Girlsplaining
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Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Katja Klengel, geboren 1988 in Jena, lebt als Comiczeichnerin und Drehbuchautorin in Berlin. Mit Manga groß geworden, hat sie zu einem ganz eigenen Zeichenstil gefunden, in dem sie den Einfluss der “Sailor-Moon”-Comics von Naoko Takeuchi mit der Ästhetik amerikanischer Independent-Comics verbindet.
Beiträge
This is definitely a must-read graphic novel for teenage girls and women alike, and also men. "Girlsplaining" deals with the facts of suppressed and shamed female sexuality and body awareness, in ways you might not have thought about it. Being a woman with female friends, I can attest to the accuracy of many of the feelings expressed in there, and also to the experiences and observations shared. These might be told in a humourous way, hilarious actually, but nonetheless are real for at least some, if not most women. Many men and women are not aware of in how many ways ours is still a men's world. Maybe reading this graphic novel can help open some eyes to a little bit of it. Also, the artwork is adorable - though one might debate the colour-choice (which might be ironic).
Meine Meinung Ich bin so langsam richtig im Comic-Genre angekommen und möchte mich auch hier, ähnlich wie in der Literatur, quer durch alles was das breit gefächerte Comic-Beet hergibt durchstöbern und lesen. Kürzlich erreichten mich gleich mehrere interessante Comics aus dem Reprodukt Verlag, die allesamt eines gemeinsam haben – es geht um starke Geschichten für und mit Frauen. Hier wären wir dann auch schon beim Thema Feminismus angelangt, was mich auch sehr reizt und über das ich zukünftig gerne mehr lesen möchte. Ein wunderbarer Einstieg in das Thema Feminismus und Sexismus bietet Katja Klengel mit ihrem autobiographischen Comic »Girlsplaining«. Die in zarten Pink-Tönen gehaltene Comic-Ausgabe versammelt unterschiedlichste Alltagsszenarien von der Kindheit bis zum Erwachsenenalter, die bereits von Katja Klengel in ihrer Comic-Kolumne für die Internetseite Broadly veröffentlicht wurden. Ich konnte mich sofort mit Comic-Katja identifizieren, ob das nun daran liegt, dass wir im gleichen Jahr geboren wurden und mit den gleichen kulturellen Einflüssen aufgewachsen sind, oder dass ich auch eine Faible für Sailor Moon habe, lasse ich jetzt einfach mal so stehen. Fakt ist, dass mir viele der unterschiedlichen Szenen sehr bekannt vorkamen und mir die popkulturellen Einflüsse, sei es Sex and the City, Sailor Moon, Buffy, Harry Potter oder Star Trek, sehr gut gefallen haben. Vor allem die Liebe und Leidenschaft der Autorin zu Sailor Moon spiegelt sich in ihren mangaesken Zeichnungen der Episoden wieder. Die ausdrucksstarken Gesichter führen durch mitreißende Panels in denen Katja Klengel kein Blatt vor den Mund nimmt und einige Dinge anspricht, die sonst nicht thematisiert sondern in unserer Gesellschaft eher tabuisiert werden. Warum gab es diesen wundervollen Comic nicht schon 18 Jahre früher? Ich bin mir sicher, hätte ich damals eine solche Geschichte gelesen, wären viele Themen leichter gewesen und vor allen Dingen hätten mir die Szenen mit ihrer herrlichen Selbstironie jede Menge Mut mit auf den Weg zum Erwachsen werden mitgegeben. »Girlsplaining« sollte man jedem jungen Mädchen oder Frau, die sich für das Thema Sexismus und Feminismus interessiert an die Hand geben, wobei ich darauf hinweisen möchte, dass es sich hierbei um eine autobiographische Kolumne einer weißen Ü30 cis-gender Frau handelt und daher keine Diversität im Hinblick auf POC oder trans-gender