Androiden. Band 1

Androiden. Band 1

Hardcover
4.32
RoboterKünstliche IntelligenzMaschinenwesenIsaac Asimov

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Beschreibung

Roboter, künstliche Maschinenwesen, haben die Fantasie von Künstlern, Autoren, Filmregisseuren immer wieder beflügelt. Manchmal steht dabei die Faszination im Vordergrund, mitunter die Furcht, meist geht es aber um beides. Androiden sind nicht zuletzt aufgrund ihrer Menschenähnlichkeit eine beständige Erinnerung an die Grenzen des Menschlichen. Zugleich werden solche Trennlinien zunehmend verwischt, unabhängig davon, ob Roboter nun von elektrischen Schafen träumen oder nicht. Grund genug, in einer Mini-Konzeptserie von zunächst vier Bänden sich einmal aus verschiedenen Blickwinkeln dieses Themas anzunehmen. In »Androiden« erscheinen Roboter darum mal als Bedrohung, mal als Retter der Menschheit, wenn nicht gelegentlich gar als die wahren Hüter der Menschlichkeit. Oder eben einfach als Roboter – Elektrische Schafe hin oder her.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Comics
Sub-Genre
Europäischer Stil
Format
Hardcover
Seitenzahl
64
Preis
16.40 €

Beiträge

1
Alle
4

"Androiden" aus dem Splitter Verlag ist eine Konzeptserie im Albenformat, erzählt und gezeichnet von verschiedenen Künstler*innen. Die einzelnen Bände beschäftigen sich aus verschiedenen Blickwinkeln mit dem Thema künstliche Maschinenwesen. Androiden und Roboter erscheinen mal als Bedrohung, mal als Retter oder auch als Hüter der Menschheit. Gespannt, was mich erwartet, habe ich den ersten Band, "Wiederauferstehung", aufgeschlagen und mit einigem Interesse entdeckt, dass der Geschichte die drei Gesetze der Robotik von Isaac Asimov vorangestellt sind. Asimov schrieb mehrere Science Fiction Kriminalromane mit Robotern. Die bekanntesten sind "Die Stahlhöhlen" und "Die nackte Sonne", in denen ein menschlicher Detective gemeinsam mit einem humanoiden Roboter ermittelt. Auch in "Wiederauferstehung" gibt es eine menschliche Ermittlerin, Liv, die mit einem Androidenkollegen in Mordfällen ermittelt. Die Ermittlungen rund um einen zunächst einfach erscheinenden Mordfall, dem weitere folgen, entwickeln sich immer mehr zu einem spannenden und gefährlichen Katz- und Mausspiel. Die Handlung verläuft unvorhersehbar und schließlich gibt es einen überaus gelungenen Plotttwist, der alles bisherige in Frage stellt. Die Ermittlungen könnten die gesamte Gesellschaft in ihren Grundfesten erschüttern. Die im Comic dargestellte Gesellschaft wirkt zunächst utopisch. Mit fortschreitender Handlung treten jedoch immer stärker dystopische Züge in den Vordergrund, wodurch der anfänglich positive Eindruck zunehmend relativiert wird. Die Menschen sind zwar dank einer gratis erhältlichen Medizin unsterblich, gleichzeitig werden aber keine Kinder mehr geboren und das Leben scheint eine unendliche Abfolge von Wiederholungen zu sein ohne jeden Sinn. Es werden viele interessante Themen berührt: Was macht einen Menschen aus? Kann ein Android fühlen und Emotionen verstehen? Was ist der Sinn des Lebens? Die dystopische Thematik wird durch die größtenteils dunkel gehaltenen Zeichnungen unterstrichen, die mir sehr gut gefallen haben. Einen Kritikpunkt habe ich dennoch. Der Comic ist extrem textlastig, gefühlt habe ich Ewigkeiten gebraucht, um eine einzige Seite zu lesen. Ich bevorzuge es, wenn die Geschichte eines Comics mehr durch aussagekräftige Bilder erzählt wird und der Text als Unterstützung dient. Fazit: "Wiederauferstehung" erweist sich als guter Einstieg in die Androidenreihe. Eine interessante Mischung aus Science Fiction und Kriminalroman und gleichzeitig ein intelligenter, lesenswerter Comic für alle, die sich für Science Fiction, Roboter, Androiden und künstliche Intelligenz interessieren.

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