ von Tatjana Kruse 💦 Urlaubsfeeling trifft Krimichaos: charmant, witzig und herrlich schräg. 🐾🐾

    Das Buch ist für mich eine richtig schöne Urlaubslektüre gewesen, herrlich schräg, unterhaltsam und mit genau der richtigen Mischung aus Chaos, Charme und Krimödienspaß. Im Zentrum steht Astrid, die nach einer Enttäuschung in ihrer Beziehung nach Venedig reist, um auf andere Gedanken zu kommen. Dass diese Reise nicht nur malerische Kulissen und italienisches Flair bereithält, sondern auch so einige unerwartete Wendungen, macht den besonderen Reiz dieser Geschichte aus. Aus einer Reise zum Durchatmen wird nach und nach ein herrlich chaotisches Abenteuer. Astrid mochte ich wirklich sehr. Sie ist sympathisch, nahbar und hat nichts von einer geschniegelt-glatten Superheldin, sondern wirkt angenehm menschlich. Genau das macht sie als Hauptfigur so angenehm. Man geht einfach gern mit ihr durch dieses Chaos. Auch die Gastgeberfamilie fand ich richtig toll. Die hatte Charme, Persönlichkeit und hat der Geschichte noch einmal extra Leben eingehaucht. Überhaupt sind die Figuren hier sehr schön gezeichnet. Niemand wirkt völlig blass oder austauschbar, und das gibt dem Ganzen viel Leben. Der Schreibstil ist typisch Tatjana Kruse: flott, witzig, spritzig und mit genau dem richtigen Gespür für skurrile Szenen. Man merkt einfach, dass sie weiß, wie man Unterhaltung mit Augenzwinkern schreibt, ohne dass es albern wird. Gleichzeitig steckt in der Geschichte aber auch etwas Wohliges, weil die Figuren eben nicht bloß Mittel zum Zweck sind, sondern wirklich etwas Eigenes mitbringen. Genau das hat mir sehr gefallen. Besonders das Ende hat mich wieder überrascht. Da hat die Autorin es tatsächlich geschafft, mich noch einmal zu überraschen. Ich saß da wirklich einen Moment und dachte: „Das hat sie jetzt nicht wirklich getan?!“ Ich habe das Buch als Hörbuch gehört, und auch das hat richtig gut funktioniert. Die Sprecherin, Lana Ghafoor, hat diese italienische Atmosphäre und dieses gewisse Flair wirklich wunderbar rübergebracht. Das klang lebendig, passend und hat die ganze Geschichte noch einmal schön getragen. Ein Kritikpunkt bleibt für mich trotzdem: Es gibt andere Reihen und auch Einzelbände von Tatjana Kruse, die mir persönlich noch ein Stück besser gefallen haben. Das ändert aber nichts daran, dass dieses Buch wirklich toll ist und sich wunderbar lesen, bzw. hören, lässt. Insgesamt ist das für mich eine witzige, charmante und wunderbar schräge Krimödie, die sich perfekt als Urlaubslektüre eignet. Wer Lust auf Venedig, skurrile Verwicklungen, sympathische Figuren und eine gute Portion Krimi hat, dürfte hier sehr gut aufgehoben sein. 4 von 5 Sternchen 🌟🌟🌟🌟 🚤🚤🚤🚤🚤🚤🚤🚤🚤🚤🚤🚤🚤🚤🚤🚤🚤

    💦 „Tagebuch einer Wasserleiche aus dem Canale Grande“ von Tatjana Kruse 💦
Urlaubsfeeling trifft Krimichaos: charmant, witzig und herrlich schräg. 🐾🐾

    9. März 2026

  • silke213
    silke213

    251 Follower

    3,0

    Das Buch habe ich mir für unseren Venedigurlaub gekauft, in der Hoffnung auf ein paar zusätzliche Venedig-Vipes. Diese Hoffnung wurde leider nicht erfüllt, da die Autorin die Schönheit und das atemberaubende Ambiente der Stadt leider nicht vermitteln konnte. Zudem war das Buch so ab der Hälfte sehr voraussehbar und der Plot teilweise an den Haaren herbeigezogen. Einzig der Humor konnte bei mir punkten.

    16. Mai 2024

  • hasirasi2
    hasirasi2

    217 Follower

    5,0

    Via Dolorosa – Schmerzensweg „Wenn schon sterben, dann in Venedig.“ (S. 185) Als Astrid ihren Mann beim Fremdgehen mit der Nachbarin erwischt, brennt der sonst eher nüchternen Steuerberaterin eine Sicherung durch. Aber sie bringt ihn nicht etwa um, sondern nach Venedig durch, dort wollte sie nämlich schon immer mal hin. Da sie kein Hotelzimmer bekommt, mietet sie sich in der Via Dolorosa bei Cesare ein. Der alte Italiener handelt mit Dogenköpfen aus Gips und nimmt Astrid in seine Familie auf. Das hätte sie vielleicht stutzig machen sollen ... Doch erstmal schleppt sie sich bei brütender Hitze durch die Serenissima und bewundert die schönen italienischen Männer – bis sie bemerkt, dass die sie auch beobachten, vor allem die in den weißen Leinenanzügen. Dabei gilt sie gemeinhin als unscheinbar und wird oft genug übersehen. Plötzlich findet sie sich inmitten von Verfolgungsjagden zu Wasser wieder, erlebt Entführungsversuche und es wird auf sie geschossen. Bei der ganzen Aufregung vergisst sie ihren Kummer und lebt richtig auf. „Mein Leben, so wie ich es kannte, ist vor meinen Augen zerbröselt, aber ich fühle nichts anderes als … Freiheit.“ (S. 52) Durch Astrids Augen erlebe ich ein Venedig, das vor Hitze glüht, in dem Tote in den Kanälen treiben, Polizisten an die „Men in Black“ erinnern, schnuckelige, fast nackte Männer auf Balkonen telefonieren und die Nachbarn ganz genau aufpassen, ohne sich selbst in die Karten blicken zu lassen. Auch Cesare ist etwas undurchsichtig. Er scheint das eine oder andere Geheimnis zu haben und seine Haustiere sind, vorsichtig gesagt, „ungewöhnlich“, aber er kann doch nichts mit dem Toten zu tun haben, der am Tag ihrer Ankunft im Canale Grande gefunden wurde, oder?! Tatjana Kruse, die Königin der Krimödie hat es wieder getan – sie mordet da, wo andere Urlaub machen. Mit viel schwarzem Humor und Wortwitz – ich sage nur „Kaffeesüchtelnd“ – lässt sie Astrid ihre Erlebnisse im Tagebuch festhalten und nimmt die LeserInnen auf eine sehr unterhaltsame Reise nach und durch Venedig mit. Dabei beginnt alles recht gemütlich, wenn man mal von Hagens Betrug absieht, wird zum Ende hin aber echt rasant: Ihre Verfolgungsjagden gehören verfilmt! (Aber bitte nur mit gut ausgebildeten Stuntmen). 5 Gondeln für das „Tagebuch einer Wasserleiche aus dem Canale Grande“.

    29. März 2024

3 von 7 Rezensionen

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