mit einfließt. Außerdem kann es bei jüngeren Leserinnen und Lesern vorkommen, dass ein paar Pointen durch die deutlich bestimmenden popkulturellen Aspekte aus den 90er Jahren flöten gehen. Für mich persönlich hat allerdings genau das perfekt gepasst und ich würde durchaus auch jüngeren Leserinnen und Lesern dazu raten einfach mal einen Blick in den Comic zu werfen. Besonders gut gefallen hat mir die leichte und lockere Art auf die Katja Klengel mit dem Thema umgeht und die ganze Sache nicht so bitterernst nimmt. Oftmals ist es sogar so, dass die lustigen Pointen der Episoden eine gute Portion Selbstironie in sich bergen und sich die Autorin auch augenzwinkernd selbst auf die Schippe nimmt. Dennoch geht die Botschaft die im Comic steckt nicht in Lachern unter, vielmehr setzt Katja Klengel mit ihren wirkungsvollen Zeichnungen ein Ausrufezeichen für einen freien Umgang von Frauen zu ihrem Geschlecht und kritisiert den gesellschaftlichen Umgang begonnen beim Spielzeug über Blümchenduft-Slipeinlagen und dem verklemmten Umgang mit der Betitelung des weiblichen Geschlechtorgans. Sehr gut kommt das z. B. bei einem Gespräch mit ihrem “Untenrum” – sagt einfach Vulva! – rüber. Also nichts wie ran: Mädels lest diesen Comic! Viva la Vulva! Fazit Eine starke Comic-Kolumne die sich für einen offeneren Umgang mit dem weiblichen Geschlecht ausspricht.
Meine Meinung Ich bin so langsam richtig im Comic-Genre angekommen und möchte mich auch hier, ähnlich wie in der Literatur, quer durch alles was das breit gefächerte Comic-Beet hergibt durchstöbern und lesen. Kürzlich erreichten mich gleich mehrere interessante Comics aus dem Reprodukt Verlag, die allesamt eines gemeinsam haben – es geht um starke Geschichten für und mit Frauen. Hier wären wir dann auch schon beim Thema Feminismus angelangt, was mich auch sehr reizt und über das ich zukünftig gerne mehr lesen möchte. Ein wunderbarer Einstieg in das Thema Feminismus und Sexismus bietet Katja Klengel mit ihrem autobiographischen Comic »Girlsplaining«. Die in zarten Pink-Tönen gehaltene Comic-Ausgabe versammelt unterschiedlichste Alltagsszenarien von der Kindheit bis zum Erwachsenenalter, die bereits von Katja Klengel in ihrer Comic-Kolumne für die Internetseite Broadly veröffentlicht wurden. Ich konnte mich sofort mit Comic-Katja identifizieren, ob das nun daran liegt, dass wir im gleichen Jahr geboren wurden und mit den gleichen kulturellen Einflüssen aufgewachsen sind, oder dass ich auch eine Faible für Sailor Moon habe, lasse ich jetzt einfach mal so stehen. Fakt ist, dass mir viele der unterschiedlichen Szenen sehr bekannt vorkamen und mir die popkulturellen Einflüsse, sei es Sex and the City, Sailor Moon, Buffy, Harry Potter oder Star Trek, sehr gut gefallen haben. Vor allem die Liebe und Leidenschaft der Autorin zu Sailor Moon spiegelt sich in ihren mangaesken Zeichnungen der Episoden wieder. Die ausdrucksstarken Gesichter führen durch mitreißende Panels in denen Katja Klengel kein Blatt vor den Mund nimmt und einige Dinge anspricht, die sonst nicht thematisiert sondern in unserer Gesellschaft eher tabuisiert werden. Warum gab es diesen wundervollen Comic nicht schon 18 Jahre früher? Ich bin mir sicher, hätte ich damals eine solche Geschichte gelesen, wären viele Themen leichter gewesen und vor allen Dingen hätten mir die Szenen mit ihrer herrlichen Selbstironie jede Menge Mut mit auf den Weg zum Erwachsen werden mitgegeben. »Girlsplaining« sollte man jedem jungen Mädchen oder Frau, die sich für das Thema Sexismus und Feminismus interessiert an die Hand geben, wobei ich darauf hinweisen möchte, dass es