Blick ins Buch

Comics

Vernon Subutex 2

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Über das Buch

Kaum ein literarisches Werk hat in den letzten Jahren für so viel Furore gesorgt wie VERNON SUBUTEX. Am Beispiel diverser urbaner Soziotope seziert Virginie Despentes darin die Neurosen unserer Tage und erweist sich als scharf analysierende Chronistin und begnadete Erzählerin. Mit ihrem Wunschzeichner Luz hat sie für die Comic-Adaption einen Seelenverwandten gefunden: Luz bleibt in seiner Interpretation dem dreckigen Sound der Vorlage treu – wie Virginie Despentes' Sprache sind seine Zeichnungen ebenso roh wie akkurat. Im zweiten Teil bringen Virginie Despentes' und Luz ihren energiegeladenen Comic über den ehemaligen Schallplattenverkäufer Vernon Subutex und seinen spirituellen Aufstieg vom Obdachlosen zum virtuosen DJ und Guru zu einem fulminanten Ende und lösen dabei auch das Geheimnis um den Tod von Vernons Rockstarfreund Alex Bleach. „Für den zweiten Teil des Comics haben wir meine Geschichte fast vollständig überarbeitet. Es macht wahnsinnig viel Spaß, einen veröffentlichten Text weiterzuentwickeln – und zwar so, dass er durch die Fantasie eines anderen die bestmögliche Form findet.“ – Virginie Despentes

Editionen (5)

ISBN9783956403903
VerlagReprodukt
Erscheinungsdatum25.11.24
Seitenzahl368

Rezensionen & Bewertungen

39 Bewertungen

4 Rezensionen

4,2

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  • bastiliest
    bastiliest

    60 Follower

    2,5

    Vernons Freunde kümmern sich plötzlich wieder um ihn und versuchen ihn von der Straße zu holen er hat sich mittlerweile aber daran gewöhnt. Am Ende des Buches zieht er wieder durch Frankreich und legt auf. Ich hoffe der letzte Teil hat mehr Sinn.

    1. Aug. 2023

  • semjon.pfalz
    semjon.pfalz

    38 Follower

    4,0

    Diese Reihe ist für mich ein Phänomen. Es gibt so viele Punkte, die ich sonst bei einem Buch als negativ empfinden würde. Im Grunde kaum Handlung. Ständig wechselnde Ich-Erzähler und dabei eine Figur selbstverliebter als die andere. Eigentlich alles Arschlöcher, wenn ich ehrlich bin. Die Leute haben alle einen zentralen Fixpunkt: Vernon Subutex. Sie zelebrieren nach außen Lebensfreude in Form von Musik, Drogen und Sex. Aber jede Figur huldigt dem Individualismus und grenzt sich durch den durchgängig sarkastischen Unterton des Romans von allen Anderen ab. Ein erbärmlicher Haufen, diese Figurenschau der Autorin, die wohl ein Abbild der französischen Gesellschaft darstellen soll. Und trotzdem ist es ein ziemlich gutes Buch, gut geschrieben und wahrscheinlich auch hervorragend übersetzt. Der Misanthrop in mir ist vollständig zufrieden mit der Lektüre, das eigene Gesellschaftsbild mehr als bestätigt und die Freude, in der langweiligen Provinz zu leben, übergroß. Another brick in the wall.

    14. Apr. 2024

  • semjon
    semjon

    73 Follower

    4,0

    Diese Reihe ist für mich ein Phänomen. Es gibt so viele Punkte, die ich sonst bei einem Buch als negativ empfinden würde. Im Grunde kaum Handlung. Ständig wechselnde Ich-Erzähler und dabei eine Figur selbstverliebter als die andere. Eigentlich alles Arschlöcher, wenn ich ehrlich bin. Die Leute haben alle einen zentralen Fixpunkt: Vernon Subutex. Sie zelebrieren nach außen Lebensfreude in Form von Musik, Drogen und Sex. Aber jede Figur huldigt dem Individualismus und grenzt sich durch den durchgängig sarkastischen Unterton des Romans von allen Anderen ab. Ein erbärmlicher Haufen, diese Figurenschau der Autorin, die wohl ein Abbild der französischen Gesellschaft darstellen soll. Und trotzdem ist es ein ziemlich gutes Buch, gut geschrieben und wahrscheinlich auch hervorragend übersetzt. Der Misanthrop in mir ist vollständig zufrieden mit der Lektüre, das eigene Gesellschaftsbild mehr als bestätigt und die Freude, in der langweiligen Provinz zu leben, übergroß. Another brick in the wall.

    23. Feb. 2024

3 von 4 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Virginie Despentes

Virginie Despentes, geboren 1969 in Nancy, ist Schriftstellerin, Regisseurin und Feministin. In Frankreich wurde sie Mitte der Neunzigerjahre durch ihren Debütroman “Baise-moi” bekannt, im deutschsprachigen Raum durch dessen Verfilmung “Baise-moi” (“Fick mich!”), bei der sie selbst Regie führte. Für den Roman “Apokalypse Baby” erhielt sie 2010 den renommierten Prix Renaudot. Spätestens mit der “Vernon Subutex”-Trilogie avancierte sie von der Skandalschriftstellerin zur Kritikerfavoritin und Bestsellerautorin.

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