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Romane

Tiere in Ketten

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Über das Buch

Das individuelle Unglück endet im gesellschaftlichen Desaster des Krieges. »In dem Freudenhause einer kleinen Stadt lebte ein schönes Mädchen, das Olga hieß. Olga liebte einen Mann, den Besitzer dieses Hauses, Franz Michalek. Sie liebte ihn mehr, als Menschen lieben. Er war ihre Wollust, ihre Mädchenschaft, ihr alles und eines, ihr Wachen und Traum, Mord und Erbarmen, Tier und Mensch. Ihr Schoß wurde angezündet, und sie verbrannte. Sie wurde mit Wahnsinn geschlagen, sie mußte sich zertrümmern und ihre Welt. Sie war in die gemeine Welt geworfen und mußte im Schmutze leben; Geld nahm sie und gab sie. Sie liebte bis zum Wahnsinn, raste, ein unzerstörbarer Motor, ruhelos von der Erde zur Hölle; sternabwärts, sternaufwärts. Ein Freudenmensch, bestimmt, sich zu verzehren, eine kinderlose Dirne, bestimmt zum Frieden der gesegneten Mütter, im Leben über dem Leben. Ein Tier, gekettet zwischen Erde und Hölle, jetzt mitten in der gemeinsten Welt.« [Textauszug]

Editionen (20)

ISBN9783966623865
VerlagBoer Verlag
Erscheinungsdatum10.03.26
Seitenzahl208

Autorin / Autor

Über Ernst Weiß

1882-1940

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