sich hierbei um eine autobiographische Kolumne einer weißen Ü30 cis-gender Frau handelt und daher keine Diversität im Hinblick auf POC oder trans-gender mit einfließt. Außerdem kann es bei jüngeren Leserinnen und Lesern vorkommen, dass ein paar Pointen durch die deutlich bestimmenden popkulturellen Aspekte aus den 90er Jahren flöten gehen. Für mich persönlich hat allerdings genau das perfekt gepasst und ich würde durchaus auch jüngeren Leserinnen und Lesern dazu raten einfach mal einen Blick in den Comic zu werfen. Besonders gut gefallen hat mir die leichte und lockere Art auf die Katja Klengel mit dem Thema umgeht und die ganze Sache nicht so bitterernst nimmt. Oftmals ist es sogar so, dass die lustigen Pointen der Episoden eine gute Portion Selbstironie in sich bergen und sich die Autorin auch augenzwinkernd selbst auf die Schippe nimmt. Dennoch geht die Botschaft die im Comic steckt nicht in Lachern unter, vielmehr setzt Katja Klengel mit ihren wirkungsvollen Zeichnungen ein Ausrufezeichen für einen freien Umgang von Frauen zu ihrem Geschlecht und kritisiert den gesellschaftlichen Umgang begonnen beim Spielzeug über Blümchenduft-Slipeinlagen und dem verklemmten Umgang mit der Betitelung des weiblichen Geschlechtorgans. Sehr gut kommt das z. B. bei einem Gespräch mit ihrem “Untenrum” – sagt einfach Vulva! – rüber. Also nichts wie ran: Mädels lest diesen Comic! Viva la Vulva! Fazit Eine starke Comic-Kolumne die sich für einen offeneren Umgang mit dem weiblichen Geschlecht ausspricht.
Haben wir Frauen uns nicht schon alle mal gefragt, wieso gerade die Körper von Mädchen und Frauen offenbar gesellschaftlichen Normen zu entsprechen haben? Wieso für uns besondere Regeln gelten? Als mich der Verlag anschrieb und mich fragte, ob ich nicht Lust hätte, das Comic zu lesen, es zu rezensieren und auf meinem Blog vorzustellen, war mir klar, dass ich dieses Comic haben musste. Wir Frauen werden auch heute noch viel zu selten Ernst genommen, werden wie große Mysterien behandelt und in so vielerlei Hinsicht unter Druck gesetzt. In diesem autobiographischen Comic behandelt Katja Klengel genau das und noch viel mehr. “Vielleicht mache ich einfach das, was ich denke und fühle.” Menstruationsbeschwerden? Körperbehaarung? Vulva? “Frauensache” oder “Frauenprobleme” – so umschreibt insbesondere das männliche Geschlecht es immer wieder gerne. Wieso nennt niemand das Kind beim Namen? Unter anderem darum geht es in Katja Klengels Comic. Besonders die Sexualität, der Körper und das Leben der Frau im Allgemeinen, alltägliche Probleme, stehen im Mittelpunkt dieses Schmuckstücks. Thematisiert wird unter anderem die erste Periode, das erste Mal Sex, oberflächliche Erwartungen an das Geschlecht (Frauen/Mädchen interessieren sich immerhin nur für Mode und Make-Up habe ich Recht?), das Kinderkriegen, etc. pp. Erzählt wird all dies in einem herrlich selbstironischem und unglaublich humorvollen Ton. Die Autorin nimmt kein Blatt vor den Mund und spielt mit offenen Karten; sie legt die Fakten auf den Tisch. In ihrem Comic spricht die Autorin diverse Tabus an und versucht, die Angst davor zu nehmen. Katja Klengel versucht dabei ganz gezielt über gesellschaftliche Fremdbestimmung aufzuklären, befasst sich mit Anforderungen, die von der Gesellschaft an die Frau gestellt werden, z. B. mit 30 heiraten und Kinder kriegen oder sich täglich die Beine rasieren. Bei dem letzteren Beispiel hinterfragt sie unter anderem auch das eigene Schamgefühl und spricht ganz offen über die weibliche sexuelle Lust, die nach wie vor noch viel zu häufig tabuisiert wird. Früher tat man sogar lange Zeit so, als würde die weibliche Lust nicht existieren; als gäbe es gar keine Vulva; die Angst davor, dieses Wort laut auszusprechen war damals viel zu groß. Sigmund Freud bezeichnete die Vulva einst sogar als “kastrierter Penis” und mithin als “minderwertig”. Vielen Dank auch Freud, warst du nicht eigentlich ein verdammt schlaues Kerlchen? Offenbar doch nicht so … “Warum haben wir mehr Angst davor, Vulva als Voldemort zu sagen?” Auch spricht sie ganz gezielt von dem Druck, der auf uns Frauen lastet, sobald wir ein bestimmtes Alter erreicht haben. Was, mit 30 noch nicht verheiratet und auch noch keine Kinder in Planung? Jetzt aber schnell, immerhin tickt die biologische Uhr. Bullshit. Davon mal ganz abgesehen, dass Frauen auch noch lange nach 30 in der Lage sind Kinder zu bekommen, gibt es eben auch Frauen, die schlicht kein Interesse daran haben, Mutter zu werden – so what? Auch diese Entscheidung muss man akzeptieren. Gerade dieses Kapitel lag mir persönlich sehr am Herzen, da die Autorin eigentlich all die Dinge angesprochen hat, die auch mich persönlich beschäftigen. Besonders gut gefallen haben mir auch die popkulturellen Referenzen. Es war nicht schwer zu erkennen, dass Katja Klengel in meinem Alter ist, nimmt sie nicht nur Bezug auf Buffy und Prinzessin Fantaghiro, sondern schwärmt regelrecht von Sailor Moon. Besagte Referenzen nutzt sie dabei ganz gezielt, um Aussagen und Erzählungen bildhafter zu gestalten und die Botschaft zu intensivieren. Allerdings besteht hier die Möglichkeit, dass gerade jüngeres Publikum diverse Anspielungen nicht versteht und somit nicht nur ein Teil der Message, sondern auch einiges an Humor verloren geht, was wirklich sehr schade wäre. Als schade empfunden habe ich ebenfalls die Tatsache, dass sich die Erzählungen beschränken auf weiße, cis-gender Erfahrungen, was vermutlich darin begründet liegt, dass dies ein autobiografischer Comic ist und die Autorin nunmal eben weiß und cis-gender ist, soweit so gut, immerhin berichtet sie hier von eigenen Erfahrungen und Empfindungen. Ich persönlich habe mich in vielen Dingen zu 100 % wieder erkannt, ob es POC bzw. trans-gender Personen ebenfalls so gehen wird, sei mal dahin gestellt. Beurteilen kann ich dies nicht, muss allerdings sagen, dass ich mir gerade in einem solch für das weibliche Geschlecht sehr wichtigem Comic etwas mehr Diversity gewünscht hätte. LOHNT SICH DER COMIC? Auf jeden Fall. Auch wenn ich mir etwas mehr Diversity gewünscht hätte und man auf jeden Fall nicht aus den Augen verlieren sollte, dass es sich hierbei um autobiografischen Erzählungen handelt, mithin um persönliche Erfahrungen der Autorin die nicht unbedingt auf alle Frauen zutreffen, bin ich mir sicher, dass sich viele Frauen in diesem Comic wieder erkennen werden; dass sie sich selbst in Katja Klengel, ihren Gedanken, ihren Ängsten und ihren Entscheidungen wiederfinden und das ein oder andere Mal sogar über sich selbst schmunzeln werden, wenn ihnen ihr Verhalten bewusst wird. Mir ist es ebenso ergangen. Die Zeichnungen sind absolut genial und gerade die popkulturellen Referenzen peppen das Comic so richtig auf. Mich konnte das Comic nicht nur begeistern, sondern auch unglaublich unterhalten. Von mir bekommt das Comic auf jeden Fall eine klare Leseempfehlung.
Lustig, trashig, genau mein Ding! Aber auch was sehr kurzweiliges, dass ich kein zweites Mal lesen werde. Natürlich regt er zum nachdenken an, ein kleines bisschen und gibt ein gutes Gesellschaftsbild von einigen Frauen wieder (20+ aufgewachsen mit Sailor Moon und Co.), aber es ist kein Buch, dass ich "besitzen" muss und im Regal haben.
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Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Katja Klengel, geboren 1988 in Jena, lebt als Comiczeichnerin und Drehbuchautorin in Berlin. Mit Manga groß geworden, hat sie zu einem ganz eigenen Zeichenstil gefunden, in dem sie den Einfluss der “Sailor-Moon”-Comics von Naoko Takeuchi mit der Ästhetik amerikanischer Independent-Comics verbindet.
Beiträge
This is definitely a must-read graphic novel for teenage girls and women alike, and also men. "Girlsplaining" deals with the facts of suppressed and shamed female sexuality and body awareness, in ways you might not have thought about it. Being a woman with female friends, I can attest to the accuracy of many of the feelings expressed in there, and also to the experiences and observations shared. These might be told in a humourous way, hilarious actually, but nonetheless are real for at least some, if not most women. Many men and women are not aware of in how many ways ours is still a men's world. Maybe reading this graphic novel can help open some eyes to a little bit of it. Also, the artwork is adorable - though one might debate the colour-choice (which might be ironic).
Meine Meinung Ich bin so langsam richtig im Comic-Genre angekommen und möchte mich auch hier, ähnlich wie in der Literatur, quer durch alles was das breit gefächerte Comic-Beet hergibt durchstöbern und lesen. Kürzlich erreichten mich gleich mehrere interessante Comics aus dem Reprodukt Verlag, die allesamt eines gemeinsam haben – es geht um starke Geschichten für und mit Frauen. Hier wären wir dann auch schon beim Thema Feminismus angelangt, was mich auch sehr reizt und über das ich zukünftig gerne mehr lesen möchte. Ein wunderbarer Einstieg in das Thema Feminismus und Sexismus bietet Katja Klengel mit ihrem autobiographischen Comic »Girlsplaining«. Die in zarten Pink-Tönen gehaltene Comic-Ausgabe versammelt unterschiedlichste Alltagsszenarien von der Kindheit bis zum Erwachsenenalter, die bereits von Katja Klengel in ihrer Comic-Kolumne für die Internetseite Broadly veröffentlicht wurden. Ich konnte mich sofort mit Comic-Katja identifizieren, ob das nun daran liegt, dass wir im gleichen Jahr geboren wurden und mit den gleichen kulturellen Einflüssen aufgewachsen sind, oder dass ich auch eine Faible für Sailor Moon habe, lasse ich jetzt einfach mal so stehen. Fakt ist, dass mir viele der unterschiedlichen Szenen sehr bekannt vorkamen und mir die popkulturellen Einflüsse, sei es Sex and the City, Sailor Moon, Buffy, Harry Potter oder Star Trek, sehr gut gefallen haben. Vor allem die Liebe und Leidenschaft der Autorin zu Sailor Moon spiegelt sich in ihren mangaesken Zeichnungen der Episoden wieder. Die ausdrucksstarken Gesichter führen durch mitreißende Panels in denen Katja Klengel kein Blatt vor den Mund nimmt und einige Dinge anspricht, die sonst nicht thematisiert sondern in unserer Gesellschaft eher tabuisiert werden. Warum gab es diesen wundervollen Comic nicht schon 18 Jahre früher? Ich bin mir sicher, hätte ich damals eine solche Geschichte gelesen, wären viele Themen leichter gewesen und vor allen Dingen hätten mir die Szenen mit ihrer herrlichen Selbstironie jede Menge Mut mit auf den Weg zum Erwachsen werden mitgegeben. »Girlsplaining« sollte man jedem jungen Mädchen oder Frau, die sich für das Thema Sexismus und Feminismus interessiert an die Hand geben, wobei ich darauf hinweisen möchte, dass es sich hierbei um eine autobiographische Kolumne einer weißen Ü30 cis-gender Frau handelt und daher keine Diversität im Hinblick auf POC oder trans-gender mit einfließt. Außerdem kann es bei jüngeren Leserinnen und Lesern vorkommen, dass ein paar Pointen durch die deutlich bestimmenden popkulturellen Aspekte aus den 90er Jahren flöten gehen. Für mich persönlich hat allerdings genau das perfekt gepasst und ich würde durchaus auch jüngeren Leserinnen und Lesern dazu raten einfach mal einen Blick in den Comic zu werfen. Besonders gut gefallen hat mir die leichte und lockere Art auf die Katja Klengel mit dem Thema umgeht und die ganze Sache nicht so bitterernst nimmt. Oftmals ist es sogar so, dass die lustigen Pointen der Episoden eine gute Portion Selbstironie in sich bergen und sich die Autorin auch augenzwinkernd selbst auf die Schippe nimmt. Dennoch geht die Botschaft die im Comic steckt nicht in Lachern unter, vielmehr setzt Katja Klengel mit ihren wirkungsvollen Zeichnungen ein Ausrufezeichen für einen freien Umgang von Frauen zu ihrem Geschlecht und kritisiert den gesellschaftlichen Umgang begonnen beim Spielzeug über Blümchenduft-Slipeinlagen und dem verklemmten Umgang mit der Betitelung des weiblichen Geschlechtorgans. Sehr gut kommt das z. B. bei einem Gespräch mit ihrem “Untenrum” – sagt einfach Vulva! – rüber. Also nichts wie ran: Mädels lest diesen Comic! Viva la Vulva! Fazit Eine starke Comic-Kolumne die sich für einen offeneren Umgang mit dem weiblichen Geschlecht ausspricht.
Meine Meinung Ich bin so langsam richtig im Comic-Genre angekommen und möchte mich auch hier, ähnlich wie in der Literatur, quer durch alles was das breit gefächerte Comic-Beet hergibt durchstöbern und lesen. Kürzlich erreichten mich gleich mehrere interessante Comics aus dem Reprodukt Verlag, die allesamt eines gemeinsam haben – es geht um starke Geschichten für und mit Frauen. Hier wären wir dann auch schon beim Thema Feminismus angelangt, was mich auch sehr reizt und über das ich zukünftig gerne mehr lesen möchte. Ein wunderbarer Einstieg in das Thema Feminismus und Sexismus bietet Katja Klengel mit ihrem autobiographischen Comic »Girlsplaining«. Die in zarten Pink-Tönen gehaltene Comic-Ausgabe versammelt unterschiedlichste Alltagsszenarien von der Kindheit bis zum Erwachsenenalter, die bereits von Katja Klengel in ihrer Comic-Kolumne für die Internetseite Broadly veröffentlicht wurden. Ich konnte mich sofort mit Comic-Katja identifizieren, ob das nun daran liegt, dass wir im gleichen Jahr geboren wurden und mit den gleichen kulturellen Einflüssen aufgewachsen sind, oder dass ich auch eine Faible für Sailor Moon habe, lasse ich jetzt einfach mal so stehen. Fakt ist, dass mir viele der unterschiedlichen Szenen sehr bekannt vorkamen und mir die popkulturellen Einflüsse, sei es Sex and the City, Sailor Moon, Buffy, Harry Potter oder Star Trek, sehr gut gefallen haben. Vor allem die Liebe und Leidenschaft der Autorin zu Sailor Moon spiegelt sich in ihren mangaesken Zeichnungen der Episoden wieder. Die ausdrucksstarken Gesichter führen durch mitreißende Panels in denen Katja Klengel kein Blatt vor den Mund nimmt und einige Dinge anspricht, die sonst nicht thematisiert sondern in unserer Gesellschaft eher tabuisiert werden. Warum gab es diesen wundervollen Comic nicht schon 18 Jahre früher? Ich bin mir sicher, hätte ich damals eine solche Geschichte gelesen, wären viele Themen leichter gewesen und vor allen Dingen hätten mir die Szenen mit ihrer herrlichen Selbstironie jede Menge Mut mit auf den Weg zum Erwachsen werden mitgegeben. »Girlsplaining« sollte man jedem jungen Mädchen oder Frau, die sich für das Thema Sexismus und Feminismus interessiert an die Hand geben, wobei ich darauf hinweisen möchte, dass es sich hierbei um eine autobiographische Kolumne einer weißen Ü30 cis-gender Frau handelt und daher keine Diversität im Hinblick auf POC oder trans-gender mit einfließt. Außerdem kann es bei jüngeren Leserinnen und Lesern vorkommen, dass ein paar Pointen durch die deutlich bestimmenden popkulturellen Aspekte aus den 90er Jahren flöten gehen. Für mich persönlich hat allerdings genau das perfekt gepasst und ich würde durchaus auch jüngeren Leserinnen und Lesern dazu raten einfach mal einen Blick in den Comic zu werfen. Besonders gut gefallen hat mir die leichte und lockere Art auf die Katja Klengel mit dem Thema umgeht und die ganze Sache nicht so bitterernst nimmt. Oftmals ist es sogar so, dass die lustigen Pointen der Episoden eine gute Portion Selbstironie in sich bergen und sich die Autorin auch augenzwinkernd selbst auf die Schippe nimmt. Dennoch geht die Botschaft die im Comic steckt nicht in Lachern unter, vielmehr setzt Katja Klengel mit ihren wirkungsvollen Zeichnungen ein Ausrufezeichen für einen freien Umgang von Frauen zu ihrem Geschlecht und kritisiert den gesellschaftlichen Umgang begonnen beim Spielzeug über Blümchenduft-Slipeinlagen und dem verklemmten Umgang mit der Betitelung des weiblichen Geschlechtorgans. Sehr gut kommt das z. B. bei einem Gespräch mit ihrem “Untenrum” – sagt einfach Vulva! – rüber. Also nichts wie ran: Mädels lest diesen Comic! Viva la Vulva! Fazit Eine starke Comic-Kolumne die sich für einen offeneren Umgang mit dem weiblichen Geschlecht ausspricht.
Haben wir Frauen uns nicht schon alle mal gefragt, wieso gerade die Körper von Mädchen und Frauen offenbar gesellschaftlichen Normen zu entsprechen haben? Wieso für uns besondere Regeln gelten? Als mich der Verlag anschrieb und mich fragte, ob ich nicht Lust hätte, das Comic zu lesen, es zu rezensieren und auf meinem Blog vorzustellen, war mir klar, dass ich dieses Comic haben musste. Wir Frauen werden auch heute noch viel zu selten Ernst genommen, werden wie große Mysterien behandelt und in so vielerlei Hinsicht unter Druck gesetzt. In diesem autobiographischen Comic behandelt Katja Klengel genau das und noch viel mehr. “Vielleicht mache ich einfach das, was ich denke und fühle.” Menstruationsbeschwerden? Körperbehaarung? Vulva? “Frauensache” oder “Frauenprobleme” – so umschreibt insbesondere das männliche Geschlecht es immer wieder gerne. Wieso nennt niemand das Kind beim Namen? Unter anderem darum geht es in Katja Klengels Comic. Besonders die Sexualität, der Körper und das Leben der Frau im Allgemeinen, alltägliche Probleme, stehen im Mittelpunkt dieses Schmuckstücks. Thematisiert wird unter anderem die erste Periode, das erste Mal Sex, oberflächliche Erwartungen an das Geschlecht (Frauen/Mädchen interessieren sich immerhin nur für Mode und Make-Up habe ich Recht?), das Kinderkriegen, etc. pp. Erzählt wird all dies in einem herrlich selbstironischem und unglaublich humorvollen Ton. Die Autorin nimmt kein Blatt vor den Mund und spielt mit offenen Karten; sie legt die Fakten auf den Tisch. In ihrem Comic spricht die Autorin diverse Tabus an und versucht, die Angst davor zu nehmen. Katja Klengel versucht dabei ganz gezielt über gesellschaftliche Fremdbestimmung aufzuklären, befasst sich mit Anforderungen, die von der Gesellschaft an die Frau gestellt werden, z. B. mit 30 heiraten und Kinder kriegen oder sich täglich die Beine rasieren. Bei dem letzteren Beispiel hinterfragt sie unter anderem auch das eigene Schamgefühl und spricht ganz offen über die weibliche sexuelle Lust, die nach wie vor noch viel zu häufig tabuisiert wird. Früher tat man sogar lange Zeit so, als würde die weibliche Lust nicht existieren; als gäbe es gar keine Vulva; die Angst davor, dieses Wort laut auszusprechen war damals viel zu groß. Sigmund Freud bezeichnete die Vulva einst sogar als “kastrierter Penis” und mithin als “minderwertig”. Vielen Dank auch Freud, warst du nicht eigentlich ein verdammt schlaues Kerlchen? Offenbar doch nicht so … “Warum haben wir mehr Angst davor, Vulva als Voldemort zu sagen?” Auch spricht sie ganz gezielt von dem Druck, der auf uns Frauen lastet, sobald wir ein bestimmtes Alter erreicht haben. Was, mit 30 noch nicht verheiratet und auch noch keine Kinder in Planung? Jetzt aber schnell, immerhin tickt die biologische Uhr. Bullshit. Davon mal ganz abgesehen, dass Frauen auch noch lange nach 30 in der Lage sind Kinder zu bekommen, gibt es eben auch Frauen, die schlicht kein Interesse daran haben, Mutter zu werden – so what? Auch diese Entscheidung muss man akzeptieren. Gerade dieses Kapitel lag mir persönlich sehr am Herzen, da die Autorin eigentlich all die Dinge angesprochen hat, die auch mich persönlich beschäftigen. Besonders gut gefallen haben mir auch die popkulturellen Referenzen. Es war nicht schwer zu erkennen, dass Katja Klengel in meinem Alter ist, nimmt sie nicht nur Bezug auf Buffy und Prinzessin Fantaghiro, sondern schwärmt regelrecht von Sailor Moon. Besagte Referenzen nutzt sie dabei ganz gezielt, um Aussagen und Erzählungen bildhafter zu gestalten und die Botschaft zu intensivieren. Allerdings besteht hier die Möglichkeit, dass gerade jüngeres Publikum diverse Anspielungen nicht versteht und somit nicht nur ein Teil der Message, sondern auch einiges an Humor verloren geht, was wirklich sehr schade wäre. Als schade empfunden habe ich ebenfalls die Tatsache, dass sich die Erzählungen beschränken auf weiße, cis-gender Erfahrungen, was vermutlich darin begründet liegt, dass dies ein autobiografischer Comic ist und die Autorin nunmal eben weiß und cis-gender ist, soweit so gut, immerhin berichtet sie hier von eigenen Erfahrungen und Empfindungen. Ich persönlich habe mich in vielen Dingen zu 100 % wieder erkannt, ob es POC bzw. trans-gender Personen ebenfalls so gehen wird, sei mal dahin gestellt. Beurteilen kann ich dies nicht, muss allerdings sagen, dass ich mir gerade in einem solch für das weibliche Geschlecht sehr wichtigem Comic etwas mehr Diversity gewünscht hätte. LOHNT SICH DER COMIC? Auf jeden Fall. Auch wenn ich mir etwas mehr Diversity gewünscht hätte und man auf jeden Fall nicht aus den Augen verlieren sollte, dass es sich hierbei um autobiografischen Erzählungen handelt, mithin um persönliche Erfahrungen der Autorin die nicht unbedingt auf alle Frauen zutreffen, bin ich mir sicher, dass sich viele Frauen in diesem Comic wieder erkennen werden; dass sie sich selbst in Katja Klengel, ihren Gedanken, ihren Ängsten und ihren Entscheidungen wiederfinden und das ein oder andere Mal sogar über sich selbst schmunzeln werden, wenn ihnen ihr Verhalten bewusst wird. Mir ist es ebenso ergangen. Die Zeichnungen sind absolut genial und gerade die popkulturellen Referenzen peppen das Comic so richtig auf. Mich konnte das Comic nicht nur begeistern, sondern auch unglaublich unterhalten. Von mir bekommt das Comic auf jeden Fall eine klare Leseempfehlung.
Lustig, trashig, genau mein Ding! Aber auch was sehr kurzweiliges, dass ich kein zweites Mal lesen werde. Natürlich regt er zum nachdenken an, ein kleines bisschen und gibt ein gutes Gesellschaftsbild von einigen Frauen wieder (20+ aufgewachsen mit Sailor Moon und Co.), aber es ist kein Buch, dass ich "besitzen" muss und im Regal haben.










